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going (21)

12. Juli 2014 - 23:57

trotz müdigkeit und schmerzen irgendwann im text verschwunden, stundenlang. drei weitere seiten durchgekämmt, mehr nicht. mit den gestrigen zwei sind es jetzt also fünf im sechsten kapitel. nicht viel, aber zufrieden bin ich, habe den faden wiedergefunden. womöglich.

außerdem sind die schmerzen vergessen

jetzt: whisky und schokopudding mit 85% sahne, für die nacht und den schlaf.


12. Juli 2014 - 19:28

wenn ich nacht erst gegen drei nach hause finde, weil ich auf einer geburtstagsfeier stunden lang sehr angeregt über storyführung, personalgestaltung und oberfläche debatiere, dann komme ich erst bei sonnenaufgang zum schlafen. dann habe ich einen hinterkopfkater am nächsten morgen, obwohl ich keinen alkohol getrunken habe, natürlich nicht, bin ja mit dem leise surrenden motorrad unterwegs. was sonst? kühle sommernachtfahrten bei vollmond sind wunderbar. der kater zieht sich bis in den nachmittag, trotz schmerzmittel, fällt nur langsam tief in die schulter, die dann ebenso schmerzt. und müde bin ich, sehr müde.


vergessen

11. Juli 2014 - 00:50

noch nicht zurück im text, aber langsam dann doch zurück in berlin. wenn auch nur ungern.

überraschend viel zu regeln gehabt in den letzten tagen, arbeit auch. vor allem aber überlegungen und regelungen, das beständige finanzielle desaster ein wenig pflegen. läuft wieder, einigermaßen. mit ein bißchen glück wird es sogar entspannt in ein paar tagen. auch das motorrad läuft, mit frischen bremsen, frischem tüv und geschweißtem auspuff. insgesamt ohne große probleme, in dem alter, tuckert sie wieder. wunderbar. auf der kleinen runde nach dem abholen gedacht: wie kann man nur ohne motorrad leben? ich könnte nicht, niemals. (bis auf weiteres.)

28 ist die kiste jetzt und gesundheitlich ungefähr so gut drauf wie ich. der tank verbeult und rostig, innen leider, der vorderreifen ziemlich runter, verliert auch permanent luft, was ziemlich lästig ist. insgesamt ist vieles ein wenig marode und häßlich, aber noch voll funktionsfähig, wie bei mir eben. von wegen rheuma. die hände zwicken und jucken höchstens ein bißchen, schulter ist tatsächlich längst wieder in ordnung, nach knapp zwei tagen, die angekündigten schmerzen noch vor ausbruch schon wieder vergessen. vergessen ist wichtig. auch den traum habe ich vergessen, weil ich ihn einfach nicht aufgeschrieben habe. ich schreibe überhaupt nur noch auf, was sich aufzuschreiben lohnt. aber das richtig.

so soll das sein. (nicht nur einstweilen.)


going (20)

10. Juli 2014 - 23:56

nach über einer woche wieder zurück in den text. drin bin ich noch nicht, auch wenn ich das neue kapitel am frühen nachmittag geöffnet und fünf seiten grob dort hineingeschrieben habe. das ist noch nix, das ist wirr und peinlich womöglich. aber was soll’s. es muß ja, ich ich muß weiter.

und es ist eine freunde. (trotz der allzeit bohrenden zweifel.)


10. Juli 2014 - 11:11

das ausnehmen von fisch ist etwas, das ich nebenbei erledige. eigentlich rede ich mit jemandem, weiß aber nicht, mit wem. ich gehe sogar zurück in den traum, nachdem ich schon fast aufgewacht war, um das herauszufinden. da sind aber auf einmal nur noch zerkochte fischfleischfetzen und wirbelknochen mit bedrohlichen gräten. darin finde ich die leber, eine kleine unversehrte kugel. ich habe die leber, rufe ich, als hätte ich einen schatz gefunden, einen preis gewonnen. doch das interessiert niemanden.


dance

09. Juli 2014 - 11:10

how fucking great! (das traditionsbrautpaar am ende übersehe ich einfach mal.) wie habe ich es gehaßt in dem alter, weil mir dieses instrument umgeschnallt war. und ebenso geliebt, weil es das einzig erreichbare war. wo habe ich das nur verloren.


09. Juli 2014 - 10:45

schulter wieder so gut wie okay, eigentlich gestern schon, den ganzen tag. heute dann auch schmerzmittelfrei, kein problem. keine ahnung, was das sein soll. sollte.


schultern

08. Juli 2014 - 11:45

gegen sechs aufwachen, aus einem wirklich dämlichen traum, nicht der rede wert. vor allem aber weil die rechte schulter heftig schmerzt. also doch was mit rheuma, schon wieder. also aufstehen, durch die wohnung torkeln, schmerzmittel einwerfen. dann wieder schlafen, es wenigstens versuchen. einschlafen mit schmerzen ist schwer, geht aber dann doch.

gegen neun aufwachen ohne traumhintergrund und mit weit weniger schmerzen. armstrecken geht, armheben sogar, und alles, was ich tun will, geht auch. an manchen stellen beißt es, mehr nicht. ob das durch die betäubung kommt, oder ob sich das reißen bereits wieder auf dem rückzug befindet. keine ahnung. achselzucken mit der anderen schulter. so ist das dann wohl jetzt mit mir. so soll ich leben.

