home




archiv: November 2004


möglicherweise

12. November 2004 - 09:39

sind wir alle, die wir treiben im all, im chaos unserer worte, nur münzen in irgendeiner hosentasche, belangloses geklimper, und das wahre leben beginnt erst, wenn wir – vielleicht – irgendwann einmal in umlauf gebracht werden.

meine materie bestandsaufnahme

12. November 2004 - 06:09

es braucht mehr als worte, um einander zu verstehen. tatsächlich stehen worte im weg, immer wieder. sprache besteht in ihrer grundsubstanz aus schweigen, anders geht es nicht. kann es gar nicht, für mich zumindest.
nicht neu, diese erkenntnis, aber seltsam, gerade hier.

das lisawesen.

11. November 2004 - 10:39

hat mich angesehen, von weit außen, durchs fenster hindurch, ich bin sicher. vor ein paar tagen schon.

?

11. November 2004 - 06:49

wie wichtig im leben ist das unsichtbare!

10. November 2004 - 10:02

morgen zum sozi?
es wird einfach zu eng…

asf im doppelpack

09. November 2004 - 10:51

erster tag in der ‘coolen agentur’. ein haufen fremder leute in einer mir fremden umgebung, die sich alle verdammt gut kennen und auskennen und so weiter. kein guter zustand, für mich. ich taper ein wenig dumm durch die gegend, orientiere mich an allen fronten gleichzeitig. bürostruktur, arbeitsabläufe, gesichter, stimmen, gelächter, … das büro verteilt sich auf zwei wohnungen, ein männer- und ein frauenbüro. die telefonzentrale ist auf der frauenseite. auch die organisation liegt angeblich mehr auf der frauenseite, während der außendienst männersache zu sein scheint. das ist eigenartig, finde ich. soll aber so gewachsen sein. trotzdem, ich, die ich 14 jahre in einem reinen frauenbüro (innen- und außendienst) gesessen habe, finde das recht schade.
ob das ein unbezahltes praktikum ist werde ich später gefragt. was weiß ich? unbezahlt auf jeden fall. praktikum? dagegen spricht, daß mich niemand mit einem stapel unbearbeiteter akten an den katzentisch gesetzt hat. im gegenteil. ich darf machen, was ich will, jedem zuhören, alles fragen. ich dürfte auch gleich in die vollen greifen, kunden abarbeiten. was ich mir aber zunächst mal verkniffen habe, logisch. das wäre wohl auch nicht mein stil. überhaupt darf jeder machen, was er will. angeblich soll es so sogar funktionieren. es gibt grundstrukturen der verständigung und des ablaufes, aber sonst?
ich suche und warte auf den haken an der geschichte. wenn ich ehrlich bin. die agentur sucht seit jahren mitarbeiter, wurde mir heute erzählt, aber es kommt kaum jemand wieder, der sich vorgestellt hat. die bewerber haben also offensichtlich entweder keine zeit, keine lust, ein paar wochen umsonst zu arbeiten. oder sie kommen nicht damit klar, sich die arbeit allein zu organisieren. (der alte kindergartensatz: müssen wir heute wieder spielen, was wir wollen?) was weiß ich?
oder alles ist finte, und die suchen sich immer ein paar ‘praktikanten’ für die akut anfallende arbeit. andererseits haben sie mir ja keine arbeit zugewiesen.
ich bleibe ein wenig ratlos.

danach zum anderen finanzdienstleister. produktschulung. bestattungsservice, sterbeversicherungen, pflegeversicherung. verkaufstrategien. 1000€ provision an einem vormittag. marktanalysen. bevölkerungsanalysen. millionen von reichen alten leuten als zielgruppe. das ist sinnlos bis ekelhaft. im grunde gibt es meinerseits nicht mehr viel dazu zu sagen. innerlich habe ich längst damit abgeschlossen. was tue ich also noch da? mich amüsieren? diese eigenartigen leute studieren? in ihren langweiligen anzügen, krawattenverschnürt? aber ganz so dumm sind sie dann doch nicht, sie fangen an sich zu wundern, wenn ich durch die tür komme. eindeutig.
wenn ich in den nächsten tagen dort meine unterlagen zurückhole, dann hätte ich mich damit wohl für die ‘coole agentur’ entschieden. oder aber für hartz iv. so sieht es aus, derzeit.

