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zwofünfzehn, light

04. Januar 2015 - 21:25

das jahr liegt ausgebreitet vor mir. das kommende, nicht das vergangene. die zeichen stehen auf traum. ich weiß allerdings in den ersten tagen schon nicht, wie das gehen soll. die drei aufeinanderfolgenden bürotage schaffe ich nur unter dauermedikation, erster tag ibu, zweiter tag das migränezeug, am dritten schließlich die rheumaklopper. die für diesen zweck nicht wirklich gedacht sind, das geht sogar über meine grenze.

und es hilft nicht. ich kann den kopf kaum drehen, es zieht bis tief in den rücken hinein, es pocht unter meinem schädeldach bei jeder bewegung. auch jetzt noch, ein bißchen.

auf der straße spricht mich ein fremder an, wohl weil ich an einer wand lehne, um durchzuatmen. ob alles in ordnung sei. atmen ist schwer, besonders unter gedeckelter migräne. alles in ordnung, sage ich. normal ist das, was immer ist. so war es allerdings schon lange nicht mehr.

natürlich fällt zusätzlich in diesen tagen eine pc-neuinstallation an, alte windowstradition. die immerhin läuft bislang problemlos und hat ein klein wenig zufriedenheit im gepäck. nicht genug, fürchte ich.

den ganzen tag schon wünschte ich, mich würde jemand tragen. oder halten zumindest, für mich die richtigen entscheidungen treffen und umsetzen. nicht, daß ich das nicht allein könnte.

aber.

ich glaube, das ist das erste mal. daß ich mich überantworten möchte. daß ich die vorstellung habe, daß es leichter werden könnte. mit menschen, nicht ohne.

wie im traum, manchmal.


seife

31. Dezember 2014 - 22:22

zwischen den jahren habe ich nicht nur gearbeitet, ich habe auch gewaschen und gebügelt, den müll runtergebracht und ein paar klamotten aussortiert. sogar die am samstag anstehende pc-neuinstallation ist grundlegend vorbereitet. das angedachte silvestertangotreffen hat sich zerschlagen, das ist pech. das ist aber auch gut, denn das hätte womögloich nicht funktioniert. tangodramen halt, aber die darf man nicht ausplaudern. das gehört dazu.

statt dessen habe ich heute schon die dezemberrechnungen geschrieben und verschickt, alle pflanzen gegossen und ingesamt dreimal gespült. ich bin zufrieden. wenn es draußen nicht so laut wäre, ich befände mich in stille.

zum abschied die dinge sauber hinterlassen. das ist doch keine schlechte idee.


syntax

30. Dezember 2014 - 23:52

schnaps und käse. musik. zusammen, macht glücklich.


62

28. Dezember 2014 - 20:10

teuflische tage, gefangenes hirn. was ist verwirrung, was brillanz? und wo die perspektive. (der teufel)


weihnachtswunder

28. Dezember 2014 - 19:34

der tote videorekorder hat sich gestern nacht entschlossen, doch wieder zu funktionieren. einstweilen zumindest. keine ahnung, vielleicht ein wunder.

ich dagegen bin fertig, erledigt, alle. tue den ganzen tag gegen nichts, was sicherlich gut ist. aber langweilig, unbefriedigend. schleichend schmerzhaft auch.

klingeling.


wortzen

26. Dezember 2014 - 23:00

lyrik -> # tango

prosa -> ratlos! (sagte ich das schon?)


zwischenzeit

26. Dezember 2014 - 12:04

weihnachten, das sind offensichtlich tage elektronischer verwirrung, um nicht zu sagen ausfälle in diesem jahr. erst zerschmurgelt der heimische videorekorder – zum glück der eigene, nicht das schicke, geliehene kombigerät zur konvertierung der alten bänder in dvds – dann wird das hauptstadtblog gehackt – vermute ich zumindest, ich warte auf weitere info, die warnung scheint aber eindeutig – im heimischen büro zickt seit tagen der hauptcomputer, fährt nur jedes zweite mal korrekt hoch, im fremdbüro schluckt das system regelmäßig komplette kundendaten, anschließend schmurgeln die drei mich umgebenden computer auf einmal weg, kurz vor dienstschluß zum glück, mit kurzzeitig leicht giftiger geruchsentwicklung.

meiner war allerdings nicht dabei. also nicht meine schuld in dem speziellen fall. denke ich.

oder ein wunder.

zwischen den jahren, zwischen den zeiten.


still

24. Dezember 2014 - 15:23

gestern versehentlich in den schönhauser arcaden gelandet. ohne jede weihnachtsnot, einfach nur, weil sich dort die nächste postfiliale befand. zufall also, ein grausamer allerdings.

nach etwa zwanzig sekunden in leichten streß verfallen. nach zwei minuten zuckungen aufgrund der enormen lärmbelästigung. und im anschluß an die mühsam erledigten postdinge weitere endlose minuten auf einer panischen suche nach einem schnellen ausgang verbracht. ohne selbstdrehnde tür, versteht sich. aber die gibt es fast nirgends mehr.

ist sie das? die weihnachtlich versprochene erlösung durch den einzelhandel?


wattebäuschchen

23. Dezember 2014 - 00:15

nachts, kurz nach mitternacht, mit latend whiskyberauschtem hirn das alte zippo reparieren wollen. und können. fünf süße, kleine wattebäuschchen befinden sich darin. dazu ein langer docht, der nur zum ende hin ein wenig versäubert werden möchte. jetzt brennt es wieder, einwandfrei, und ich bin sehr zufrieden. mit mir.

nur wozu? ich rauche ja gar nicht.


oh, my love

21. Dezember 2014 - 19:05


yes, i can

20. Dezember 2014 - 17:38

alles neu durchrechnen, auch wenn am ende kaum ein sinnvolles ergebnis stehen kann. trotzdem. meinen alltag, mein leben ausmisten, dinge aufgeben und kündigen. inhalte, wissen und freude.

diesmal nicht tango, stattdessen lektüre. keine zeitung mehr, auch nicht wöchentlich. obwohl ich das prinzip papier eigentlich immer noch höchst attraktiv finde, beinah erotisch. passend zu diesem leisen kistern im intellekt, das mich trotz allem nicht verlassen mag. außerdem steht ja doch längst noch nicht alles im netz.

aber es hilft nicht. nichts. also: klug sein, vernünftig und diszipliniert. der armut rechnung tragen, wo es kaum etwas zu rechen gibt.

kann ich!


17. Dezember 2014 - 12:58

am tag nach der migränequälerei, die im übrigen gestern gar nicht so sehr schlimm war, geprägt nur von müdigkeit und erschöpfung sowie allgemeiner mißratenheit, bin ich ja immer ein bißchen begeistert. vom leben an sich und so, ich weiß auch nicht. so etwas ist mir ja eigentlich wesensfremd. oder?

doch nicht?


derzeit

16. Dezember 2014 - 18:44

schwer genervt durch das wechseljährige hormonchaos und das anhaltende pc-desaster. nicht wirklich schlimm, beides nicht. nur endlos eben, energie- und zeitfressend gleichermaßen.

müde bin ich sowieso.

grundlos und schwer bis in die knochen.

ich träume nicht.

ich denke nicht.

ich weiß.

nichts.