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antizyklisch

23. Juli 2015 - 11:52

was fällt diesen wechseljahren eigentlich ein, mir zielgenau und in unmittelbarer folge erst meinen geburtstag, dann den klagenfurtaufenthalt und jetzt das tangofestival zu verbluten?


mahnung

21. Juli 2015 - 18:17

dieses blog ist übrigens so etwas wie die poetologie meines lebens. meines ganz persönlichen lebens. nicht aber mein leben.


bulk

21. Juli 2015 - 17:16

langsam finde ich mich wieder rein, was gut ist. die konzentration funktioniert auch wieder, heute zumindest. ab jetzt zähle ich also worte, zeit und geld, bis dann ding fertig ist.


schöpfen

16. Juli 2015 - 11:10

ich träume gefühle neuerdings. vom sterben, kürzlich, und vom verlassensein, gestern morgen. ich bin also nicht gefühllos, immerhin. doch gefühle sind erschöpfend, besonders ungefiltert in unbewußtem zustand, besonders schutzlos in der nacht. daß mir dennoch menschen sagen, ich sähe ganz besonders gut aus dieser tage, irgendwie frisch. während ich doch mitunter kaum weiß, wie ich mich aufrecht halten soll. das erstaunt mich.

andererseits fahre ich unbekümmert zirka 9 kilometer mit dem rad zu einer buchpräsentation, ohne groß mit der wimper zu zucken. das bißchen keuchen und ächzen, das ist wohl dem alter geschuldet. danach geht es natürlich mitten in der nacht 9 kilometer wieder zurück, und ich finde radeln durch die berliner nacht auch noch richtig schön.

es ist also eher nicht der körper, der sich erschöpft.


bulk

14. Juli 2015 - 23:05

es ist soweit. endlich. ich gehe es vorsichtig an, in aller ruhe. ich will den überblick nicht verlieren, den ich überhaupt noch nicht habe. den es womögllich auch nicht so einfach geben wird. ist halt arbeit, nichts als arbeit. ich wünschte, ich könnte mich besser konzentrieren. ich hoffe, das wird noch. ich weiß, daß es wird. es wird immer. besser sehen wäre auch gut, auch das hängt an der konzentration. vermute ich. bis dahin suche ich mich durch meine brillensammlung, teste verschiedene stärken aus den vergangenen jahren. eine paßt immer, immer eine andere. morgens, mittags, abends. so ist das im alter. es ist ein wechselspiel.


entschleunigung

13. Juli 2015 - 00:35

so viel, das ich zu schreiben verpasse. nicht nur hier, aber auch hier.

nicht nur aus klagenfurt, auch von davor. vom paddeln zum beispiel, von der verzögerung, die durch die trägheit des wassers geschieht. das ist gut, das gefällt mir. sehr. das war eine erfahrung, die ich zu wiederholen wünsche. und auch nach klagenfurt, von der neuen zahnarztpraxis unter anderem, die eine duzpraxis ist. ich habe nun also womöglich eine neue zahnärztin, die etwas mit J heißt. so ein komischer kindername ist das, mit dem ich sie ansprechen soll. das ist komisch. von meinem motorradmenschen natürlich, der verschollen war und just in dem moment wieder auftauchte, als ich ihn endgültig abzuschreiben gedachte. die andere ärztin, die ich nicht duzen muß, mit der ich aber über die wechseljahre lache, das rheuma auslache und ganz ungefragt ein paar psysiostunden bewilligt bekomme. den dringenden friseurtermin, vorbereitend für das tangofestival. diesmal endlich rechtzeitig. die bestätigung, endlich, für den fetten auftrag, auch so gerade eben rechtzeitig, kaum daß ich wieder in berlin bin. und das neue zweitrad, das mir günstig zugelaufen ist, wie aus versehen fast. auch so ein verzögerungsding, verlangsamungsinstrument. sieht eher gut aus, das gefährt, als daß man auch nur halbwegs zügig damit fahren könnte.

undsoweiterundsoweiter. die vorstellung von zeit als maßeinheit von bewegung hat sich überholt. eine art entspannung womöglich, eine ruhe, eine andere zeit. und ich werde noch gemütlich am ende.

(das wollte ich schnell noch sagen. über klagenfurt dann später. vielleicht.)