style

08. November 2004 - 02:47

weiß jemand von den hiesigen experten, wie ich blödie die blöden striche unter den links wegkriege?

asf – erotisch

07. November 2004 - 04:06

gerade der zweite anruf auf die anzeige. telefonerotik. nein danke. aber immerhin ein direkter vorschlag, damit läßt sichs leben.

asf – planung

07. November 2004 - 03:58

für heute reichts. sechs bewerbungen verzapft, zwei davon online. seltsam, daß man im grunde ja nie weiß, ob die mails überhaupt ankommen. nur die spamflut funktioniert vermutlich immer. bei mir zumindest.
weiter tut sich nichts, ich werde ja wohl auch zunächst einmal in die ‘coole agentur’ reinhorchen. alles weitere läuft hoffentlich reibungslos nebenbei weiter. vor allem die caos-seite muß mal wieder aufgezogen werden, die bislang meine jeweiligen kursangebote verkündet hat. derzeit herrscht dort gähnende leere. (anklicken lohnt also nicht. ;-) aber das wäre mal ein angang in richtung selbstbestimmter arbeit. und es wird auch irgendwie zeit.
morgen?

asf (= die arbeitssuchfront )

07. November 2004 - 02:09

erster anruf auf meine anzeige von gestern. am sonntag?
wie üblich melde ich mich mit meinem nachnamen. der mann am anderen ende fragt nach, mehrmals, als hätte er nicht verstanden. es geht um arbeit, das wird mir langsam klar, obwohl ich noch zwei andere anzeigen geschaltet habe. ich muß höflicher sein, denke ich, nenne vor und nachnamen. daraufhin fragt der mann mich aus. ob ich flexibel sei, was ich denn sonst schon so gemacht hätte. ich spule meinen lebenslauf ab, kurzversion, der typ ist seltsam, denke ich. ob ich schon in der persönlichen pflege gearbeitet hätte. das muß ich verneinen, bin aber immer noch nicht mißtrauisch. das gibt es ja, daß behinderte ihre eigene pflegefirma gründen. ob ich eventuell massage…
jetzt erst begreife ich. deshalb hat der mann am anfang so schwerhörig getan. die anzeige war neutral gehalten, und er konnte meine androgyne telefonstimme zunächst geschlechtlich nicht einordnen.
danke, nein. und tschüß.
schönen sonntag noch. (also mir selbst, natürlich. ;-)

Evelyn Glennie

06. November 2004 - 12:12

Touch the Sound – ein muß!

cool!

03. November 2004 - 10:13

überraschend anders und angenehm, der besuch bei der ‘coolen agentur’. es war auch keine veranstaltung, ich war alleine da. eine art kollektiv, offensichtlich, deshalb wohl auch das allgemeine ‘du’. kann natürlich auch schwierig sein, diese art: wir können ja mal schauen, ob wir miteinander können. natürlich besprechen wir alles gemeinsam, du bist dann selbstverständlich auch dabei. durchdiskutieren und so. andererseits ist das ja meine generation, die das perfektioniert hat. fragt sich nur, wo ich zu der zeit war.
na, mal sehen. nächste woche werd ich da mal reinschnuppern.
wär ja schon nicht schlecht. dann hätte ich zumindest wieder mal ein wenig luft, mich um meine anderen aktivitäten zu kümmern. kurse in berlin ankurbeln, übersetzerkontakte knüpfen, schreiben gar.

