archiv: Januar 2005
restart
18. Januar 2005 - 10:16langsam nur kommen die dinge wieder in fluß. das wird aber auch zeit. formulierungen, schwer wie erdbewegungsarbeiten. aber formulierungen, immerhin, darauf kann man aufbauen. die konzentration dagegen, noch federleicht und durch alles irritiert. schmetterlinge im wind. trotzdem erste ideen für die nächste kolumne. vielleicht mache ich gleich zwei versionen daraus, damit ich den text letztendlich in verschiedene richtungen anbieten kann. ich hoffe, ich komme gleich noch an die ersten notizen.
die aktuelle textarbeit (wip ;-) ist zunächst einmal in papier, durchlesen, probleme erkennen und ideen notieren also. ab morgen, denke ich. das würde dann gerade mal eine woche pause bedeuten. kommt mir derzeit nicht im geringsten so vor. mir ist als wären welten vergangen.
ins leere
17. Januar 2005 - 05:37schreib darüber, sagt eine freundin, eine schöne geschichte. das ist mein beruf, ich weiß. aber es ist so eine sache mit den derart lebensnahen geschichten. abgesehen davon, daß sie nicht schön sind, macht man sich damit keine freunde. und selbst wenn man es schafft, die klaren linien und züge genügend zu kaschieren, daß es unverfänglich erscheint, ohne jedoch dabei den gehalt zu verramschen – eine gradwanderung, reinster hochleistungssport – selbst dann ist es wie ins leere zu lieben. schlimmer noch, denn letzteres würde lediglich simples und klares scheitern beinhalten. schreiben aber will gelingen und erfolg, in welcher form auch immer. auch öffentlichkeit, ganz ohne frage. doch das schweigen zu brechen bedeutet gewalt. ich weiß.
andererseits, realistisch betrachtet, was kann ich sonst tun?
(außer nach buddhistischen zentren in berlin suchen. auch eine art von nichts.)
nichts
17. Januar 2005 - 05:03tatenlos, seit stunden. kein ansatz, nicht einmal ein gedanke daran.
fast genau vier tage ist es her, 96 stunden. kein wort seitdem. U dürfte inzwischen nicht mehr in berlin sein, aber was weiß ich. nichts, wie immer. ich bin nichts. ist das die lehre, die es zu ziehen gilt?
silentium
16. Januar 2005 - 10:34keine konzentration heute, auf rein gar nichts. stundenlang glotze ich in bildschirme, tv und internet, obwohl da nicht gerade viel los ist. mechanisch erledige ich dieses und jenes zwischendurch, waschen, spülen, zeitunglesen. ohne daß irgend etwas davon einen sinn ergeben würde. keine ordnung, nur chaos. überall hier. auch innen ist nichts, oder aber ich sehe nicht hin. besser nicht, nach der invasion der letzten tage. ungelöst bis jetzt. bis wann? wieder einmal liegt alles bei mir, und der rest schweigt. dieses anschweigen, immer wieder. daß mir menschen einfach verschwinden, trotz aller bemühungen, anfragen und bitten. ich weiß einfach nicht warum. aber ich bin diese ewigen wiederholungen so satt.
morgen also arbeiten. was hilft es, zu warten. worauf auch immer.
falsches stichwort
16. Januar 2005 - 03:35eben im videotext: moshammermörder geständig, 25-jähriger iraker, habgier, hohe schulden. darunter die werbung: easy credit.
wip – die liebe
15. Januar 2005 - 06:48gerade vier tage ist es her, daß der text ‘abgeschlossen’ ist. ganz verschwunden war er, besonders in den letzten tagen, die von einer anderen art liebe in beschlag genommen waren. ab montag geht es schon an die anstehende überarbeitung, das ist mir gerade klar geworden. so mag die liebe, die mir in die wohnung gewirbelt ist und ein schlachtfeld hinterlassen hat, ihren einfluß haben auf die liebe im text. sowieso liegt da der einzige sinn, hier überhaupt nur ein wort darüber zu verlieren. jedes erleben, besonders solch intensiver art, findet sich im text wieder, irgendwann. nur deshalb bin ich hier, rudimentär und fragmentarisch, aber ohne rücksicht auf höchstpersönliche peinlichkeiten. anders geht es nicht.
