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19. März 2015 - 13:10

mit einem buch in der hand suche ich meine gruppe. die gruppe, zu der ich immer gehe. dabei erkläre ich, wie ich gelernt habe, so zu sprechen, daß sie mich verstehen. so eben, wie in dem buch steht. so, wie ich meine, daß auch sie sprechen. ich erkläre, wie falsch das war, all die zeit, weil ich auf die art nicht gesagt habe, niemals, was ich wirklich bin. und daß ich nun damit aufhören werde. ich gehe von tür zu tür und finde niemanden. meine gruppe ist längst verschwunden. es gibt nichts zu sagen, nicht zu erklären, so einfach ist das. statt dessen ist jemand gestorben, aus freien stücken, das weiß ich auf einmal. das weiß ich genau. ich weiß aber nicht, wer es ist. wer es war. so werde ich wach. auch jetzt noch, stunden später, suche ich. ohne zu wissen.


lieblingsfarbe: grün

16. März 2015 - 12:29

sehr zufrieden bin ich derzeit mit den bei mir lebenden pflanzen, besonders mit den beiden neuen. der zierspargel wirft lange, hellgrüne triebe richtung licht, kann es offensichtlich kaum erwarten, endlich nach draußen zu kommen. der gummibaum arbeitet an seinem zweiten neuen blatt seit er hier eingezogen ist, das ist mehr als ich zu hoffen erwartete. (kann man so sagen?) auch die balkonüberlebenden, einmal efeu, einmal lavendel, werde ich in diesem frühjahr keinen plötzlichen dursttod erleiden lassen. das habe ich mir fest vorgenommen.

das sind doch gute zeichen. morgen wird es sonne und warm sein, da ist dann balkonbautag. wenn ich schon zu anderem kaum fähig bin. das hilft sicher.

gestern sah ich mich außerdem (rein privat) gezwungen, mich zu meiner lieblingsfarbe zu äußern. grün natürlich, was sonst?! ein dunkles, schwer zu definierendes grün. so richtung tanne vielleicht, aber auch ein wenig flasche. also finster und transparent zugleich. irgendwie.

tja. ich bin echt nicht einfach, ich weiß. selbst in meiner freude nicht. isso.


thx

15. März 2015 - 19:40

ein vertrottelter sonntag, endlich wieder einmal. vertrödelt, meine ich. es lag einfach keine lust herum, die ich mir hätte leihen können. keine lust und keine last. auch keine inspiration oder ein wenig intelligenz, einfach nichts. so hab ich geputzt und gesaugt, immerhin, womöglich werde ich gleich noch ein wenig bügeln.

das ist unzufriedenstellend, ich weiß. ich spüre, wie es sich an meiner oberfläche festsetzt, wie staub, wie zement. was immer es ist. was darunter liegt, keine ahnung. keine träume, keine hoffnung mehr. wie lange geht das schon so. ich bin mir selbst unerreichbar, stunden-, tagelang. mehr als ich ertragen kann. das macht schwer und alt, es hilft nicht weiter, es ist für nichts gut. aber das ist egal.

es ist besser als das unzumutbare innere gehetze, gezeter und gemetzel der letzten wochen.

das habe ich verabschiedet, das lohnt sich nicht. (ebenso die plötzliche kleine rheumaepisode, nicht einmal halb so schlimm wie im letzten jahr. aber lästig. auch sowas kann ich nicht gebrauchen, nicht mehr. danke.)

was ist das für eine müde welt.


tangoangst

14. März 2015 - 21:17

tangototalausfall. grippewelle oder so, absage aller vertrauten mittänzerinnen im laufe des tages. gerade eben die letzte. kurz vor knapp, fast hätte es geklappt. das passende hemd habe ich schon an, die schuhe schon in die tasche gepackt. aber alleine gehe ich nicht, kann ich nicht, nie wieder. das eine mal, daß mir das passiert ist, war derart schrecklich. ich erinnere mich genau. das brauche ich nicht, nicht jetzt. nein.

soviel angst halte ich nicht aus. es ist wie es ist, keine liebe.


wortzen

13. März 2015 - 23:00

lyrik -> # reise

prosa -> auf der buchmesse war ich, gestern. immerhin.


