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archiv: August 2004


zwischen den städten

31. August 2004 - 08:35

die vorerst letzte pendelaktion zwischen wtal und bigB ist beendet, die alte wohnung endgültig aufgelöst und der letzte tag im büro verbracht. seltsam, wie man an den dingen hängt, an den strukturen, beinah mehr als an den menschen. oder bin ich das nur? sehe ich allein hin, wie an meinem büroplatz eine andere sitzt, wie sich die dinge bereits verschoben haben: der bildschirmschoner, der papierkorb, die stuhlhöhe. die menschen bleiben, man kann mit ihnen reden, telefonieren, emails schreiben. alles andere verliert sich schneller, leichter. nichts bleibt, und man sieht es verschwinden.
ein reißen und krachen, inwendig. das alles sind dinge, die sicherheit implizieren. vermeintliche sicherheit. dieselben wege, dieselben dinge, dasselbe programm, immer und immer wieder. hätte ich nicht gedacht, von mir. aber so ist es wohl. leichte spießertendenz. ;-)
es war also zeit, höchste zeit. auch wenn ich jetzt hier allein sitze, das lisatier immer noch kränkelt, wenn auch deutlich neugieriger umhertapst inzwischen. (es gibt katzenschonkost: 1 teil gekochten reis, 1 teil hüttenkäse und 1 teil lieblingsfleisch. reis ist gut gegen den durchfall, hüttenkäse wegen der proteine und den fleischanteil, damit das biest es auch frißt. wobei sie sich bemüht, den reis umständlich auszusortieren, was ihr aber nur mäßig gelingt.) fast alles ist noch in kisten verpackt, kein regal, kein schrank steht bislang an seinem platz. kein wasser in der küche, kein licht im bad. und ich bin ziemlich groggy von der arbeit in der alten wohnung. so gönne ich mir und dem tier eine pause. morgen ist auch noch ein tag.

grounding

27. August 2004 - 09:35

es ist nicht leicht, vor allem für das lisatier.
katzen sind ihrem ort meistens mehr verbunden als ihren menschen, hab ich mir sagen lassen. ich weiß von einer katze, die, jahre nach dem wegzug in ein anderes land, als sie dann endlich wieder in die gegend zurückkam, nichts eiligeres zu tun hatte, als auch die letzten drei oder vier kilometer noch zurückzulegen und in ihr haus zurückzukehren. wo sie dann auch geblieben ist, für den rest ihres leben. man hat versucht sie zurückzuholen, das haus gehörte immerhin inzwischen ganz anderen leuten. aber es hat nicht geholfen.
auch ich wundere mich über mein neues umfeld. die geräusche und gerüche. die fremden stimmen. der holzboden bebt ein klein wenig, wenn ein laster vorbeifährt. das ist irritierend. und die schritte über mir. das bin ich nicht gewohnt, seit über 20 jahren nicht. ein fernseher nebenan. oder ist es ein radio? oder summt es in einer meiner kisten? nein, da spricht wer, monologisch, elektrisch. keine frage, ein tv.
wie muß das alles für lisa sein, die alte dame? immer noch ist sie groggy von der betäubung, immer noch kackt sie vorwiegend flüssig. ein bißchen ist es, als würde sie durch die wohnung torkeln. aber sie frißt, sie ist eher neugierig als ängstlich, allerhöchstens nervös. läuft immer wieder hin und her, von raum zu raum, findet keine ruhe. immer, wenn sie mich sieht, jammert sie ein bißchen. es ist wirklich nicht leicht.
aber es gab keine wahl. sie ist eben keine dame, sie ist ein garstiges biest, das nur mich akzeptiert. die alternative, sie in wtal zu lassen, irgendwem zu schenken – undenkbar!
hilft also nichts. da muß sie jetzt durch.
und ich auch.

back on line

26. August 2004 - 06:53

alive and kicking – more or less.