MT-technik?
15. Januar 2005 - 06:40ich krieg nicht raus, warum nicht auf die, nunmehr angelegten, rubriken verlinkt wird, sondern immer nur auf die hauptseite. immerhin hab ich deren anzeige mit viel bastelei erwirken können, das ist ja auch schon mal was. trotzdem: kennt sich jemand aus mit movable type?
erklär mir liebe
15. Januar 2005 - 01:08was ich seit wochen zu vermeiden versucht habe, mit viel arbeit und disziplin, mit angestrengter konsequenz, ist völlig dahin.
bislang war es so, daß ich nur in den nächten daran gedacht habe. auf der suche nach einer lösung, nach einer trennung vielleicht, wo es ein zusammenkommen nicht gibt, seit einem jahr nicht. also offensichtlich nicht geben soll. es schien mir an der zeit. auch wenn ich keine lösung gefunden habe, noch nicht, sondern in theatralik und hilflosigkeit verharrt bin. in dieses nächten, wenn zwischen den versuchten formulierungen immer wieder der wunsch nach anwesenheit durchschimmerte, die hoffnung, daß es doch noch, irgendwie. vielleicht. leicht zu durchschauende illusionsspiele, hoffnungstrugbilder, keine frage. aber auch traurigkeit, daß wir nie zusammen ins kino, keine zeit mehr am meer, auch keine zärtlichkeit, gar nichts. denn das würde eine entscheidung zwangsläufig bedeuten. doch das wäre zu ertragen und zu bewältigen, das weiß ich. wenn die letzte flüchtige begegnung ohnehin schon monate zurückliegt, was steht da schon noch auf dem spiel. ich muß nur einen weg finden. trotz der erinnerung, die überall lauert, besonders in diesen letzten wochen.
das war gutes timing – oder schlechtes, wie immer man will – daß U ausgerechnet jetzt aufgetaucht ist. und daß sie auf diese art und weise hier aufgetaucht ist. ohne vorwarnung, mitten in meine akute verwirrung hinein. so ist jetzt alles wieder offen, aufgerissen, die ganze mühselig unterdrückte geschichte. jedes einzelne element regt sich wieder. genau wie im letzten jahr, nur schneller. ein monat in zwei stunden, kommen und gleich wieder gehen. und ich sitze da, bleibe übrig. ratlos und allein.
möglicherweise kann ich mich trennen von der illusion, das ist ein leichtes, vermutlich. nicht aber von dem menschen, der herkommt, nach über einem jahr, und damit offensichtlich eine frage stellt. ohne worte, ohne überhaupt eine antwort zu wollen, vielleicht. ich weiß es nicht. und was soll ich tun, wenn ich derart überwältigt bin, daß ich nach einer weile nicht einmal mehr reden kann.
U merkt es nicht, sie geht. es ist zu vermuten, daß sie glaubt, ich wolle nicht mehr mit ihr reden. damit hat sie ihre antwort, die nicht die meine ist. aber wer fragt danach. U will sich melden, am nächsten tag, sagt mein handy. aber sie tut es nicht. ich verstehe das. und ich hasse es. auch etwas, das ist wie immer. wie ich es nicht mehr will. und doch nicht ändern kann.
bleibt also die spur, die in die neuen stadt gesetzt ist. bislang konnte ich hier hergehen, ohne daß ich an U denken mußte, im alltag zumindest. weil sie hier noch nie war. jetzt denke ich daran, was sie gesagt hat, als wir gerade an der tankstelle vorbeigingen. ich denke an sie, wenn ich an dem bäcker vorbeikomme, wo sie sich ein brötchen gekauft hat. und wenn ein fahrrad da steht, wo sie ihres angekettet hatte, dann denke ich, daß es gleich an der tür klingelt.
das hab ich nun davon.
5 jahreszeiten
14. Januar 2005 - 08:40eigenartige musik beim friseur. hier ist doch berlin, oder? nicht vielleicht doch köln? klang wie karneval.
zum glück gings schnell.



