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archiv: Juni 2005


home, sweet home

30. Juni 2005 - 12:19

neukölln. ich bin offensichtlich härter im nehmen. noch. mir hat aber auch noch keiner ‘lesbe’ hinterhergeschrien. was sollte ich da dann auch sagen…?

30. Juni 2005 - 11:50

geträumt, daß ich wegziehe aus wtal, wieder einmal. im büro, ein letztes mal, suche ich nach meinem pc-platz, den ich aber nicht finden kann. wieso auch, ist ja alles schon so lange her. selbst die menschen erkenne ich, erkennen mich nicht mehr. in der alten wohnung unterm dach liegt die sache anders, ist es wesentlich anstrengender. ich habe nicht mehr viel zeit, und ich muß noch unmengen von schrott beseitigen, irgendwie wegschaffen. ganz allein. ich hatte keine ahnung, daß es noch soviel ist. ich beeile mich, ich strenge mich an. ich reiße die ganze hütte einfach auseinander, interessiert doch eh keinen mehr.
unter mir, hier in berlin, wird seit kurz nach acht wieder gebohrt und sonstwie gelärmt. ob es da einen zusammenhang gibt?

jetzt

30. Juni 2005 - 09:32

wip? – nun ja, ich gebs ja zu… aber heute war unterricht angesagt, und dann habe ich mit G per email lasurtechniken besprochen. morgen, morgen, nur nicht heute? ach was, ich mach mich nicht verrückt, jetzt noch nicht. nächste woche sind dann eh lasurtechniken in praxis angesagt. und laminat verlegen. (kann mir mal wer sagen, wie das geht? ;-)

oje

30. Juni 2005 - 09:16

gerade einen moment lang überlegt, ob wir nun 2002 oder 2003 haben.

nachtrag neukölln (sweet home, sweet)

30. Juni 2005 - 04:09

eine kurze szene
(ich auf meinem fahrrad, vor einer roten ampel. ein junge – türkisch, kurdisch, arabisch? – vielleicht 10 oder 11, auf seinem fahrrad, auf dem bürgersteig.)
er: gibst du mir ein euro?
ich: nee!
er: ich will kaugummi kaufen.
ich: (denke daran, daß wir früher allerhöchstens mal ein paar groschen gekriegt haben. ohne zu fragen, versteht sich. und ziehe achseln und augenbrauen hoch.)
er: hast du ein freund?
ich: (kopfschütteln)
er: hab ich aber gesehen, mit dem fahrrad.
ich: kann gar nicht sein.
er: doch. der hat mir die zwei euro gegeben.
ich: (fahre los, weil es grün wird. und lache. laut.)

offline!!!

29. Juni 2005 - 02:41

wip? – naja, derzeit noch deutlich im minusbereich, ich gebe es zu. aber der tag ist ja noch lange nicht zuende, und anderes liegt inzwischen schon erledigt vor mir, kaum daß er überhaupt gegonnen hat.
offline heißt das stichwort. offline! offline!! offline!!! anders geht es offensichtlich nicht. eine frage der konsequenz allerdings. ich bleibe gespannt und beobachte mich mit argusaugen.
argusaugen??? das wiederum erinnert mich an das arme kroko, hier. (himmel!!! offline!!!)

wip?

28. Juni 2005 - 08:23

ab morgen sollte, müßte ich mich wohl mal wieder ein wenig disziplinieren. es wäre nämlich mächtig an der zeit, wieder in den text zu gehen. (wip = work in progress. eine dumme erfindung seinerzeit, als ich plötzlich anfing, ein buch zu schreiben. aber nun heißt es einmal so, was soll ich tun…) zuviel gechatte in letzter zeit, zuviel geblogge, zuviel rumblödelei vor allem. zuviel anderes zeug auch, und das ist schließlich mehr als genug ablenkung. sortieren und seite für seite wegschaffen ist jetzt mal wieder angesagt.
na, da bin ich aber mal gespannt.

schafe, die bellen

27. Juni 2005 - 12:47

endlich wiedergefunden, ich bin aber auch zu blöd: paraplüsch, die psychiatrie für mißhandelte kuscheltiere.

roman eines schicksallosen (1)

27. Juni 2005 - 10:31

„… und ich versuchte, ihm zu erklären: es gehe nicht um Schuld, sondern darum, daß man etwas einsehen müsse, schlicht und einfach, allein dem Verstand zuliebe, des Anstands wegen, sozusagen.”
Imre Kertész, Roman eines Schicksallosen

kurz

27. Juni 2005 - 08:45

es ist nicht die feine art, beziehungen per sms zu beenden. logisch! aber beginnt man sie so? knüpft man an, wo auch immer, mit einer kurzen elektronischen mitteilung? einer frage? einer bitte? ich weiß nicht, ich versuchs einfach mal.