zero

21. August 2004 - 07:12

bin mal unterwegs, offline, so für eine woche, bestimmt.
(katze hat vor schiß mein bett vollgekackt. oder ist die tablette schuld? mir ist aber auch nicht so gut. – immerhin kann sie gleich schlafen. hoffentlich. ich bin bestimmt bis morgen mittag wach…)

schluß…

20. August 2004 - 09:04

… für heute! es wird dunkel und die deckenlampen sind überall schon abgebaut. morgen ist auch noch ein tag. und was für einer.
randbemerkung: ob der gemietete wagen wohl groß genug ist für all das zeug??? wenn nicht, dann…
schluß!

erdung

20. August 2004 - 08:38

schon mal einen küchenabfluß, der ca. drei jahre in betrieb war, stück für stück auseinandergebaut? das riecht lecker! und was auch immer es ist, was da rausgeschossen kommt, zusammen mit dem wasser. es ist auf jeden fall braun.

morgen?

20. August 2004 - 05:29

morgen! früh um 6 oder so muß ich die katze sedieren. momentan lebt sie gerade auf, kriecht interessiert durch die plastikmüllbeutel und in ansonsten verbotene schranknischen. das ist vielleicht gar nicht schlecht, dann pennt sie morgen durch und kann gleich weitermachen mit der neugier. außerdem frißt sie genüßlich, im stundentakt. :-)
heute! muß ich noch einen guten rest der küche verpacken, inklusive wasser und herd abnabeln. dann den pc natürlich, das fällt schwer. aber so ist es. ich bin abhängig, ich muß es zugeben. auch wenn ich sagen könnte, es ist ja mein arbeitsgerät.
im großen und ganzen habe ich ruhe, irgendwie, ich weiß auch nicht. es wird schon, sagt es. es wird schon.

19. August 2004 - 11:30

nachts. wenn ich langsam erwache…

chaos

19. August 2004 - 09:00

gestern war anstrengend. das chaos zu ertragen, der zustand der wohnung, immer schon auch mein zustand, irgendwie. wenn es also, wie jetzt, an allen ecken brüllt und brennt. das ist nicht gut zu ertragen. ich bin nicht mehr zuhause. nirgends.
gut, das ist ein vorübergehendes element, keine frage. das wird sich ziemlich schnell lichten. heute also läuft es wieder, wie von selbst. auch die katze taucht ab und zu auf. sie hat einen regen freß-, sauf- und scheißrhythmus entwickelt. ansonsten hockt sie fast ausschließlich unter einem schrank und schläft. oder sie wacht achtsam über die dinge, die ich tue. dann stapft sie wieder tapfer durch die kisten-, beutel- und bretterlandschaft und wundert sich vermutlich.
der bürodienst morgen ist gecancelt, ist eh nix zu tun. hier dafür umso mehr. vielleicht deshalb die wiedergekehrte ruhe. der samstag wird schon noch lustig genug.
weitere absagen in sachen MEMORY. ein formbrief aus münchen: meine unterlagen liegen bis oktober zur abholung bereit. na, super! ein anderer, persönlicher, der auf form und askese (?) eingeht, aber natürlich die unverkaufbarkeit moniert. jetzt könnte ich mir also sagen, daß ich es schon immer wußte, daß ich zu gut bin. oder aber in diese art hybris verfallen, die da meint, auf ewig verkannt zu sein, verschwendet an diese welt. das wärs dann wohl.
doch das ist nicht das wesen von literatur, das ist nur das geschäft. das wichtigste ist längst geschehen. die arbeit. sieben jahre leben, für ein bißchen mehr als 100 seiten. oder waren es acht jahre, neun? ich weiß es nicht, es interessiert mich nicht. aber das läßt sich nicht auslöschen, wie papier.
die frage bleibt, wie es mit dem lesen ist. kann lesen je so intensiv sein wie schreiben? oder anders: macht es überhaupt sinn gedruckt zu werden?
(noch ein tag wuppertal. morgen noch.)

18. August 2004 - 10:32

erste scherben produziert.
(noch zwei tage.)

3?