die arbeitssuchfront

03. November 2004 - 04:50

gestern: schulungsveranstaltung bei einem finanzdienstleister, wieder einmal. ich soll nur reinhören, der informationen wegen. es ist eine verkaufsschulung, basales rhetoriktraining. alle üben sich im positiven umschreiben von unangenehmen fakten, möglichst in frageform. verkäuferisch, nennt sich das. später packen alle einen zettel auf den tisch, während sie verkaufsgespräche simulieren. zu verdeutlichung von zahlen und daten. sie kritzeln also kringel und ansteigende linien, das macht was her. nein, ich gebe zu, daß das anschaulicher ist als tabellen. andererseits, wer glaubt schon einem zettel, auf dem etwas mit kugelschreiber gekritzelt ist? noch dazu von einem derart geschulten versicherungsvertreter. später nimmt der schulungsleiter mich als kundenbeispiel und exerziert ein knappes verkaufsgespräch mit mir durch. meine fragen beantwortet er mit fragen. rhetorischen fragen, die mich grundsätzlich blöd dasitzen lassen. fragen, die er nicht beantworten will, verschiebt er auf später. wohl in der hoffnung, daß ich sie vergessen würde. es ist ein machtspiel, soviel ist klar. das hat er auch vorher schon verkündet. ich bin der verkäufer, ich behalte die oberhand = gesprächsführung. es ekelt mich. ich bin 40, nicht 4. realistisch betrachtet würde er mir nichts verkaufen können, obwohl das produkt tatsächlich nicht uninteressant war. wenn aber die information hinter der verkaufstechnik verschwindet… am ende hab ich ihn gekriegt, indem ich um ein paar tage zum nachdenken gebeten habe. etwas, was ich immer täte, allein, um das hohe gesprächstempo abzufedern und auf noch offende fragen überhaupt mal zu kommen. außerdem will ich material zum nachlesen. da sieht er blöd aus, kann schließlich nicht einfach ablehnen. gefällt ihm aber nicht. jaja, sagt er, kunden, die bedenkzeit wollen, internetfreaks.
heute: vorstellungsgespräch, finanzdienstleister. der mann, mit dem ich den termin habe ist nicht da. statt dessen steht da ein großer junge mit herpes auf der oberlippe. sein händedruck ist fast nicht zu spüren. der ‘mann’ trägt einen superschicken leinenanzug, der an ihm aussieht wie ein kartoffelsack, fein gesponnen, aber trotzdem eben ein sack. ich muß aufpassen, daß ich nicht dauergrinse. wir sitzen uns gegenüber. seine fingernägel sind abgenagt, aber was solls, davon bin ich auch nicht ganz frei. doch sie sind schmutzig dazu. außerdem sieht er mich kaum an, glotzt auf seine unterlagen statt dessen. er stottert, verheddert sich im konzept. ich bin gemein, sage ihm nicht, daß ich die firma schon kenne, nur eben eine andere vertretung. wenn ich etwas frage, antwortet er wenn es irgend geht mit einer gegenfrage. er will, daß ich im bekanntenkreis aquiriere. ich sage, ich habe hier noch keinen bekanntenkreis. darauf fällt ihm nichts ein. außer, daß ich ja mal nach wtal… wie bitte? schnell erzählt er mir, was ich so verdienen kann, irgendetwas von im schnitt 250€ pro termin. was immer das sein mag, ein termin. ich zeige mich nicht beeindruckt, auch als übersetzerin verdiene ich nicht schlecht. wenn es dann mal aufräge gibt. der junge ist ratlos. vermutlich. er holt einen zettel raus und malt ein paar kringel und zahlen darauf. ich glaube es ging um altervorsorge. ich bin aber nicht sicher, alles stand auf dem kopf. anfänger!
danach: produkttester gesucht. 300€-600€, aufwandsentschädigung, also steuerfrei, dazu die ware umsonst. ich soll eine zeitung abonnieren, dafür käme ich in eine onlinedatei. hallo???
gleich: die veranstaltung der ‘coolen agentur’. finanzdienstleister.
ich glaube, ich verschwende meine zeit.
warum ich in berlin bin? hab ich vergessen.