so kann ich leben.


keine klagen (33)

07. Juli 2014 - 13:00

gestern in klagenfurt mußte ich früh los, um gegen elf am flughafen zu sein. zwölf hätte wahrscheinlich auch gereicht, aber wer weiß das schon vorher. außerdem ist das sonntägliche busverbindungsaufkommen dort recht rar. keine chance also, der preisverleihung beizuwohnen, weder der höchstoffiziellen, noch der automatischen und das ausgerechnet in diesem jahr. gerne hätte ich den bargeldstapel beklatscht, der mit viel freude und engagement zusammengesammelt wurde. ebensogern hätte ich tex‘ gewinnperformance von der orf-wiese aus mitverfolgt. damals, bei meiner ersten anwesenheit in klagenfurt hat er mir beim bachmannwettschwimmen, bei dem ich mich selbst nicht ins wasser traute, seine brille anvertraut. und ich habe sie mir mit einem brillenbügel in den t-shirtausschnitt gehängt. so lernt man sich kennen, findet sich vertraut von jahr zu jahr. ohne es wirklich zu sein, und dennoch. ich gratuliere dem klagenfurter master of musik und quiz.

beim schwimmen am samstag vor ich hervorragende letzte der forellen, selbst die allermeisten steine waren durchaus vor mir im ziel. (gut, die müssen auch nicht so weit raus.) wobei ich bei den forellen nur mitschwimmen muß, weil ich sonst ein aufblasbares gummitier mitzuführen hätte. das erscheint mir bei meinen schwimmkünsten zu gefährlich. der rest ist muskelkater, es kam ja noch radlen auf fremden fahrrädern und tretbooten hinzu. (letzteres ist sehr zu empfehlen, besonders bei leichter bewölkung und mit netter tretbegleitung.)

abgesehen vom frühen fluchtpunkt war die rückreise vergleichsweise entspannt, ohne umweg über schwechat direkt nach berlin. lediglich die rechte schulter hatte keine lust auf koffertragen, selbst die kurzen treppenstücke, die der rollkoffer mir dieses abverlangt, schienen zuviel. ein glück, daß ich endlich meinem alter entsprechend von der reisetasche mit schultergurt auf vier kofferrollen umgestiegen bin. am abend dann heftige gelenkschmerzen, die mich sofort, das erste mal seit wochen, rheuma vermuten ließen. ist aber schon fast wieder weg, war also fehlalarm. sag ich mal so.

und sonst? das, was mir so schnell zuviel wird, ist andererseits auch das, was das dortsein ausmacht. das hinterland gegenwärtiger literatur, die menschen, die auf die eine oder andere art damit verwoben sind, die wie selbstverständlich davon ausgehen, daß ich das auch bin. allen selbstzweifeln zum trotz finde ich das wunderbar und bereichernd. tatsächlich schäme ich mich dort manchmal nur sehr wenig für mich und mein armseliges leben und schreiben.

(denke also jetzt schon leicht verzweifelt an die finanzierung für das kommende jahr. aber es muß, irgendwie.)


keine klagen (32)

05. Juli 2014 - 13:23

das für mich schwierigste in klagenfurt, das alleinsein mit mir. es finden, es achten, bis in den sekundenschlaf. diese notwendigkeit nicht als nötigung empfinden, dafür die achse finden, sie auch in bewegung nicht verlieren. nicht allzusehr.

sich bewegende statik ist dynamik, wie beim tango. da kann ich es auch eher nicht. derzeit.


keine klagen (31)

04. Juli 2014 - 20:29

tagsüber im liegestuhl am lendhafen, abends auf dem bett beim fußball. ein ganz und gar nichtssagendes spiel. (vermeldet der fußballwicht, in dem ein ich enthalten ist.) doch ich habe keine ahnung, natürlich.

die texte dagegen fließen zu mir hin, an mich heran, manche durch mich hindurch. ob das gut oder schlecht ist? ich schreibe dazu nichts, mit jedem jahr denke ich etwas mehr, daß mir das nicht zusteht. statt dessen amüsiere ich mich über die juroren, ihre anstrengungen, ihre streitigkeiten, ihre hilflosigkeit mitunter. das sind alles nur versuche, und letztendlich ist die literatur immer mehr als das. mit ihr fängt doch alles erst an.

so what?

anders gesagt: ich habe da eine ahnung. aber ich sage nichts.


keine klagen (30)

03. Juli 2014 - 19:27

nach dem streß die entspannung. mir vor dem radeln zum lendhafen für dort einen liegestuhl gewünscht, obwohl ich liegestühle eigentlich immer unbequem finde. am lendhafen dann einen liegestuhl entdeckt und sofort besessen. ausgesprochen bequem gefunden und dann nicht mehr davon gelassen, bis gegen fünf. kaum text mitgelesen, recht wenig internet nebenbeikonsumiert. das kleine tablet für ideal befunden, um ein wenig mitzutwittern, vorwiegend aber mitzulesen. mehr nicht.

so darf das gerne weitergehen. (sollte ich im vierten jahr mein ideales bachmannpreisdasein gefunden haben?) gleich dann los mal zum empfang.


keine klagen (29)

03. Juli 2014 - 19:10

literatur und fußball. paßt!