12. Juli 2015 - 18:47

am morgen vom unvermeidlichen sterben, wie es tief in meinen körper eingeschrieben ist. ich träume, ich lebe darin. unmittelbar, wie es eben ist in den halbwelten des bewußtseins. und dann, halb im erwachen noch, schnell denken: auf gehts, an die arbeit! bis mir einfällt, daß ich mir auf den schreck einen sonntag gönnen könnte.

noch später fällt mir ein. mein vater wäre heute 85, wäre er nicht mit 63 schon gestorben.


keine klagen (36)

05. Juli 2015 - 21:36

jetzt ist es vorbei. vor ein paar stunden noch im wörthersee geschwommen, um die spitze herum, wo oben immer der empfang stattfindet, bis ich von wasser aus die berge sehen konnte. aus dem türkisblau hinauf in dünnere luft, ziemlich klar heute. kurz danach die letzten leute nach wien verabschiedet. freunde fast schon, auch wenn man sich nur einmal im jahr sieht. dann das fahrrad zurückgegeben. auf dem fußweg in die wohnung, vorbei an an dem komplett verschlossen lendhafen, etwas traurig geworden. morgen fliege ich zurück nach berlin.

es ist vorbei. ich will aber bleiben, im geiste, in gedanken. nur ein wenig langsamer vielleicht.


keine klagen (35)

05. Juli 2015 - 10:05

was soll ich sagen? ich kann immer noch nicht so recht etwas sagen. oder schreiben, diesmal. vielleicht soviel: gestern nacht, nach fast gewonnenem quiz, wollte mein bett unter mir zusammenbrechen. gegen halb drei sah ich mich also gezwungen, unter den lattenrost in seine ordungsgemäße form zu sortieren. aber sonst?

weiß der kuckuck. ich werde nachliefern. müssen.


keine klagen (34)

04. Juli 2015 - 08:48

wenn da viel los ist, viele menschen um mich herum sind, immerzu input. dann geht mir der output verloren. oder einfach die zeit dazu. so vergeht klagenfurt, an denen ich mir anfangs noch notizen gemacht habe, und ich sage nichts dazu. zudem habe ich beschlossen, dieser tage autorin zu sein, mich nicht über autorInnen  zu äußern, nicht öffentlich zumindest, keine vermutungen anzustellen. ich schreibe nicht über texte, nicht über die hiesigen zumindest. nicht hier. aber ich rede darüber, hier und da, das wundert mich. da bin ich ja sonst oft übrfragt, eigentlich immer, vielleicht ist die germanistik zu lange her. oder sie war nie so recht meins. die literaturwissenschaftlerin in mir scheint entgültig verstorben.

jetzt redet die autorin, wenn sie denn redet, unfundiertes ich. und es funktioniert. alles andere später, womöglich. vielleicht auch nicht.


gehen

29. Juni 2015 - 01:13

gehen, um zu denken. das geht auf einmal wieder. ich gehe also, statt die reisevorbereitungen weiterzutreiben oder die junirechnungen vorzubereiten.

ich gehe zum treptower park und entdecke dort den karpfenteich. grün und satt ist darum herum, etwas versteckt und überhaupt nicht überlaufen. ganz anders als viele der anderen bereiche des parks, wo es voll ist oder offen und weit oder beides. daß ich das alles noch nie entdeckt habe? zwei wunderbare weiden, dicht am ufer und riesig. die muß ich wiedersehen, immer wieder. und es ist auf meiner seite, neuköllnzugewandt. also wirklich naheliegend, auch zu fuß.

das merk ich mir, das ist ein guter ort, zu sein. zu gehen. und zu denken.


28. Juni 2015 - 12:18

nachts quatscht die belegschaft eines 48-stunden-neukölln-events bis gegen drei vor meinem schlafzimmerfenster, deshalb schaue ich im tv diesen tykwer-film, der in wuppertal gedreht wurde. der mit der kaiserin. (stellenweise ein bißchen sehr kukucksnest, wie ich finde.) danach ist es immer noch nicht still. es rauscht und brennt. im traum gehe ich weit zurück in das, was ich nicht bin.

ich komme nicht an. ich komme nicht weg.

ich kann nicht mehr richtig sehen, das ist das alter. das kommt in schüben, gleitsichtbrille und multifokallinsen helfen nur begrenzt. oder es ist die müdigkeit, seit ein paar tagen ist das so. so beginne den tag damit, in meinem fundus alter, abgelegter brillen, eine zu finden, mit der ich das schriftbild am monitor noch scharfzustellen in der lage bin. und werde fündig.

es gibt ja lösungen. immer. es gibt veränderung. es gibt nur keine ende.


wortzen

26. Juni 2015 - 23:00

lyrik -> # fragen

prosa -> ach …