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archiv: August 2005


papa

22. August 2005 - 01:50

und vom bayerischen papst hab ich gar überhaupt nix gesehen. außer hier und da ein bild in der zeitung, und das, obwohl ich doch ein bekennender tv-junkie bin. das beruhigt mich irgendwie, in jeglicher hinsicht.
nachtrag 1: inzwischen doch noch ein bißchen papst erwischt. die sprechchöre und das rhythmische klatschen, wie auf dem fußballplatz. das würde mir aber zu denken geben, so als papst, meine ich. das klingt doch schwer nach sekte.
nachtrag 2: irgendwo habe ich gehört, daß es ein bravo-papst-poster gäbe. stimmt das? oder ist es gar ein starschnitt?
nachtrag 3: stimmt!!! aber kein starschnitt, soweit ich sehe.

wip – halbzeit

22. August 2005 - 01:19

ein bißchen mehr als die hälfte sogar. gestern bis nacht bis um drei noch die angesetzte szene durchgegangen, mit papier und bleistift im bett. heute dann, nach wirklich schwerer aufstehphase, das ganze eingetippt und dabei auf klang und fluß feingeschliffen.
so weit – so gut, und damit weiter im text.

jubiläum

21. August 2005 - 08:54

heute vor einem jahr nach berlin gekommen. bislang nicht bereut.

wip – verkürzt

21. August 2005 - 08:34

es geht auf die hälfte zu, genau genommen habe ich sie eben überschritten. ich muß die szene aber nochmal im ganzen durchgehen, besser ist besser. zu lang und zu wichtig, um das schleifen zu lassen. obwohl ich zusammengenommen bestimmt eine halbe seite gestrichen habe. vielleicht gerade deshalb.
diese überarbeitung, seite für seite, ist einerseits leicht, nahezu simpel, weil es immer einfach geradeaus weitergeht. andererseits ist es aber auch mühevoll, vielleicht aus denselben gründen. beinah albern komme ich mir vor, hier darüber zu berichten. den arbeitsfortschritt in seiten zu zählen. das ist im grunde absurd und darüber hinaus vermutlich langweilig. aber so ist es eben in diesem stadium der arbeit. wenig brennt, alles ist routine. so kommt es mir heute zumindest vor.
aber nein, das stimmt nicht. das darf nicht stimmen. wenn es nicht brennt, dann ist es kein text. auch deshalb kann die heutige szene so noch nicht bleiben. das ist das kriterium. jeder durchgang muß brennen, muß leben, zumindest einen augenblick lang.

if we only find each other

21. August 2005 - 06:15

wanderlove (jaja, ich weiß. müßte man jetzt eigentlich reinhören können. aber wo?)

moin ;-)

21. August 2005 - 03:03

die nächte werden auch immer länger. was nicht nur am jahreszeitlich bedingten abstieg liegt.

leicht

20. August 2005 - 12:03

jede nacht denke ich an U, unvermittelt und planlos, ohne daß ich es mir vornehmen würde. weit weg ist sie. eben habe ich nachgesehen, fünf stunden voraus. ich denke also in ihre nacht hinein, in ihren morgen vielleicht, in ihre frühen träume. wie von selbst.

immer noch

20. August 2005 - 01:32

und noch und noch und noch ein wenig weiterarbeiten. hier ein bißchen und da ein bißchen. die feinarbeit mache ich im grunde am liebsten, aber das zieht sich. manchmal bis spät in die nacht. so muß es sein.

pensum

20. August 2005 - 01:08

nachtarbeit hat so ihre tücken. erst nach drei ins bett zu kommen und dann, wenn irgend möglich, zu einer einigermaßen akzeptablen zeit wieder auf den beinen zu sein, um den neuen tag, das neue pensum zu schaffen, ist nicht gerade eine leichte übung. heute hat es funktioniert, ausnahmsweise. das brett in der küche ist angeschraubt, der gesamte abwasch (weia, die ganze woche hat sich da versammelt!) gemacht, kaffee und die zeitung, dann (wieder!) ein (letztes?) bißchen an den pages gebastelt. gleich noch die vorbereitungen für die party, der dekoauftrag. da hab ich gerade mal keine große lust drauf, aber was solls. die erste party muß ich dazu sagen. heute ist ein tag mit zwei partys. ein wahnsinn.

fiktion

19. August 2005 - 12:04

manche dinge sollten besser nicht geschrieben sein, schon gar nicht öffentlich. nicht gesagt und auch nicht gefühlt, besser ist besser.
dennoch: es ändert nichts. hinter der wut wartet verachtung. eine verachtung, die nicht besonders real ist. und ich warte und warte. daß man mich nicht mehr als mensch sieht, endlich, daß ich sein kann, wie ich gedacht bin, immer schon und immer wieder. so, wie ich es kenne. wirf mich weg und tritt mich fest. weiter ist nichts mehr. heute.

alles rächt sich

19. August 2005 - 11:48

und nach der wut folgt der schmerz, der griff in den nacken. zwangsläufig.
(Familien sind Greifvögel, …, Susanne Riedel, Kains Töchter)

optimum

19. August 2005 - 10:20

für einen derart beschissenen tag habe ich dennoch – glücklicherweise – ein nahezu hervorragendes maß an produktivität zu vermelden. in den text zurückgefunden, ohne weitere probleme. das brett für die küche endlich mal fertig gemacht, das steht schon seit wochen da in der ecke. muß jetzt nur noch angebracht werde. morgen, denke ich. bis gerade dann noch kurzentschlossen minuszero optimiert. da stand doch noch mehr an, als ich eigentlich gedacht hatte. aber auch das ist jetzt erledigt.
der kopf allerdings brummt die ganze zeit dumpf vor sich hin. das pfeifen im ohr dagegen ist verstummt, schon lange. wut ist eine unsinnige energie, mit lächerlichen auswirkungen. das wars, für heute, im großen und ganzen.

am anfang war musik

19. August 2005 - 03:58

georg schreibt mir ina deter in die kommentare. das muß ich nicht nachhören, das kenne ich. ich war ein treuer fan, damals, habe so ziemlich alle platten. ina deter ist meine erste konzerterfahrung, aber cds dann doch keine mehr gekauft. (gibt es cds von ihr?) man wächst ja doch noch ein wenig mit der zeit, auch wenn man eigentlich schon groß ist.
hier taucht dann bettina wegner auf, noch dazu mit einem schinken, der mir tatsächlich einmal etwas bedeutet hat. das ist fast dreißg jahre her, das will ich mir nicht einmal mehr anhören. obwohl ich auch dazu nur eine platte auflegen müßte. das ist kitsch, ich erinnere es genau. obwohl es natürlich gut ist, andererseits. und wahr vielleicht.
im grunde bin ich dennoch froh, das hinter mir zu haben. nicht mehr so zu sein, wie mit vierzehn, fünfzehn, sechzehn. (ina deter macht ja auch inzwischen etwas ganz anderes, wie ich feststellen mußte.)