zwillingsflicken

27. Juni 2005 - 05:25

also, das zeug sieht noch genau so aus wie damals. und ich schaffe es immer noch nicht, zwei dicht beieinander liegende löcher mit einem einzigen flicken abzudecken, obwohl einer wirklich hätte reichen müssen, strategisch betrachtet. aber da man die löcher nicht mehr sieht, wenn der kleber erstmal angetrocknet ist… kommt eben sowas bei raus:
flick.jpg

platt

26. Juni 2005 - 12:15

berlin ist voller scherben, überall flattern fragmente herum, bruchstücke aus längst vergangenen zeiten. kreuzberg z. b. riecht mitunter wie vor zwanzig jahren, trotz allem. auch die sprache, die optik, die menschen. alles ist dementsprechend, für ein paar stunden vielleicht sogar. ich komme mir seltsam vor, aber auch seltsam vertraut. es ist die erste demo seit jahren, ungeplant, aber ich gehe mit. es gibt ja auch keinen anderen weg. zwei frauen sehe ich, von weitem nur, die ich aus essen zu kennen glaube. das ist auch zwanzig jahre her. älter geworden sind sie, denke ich. aber sie könnten es sein. auch sie sehen mich an, flüchtig, denken vielleicht gerade dasselbe. ich bin sicher nicht weniger alt geworden, selbst wenn ich es selbst kaum gemerkt habe.
manche scherben kriechen aber auch am boden herum, das ist gemein. diese z. b. beschäftigt mich heute:
scherbe.jpg

eigentlich kein wunder, es gibt viele scherben in berlin. überall, ganz unvermeidbar. irgendwann mußte es so kommen. ich versuche mich also zu erinnern, wie das geht. es ist über zwanzig jahre her, daß ich das letzte mal einen fahrradschlauch geflickt habe. möglicherweise sind es über 30 jahre, ich fürchte, ich habe damals noch bei meinen eltern gewohnt.
ich denke an meinen vater, der mir all das beigebracht hat. wie man das rad aushängt, wie man den mantel von der felge hebelt, wie man das loch sucht, das gummi anrauht, dann den flicken aufsetzt. alles ist ölig und wird dann auch noch naß gemacht. dann wieder getrocknet, weil es ja sonst nicht klebt. überhaupt heißt es nicht kleben, sondern gummieren, es ist eine andere art der verbindung. ich erinnere mich. der kleber, das gummi, dieser geruch.
mit knapp 12 habe ich mit vaters hilfe eine viergang-kettenschaltung an mein rotes damenrad gebaut. dazu gehörte es, eine neue nabe in die hinterradfelge einzuspeichen. selbst das hätte reibungslos geklappt, hätte der verkäufer uns nicht unter den vielen gekauften einzelspeichen vier um millimeter kürzere untergejubelt. in einem werkzeugkasten finde ich eben den speichenschlüssel von damals, lange nicht beachtet.
plattbike.jpg

wasser brauche ich diesmal nicht, der riß ist so groß, daß mir quasi ein lufthauch entgegenweht. ich steche auch keine nadel hinein, wie damals vom vater empfohlen. ich male das loch einfach mit einem bunten edding an. dann suche ich den mantel durch, so wie es mir beigebracht wurde. nicht, daß der geflickte schlauch, gerade erst eingebaut, sofort wieder hinüber ist. damals habe ich es geschafft, einen einzigen schlauch an die fünfmal zu flicken, bis ich es endlich begriffen hatte. heute stoße ich schnell auf die oben gezeigte scherbe, reiße mir daran den mittelfinger auf. wieder was gelernt.
wenn ich jetzt noch flickzeug hätte, wäre alles schnell erledigt. habe ich aber nicht. habe ich weggeworfen, kurz vor dem umzug, weil es über zwanzig jahre alt war. sicher keine fehlentscheidung, die klebertube war hohl und leer, obwohl ich sie nie geöffnet hatte. (gerade erst fällt mir wieder ein, daß man den kleber trocknen lassen mußte. ganz und gar trocken muß er sein, dann erst pappt man den flicken darauf. das war schwer zu begreifen, als kind. das warten.)
flickt man schläuche heutzutage überhaupt noch? kauft man nicht gleich neue, der einfachheit halber? oder pumpt man dieses klebezeug rein, wie beim motorrad?
p.s. sagte ich, daß ich des platten reifens wegen gestern nach nach hause laufen durfte, das fahrrad quasi unterm arm? nein? die blasen an meinen füßen zeugen davon.
p.p.s. während all dem wird in klagenfurt eine art architekturtext zum sieger ausgelost, der ohne jegliche psychologie funktioniert. na, immerhin funktioniert. und frau radisch hat gestern mal so nebenbei erwähnt, daß sie sich die leute, die sie einladen will, gezielt auffordert, sozusagen animiert. während es offiziell heißt, man könne sich bewerben.
nachtrag: morgen geh ich flickzeug besorgen! egal, was inzwischen mode sein mag. es wird doch wohl noch fahrradflickzeug geben.

die deutsche post mit format

26. Juni 2005 - 09:11

postgliederung standardbrief.jpg

alles klar? (ob damit allerdings sichergestellt ist, daß die standardbriefsendung ihren adressaten auch tatsächlich erreicht?)