frühjahr, müde

13. März 2015 - 12:38

ich weiß nicht, ob es der hormon(miss)stand oder die latente rheumahand links ist, die immer noch herumzickt. nur wenig zwar, vergleichsweise harmlos, kaum schmerzmittelrelevant. aber da wandert eben doch eine entzündung herum. will keine ruhe geben, das biest, mich nicht nicht einfach wieder verlassen. oder wenigstens in den untergund verschwinden, wo es hingehört. schweigen, stumm und regungslos.

jedenfalls ist alles an mir, allen in mir erledigt und müde. obwohl es so viel zu erledigen gäbe, anzufangen auch. aber nicht mal zum müde sein habe ich zeit, derzeit.


65

11. März 2015 - 22:57

lovers, diese zwei. sind eins, sind nichts. (die liebenden)


11. März 2015 - 00:21

hand fast wieder normal, so geht das. die dazugehörige schulter will noch nicht so recht. schmerzfrei nach hinten geht nicht, aber das geht ja meistens nicht. aktuell keine schmerzmittel, auch nicht beim tangoüben eben. obwohl es im rechten fuß ein klein wenig piekt. egal. so soll das.

morgen baue ich dann das ding aus holz für die fensterbank.


prinzip

10. März 2015 - 15:08

okay. dieses rheuma will ein heimlicher begleiter bleiben, der spontan recht aktiv zu werden vermag.

gestern abend also, besonders auch nachts, einfach mal für eine weile mit einer jämmerlich verschmerzten linken hand zugebracht. zwangsläufig. schmerzmittel, volle dröhnung. so geht das, zum glück. heute ist es schon so gut wie wieder weg. nur ein rest steifheit, wie muskelkater.

mein rheumawesen mag offensichtlich bestimmte arten der überbeanspruchung nicht. im letzten sommer, während und nach dem tangofestival, habe einen tag, vielleicht auch zwei ohne einen belastbaren rechten fuß verbracht. (so läuft es sich sehr lustig. nein, eigentlich gar nicht. von wegen tanzen.) stundenlanges training scheint also verboten. kann ich verstehen, irgendwie.

und jetzt, wie soll ich sagen? auch irritierende strategien und ansprüche im beruflichen bereich überbeanspruchen mich offensichtlich erheblich. zumindest dann, wenn sie unvermittelt von außen in mich hinein projiziert werden. oder injiziert oder operiert, was weiß denn ich. massiv, das auf jeden fall. und ich mich zusätzlich anderen gegenüber in einer gewissen verantwortung befinde. (es könnte natürlich auch der versuch gewesen sein, das hingeworfene motorrad allein wieder auf die reifen zu kriegen, der mir gestern die linke hand ruiniert hat. keine ahnung.)

egal. ich lass es, wie es ist. kämpfen gilt nicht. nicht mehr.


64

08. März 2015 - 23:15

worte wie schwerter, geschliffen. wenn es sein muß. (vater der federn)


ahnungslos

08. März 2015 - 20:07

es gibt ja menschen, die haben etwas böses, ganz ohne böse absicht dahinter. das ist seltsam, aber durchaus möglich. das ist unangenehm für alle beteiligten, womöglich sogar für sie selbst. ich weiß nicht.

heimlich hoffe ich ja, immer wieder mal, daß ich nicht selbst dazu gehöre. aus versehen natürlich und völlig ohne absicht.

ich weiß wirklich nicht.


idioten

08. März 2015 - 09:45

heute waren sie dann bei mir, diese idioten, die nachts motorräder umwerfen. und ich schreibe wieder einmal einen beitrag unter der rubrik berlin. das ist ja eher selten geworden, alles nur noch alltag hier nach über zehn jahren. der dreck, das geschwätz und das wunderbare licht im frühling. aber diese idioten sind und bleiben einzigartig. dämlich.


07. März 2015 - 23:23

menschen, die sterben. auch die, die ich nicht gut gekannt habe. wie es mich rührt und weitet, wenn ich davon höre. wie ich dann denke, jedesmal, daß sie etwas großartiges geleistet haben.