17. August 2004 - 10:58

die liste wird immer länger. ich brauche wohl doch noch ein paar kartons. ich sollte ganz sicher schnell noch eine festplattensicherung durchführen. ich müßte eigentlich meine wohnung so organisieren, daß das lisatier bis zum einladen ein zimmer für sich hat.
(noch drei tage.)
ich schaue aus dem fenster, in die wohnungen der anderen. das geht hier ganz gut, weil das haus gegenüber große fenster bis auf den boden hat. wenn also die fensterflügel im sommer weit offen stehen, die vorhänge beiseite geschoben sind. ich kenne sie nicht, die menschen, habe kaum je mit ihnen gesprochen. wer weiß, vielleicht erkenne ich sie nicht einmal, wenn ich ihnen auf der straße begegne. ich kenne sie nur in ihren wohnungen, ich rieche ihren rauch und höre ihre telefone, ihre stimmen. aber ich kenne sie nicht.
und nur das hier bleibt. vielleicht. es zählt, zumindest.

hall

17. August 2004 - 10:02

jetzt hallt es, wenn ich in die tastatur hacke. dabei hacke ich gar nicht. nie. es ist nur alles so leer hier. von den bücherregalen hängen nur noch die schienen. die schreibtischschubladen sind leer. nur die küche, gleich neben mir, ist noch gänzlich unangetastet. ich weiß nicht warum, das hätte ich nicht erwartet. aber der pc natürlich, der bleibt, bis zum schluß. und wie es aussieht kriege ich das ganze system auch schnell wieder ans laufen.
die neue telefongesellschaft produziert zwar auch irgendwie chaos, aber immerhin jetzt schon. da keimt doch hoffnung auf. die telekom hätte bislang noch nicht einmal den antrag bearbeitet, wie ich die kenne. geschweige denn den entscheidenen fehler gemacht, der alles um ca. drei monate verzögern wird. nach drei tagen hin- und herdiskutiererei mit arcor hab ich aber tatsächlich eben einen verbindlichen termin für nächste woche genannt gekriegt. und es klang sogar so, als hätten sie endlich auch verstanden, was eigentlich passiert ist. kommunikationsschwierigkeiten, was sonst. wie das so ist mit den kommunikationsmedien. man redet bei höchstens fünf telefonaten mit wenigstens acht verschiedenen leuten. bis man selber nicht mehr weiß, was man eigentlich sagt, schon gesagt hat oder zum neunten mal wiederholt.
kommunikation ist eben nichts anderes als ein mißverständnis. oder aber literatur.

paßt schon

17. August 2004 - 02:44

das gefällt mir, wenn die termine einfach stimmen. gut, auf M hab ich eine halbe stunde gewartet, bis sich dann herausstellte, daß sie schlicht und einfach an der falschen stelle stand. trotzdem ist inzwischen (hoffentlich) alles geregelt. und dann hat es nur so gerappelt. der lkw war in 5 minuten klar, der mülltransport auch. nur daß ich da jetzt noch persönlich hin muß, um den mist zu bezahlen. der arzttermin – oh wunder – 7 minuten zu früh, man glaubt es kaum. nicht eine sekunde wartezeit. so hatte ich sogar noch zeit für eine stunde kaffee und zeitung im milia. ein letztes mal vielleicht, immer wieder diese kleinen abschiedsvorstellungen dieser tage. danach kleinere geldtransaktionen und schnell noch das beruhigungsmittel für die katze, für 1€, besorgen. fragt sich nur, wie ich die tablette am samstag in sie reinkriege.
jetzt erledige ich papier- und pc-kram, versuche auf dem neuesten stand zu bleiben. diese entscheidungen. welche papiere sind wo wichtig? welche müssen in wtal bleiben, welche brauche ich in berlin? dasselbe mit dem werkzeugen. am ende schleppe ich vermutlich akkuschrauber, stichsäge und was-weiß-ich-noch-alles in den letzten zug am 30. nach hause. = berlin.
ach so. und packen nicht vergessen.
das lisatier schmatzt sich übrigens gerade genüßlich durch ein hähnchenbein. das wäre vielleicht eine idee für die tablette…