wip – ja
17. September 2005 - 11:45zwei szenen, fünf seiten.
dafür, daß ich erst eben, gegen zehn, überhaupt angefangen habe, ist das eigentlich nicht zu verachten.
zwei szenen, fünf seiten.
dafür, daß ich erst eben, gegen zehn, überhaupt angefangen habe, ist das eigentlich nicht zu verachten.
den tag vertan. zumindest ist da das gefühl, die ganze zeit nur behördenmist verzapft zu haben. unsinniges zeug, das zwar erledigt werden muß, aber sonst… kleinkariertes getue. es stiehlt nur den sinn, es sprengt das gemüt. ich würge daran, die ganze woche schon. das hirn drückt, immer noch, obwohl dienstag der migränetag war. der kiefer schmerzt vom beißen, nachts vermutlich. (das rettet die zähne auch nicht, im gegenteil.)
spät, es ist fast schon zehn, zwinge ich mich in den text. ich weiß, daß es keine großartige szene ist, in sich geschlossen, einer der einschübe also. das muß doch gehen, irgendwie.
geht auch. fahrig und unkonzentriert, gerät mir zunächst einiges schief und krumm. ich glotze, aber sehe nicht. es dauert und dauert, für die schlichtheit der szene viel zu lang, denn eigentlich steht sie, sicher und fest. nur das ende vielleicht, alles andere braucht nur ein wenig sprachlichen schliff.
über zwei stunden für die vier seiten. jetzt ist es gut, zwei drittel sind geschafft. keine 60 seiten mehr, die vor mir liegen. ich habe sogar eben noch ein wenig vorschau betrieben, die nächsten dreivier szenen gesichtet, die allesamt recht kurz sind. das kann auch täuschen, ich weiß.
trotzdem geht es jetzt besser. bis auf den biß, das ist übel. das wird keine gute nacht, vermutlich.

(politikerskat im tagesspiegel)
schade eigentlich… und dann noch diese olle sonnenblume!
ein neuer tag, der immer noch derselbe ist – und ich könnte kotzen! so sieht es aus! ekelhaft!
ich komme nicht an den text, es gibt einfach keine zeit. das ist das schlimmste. schlimmer als die zahnschmerzen, die nur ein dumpfer druck sind. mehr lebt da sowieso nicht mehr.
ein scheißtag, in bürokratie ertrunken. und noch nicht fertig. kein wort am text, verdammt.
hoppla! die texterin in mir stolpert gleich über den ersten satz. da fehlt ein komma. oder ein punkt, je nach dem, aber irgendetwas fehlt, meiner meinung nach. definitiv. oder? im zweiten absatz dann ein trennungszeichen, mitten im wort. korrekt gesetzt, aber leider auch mittig im text und nicht etwa am rechten rand. (am rechten rand? wie doppeldeutig. ;-) das ist kein schöner anblick.
unwichtig, mag man meinen. stimmt ja auch, irgendwie. es ist sicherlich in höllischer eile zusammengeschustert, das ganze programm, am 27. august erst beschlossen, wie gleich außen auf dem cover heißt. na, dann will ich mal nicht so sein. obwohl…
„Für eine neue soziale Idee.”
über neu oder nicht neu will ich an dieser stelle mal nicht streiten. oder doch? das ganze scheint mir eher eine versammlung schöner z. t. utopischer ideen zu sein, die ich einzeln allesamt gerne unterschreiben will. umweltschutz, ökologie, demokratie, frieden natürlich, abschaffung der wehrpflicht z. b. und der umverteilungsgedanke. irgendetwas daran macht dennoch reichlich ratlos.
„Eine alternative Politik ist nicht nur überfällig. Sie ist möglich!”
wir werden ja sehen, soviel steht fest.
quelle (Wahlprogramm zu den Bundestagswahlen 2005; Für eine neue soziale Idee.)
„Eines für alle: …” ?
den titel hatte ich, bis ich ihn für die quellenangabe nachlesen mußte, glatt übersehen. schon eigenartig, was soll das denn heißen? das ist tatsächlich ähnlich schwammig und nichtssagend wie die SPD-parole, oder wie immer man das nennen soll. ob das die regierungsverantwortung macht? oder kann mir das vielleicht mal jemand schlüssig interpretieren!?
quelle (Eines für alle: Das Grüne Wahlprogramm 2005)

ist übrigens längst erledigt, die sache. ;-)
zitieren fällt mir beim GRÜNen wahlprogramm äußerst schwer, immerhin handelt es sich um ein recht umfangreiches werk. darüber hinaus sind auf den 120 seiten wahrlich keine schlagworte und parolen versammelt, wie anderorts durchaus üblich. eines machen sie jedoch alle, ohne ausnahme, auch die GRÜNen. die schelte auf den politischen gegner gehört wohl zu guten wahlkampfton, ist jedoch etwas, was mich zutiefst befremdet. zumindest wenn ich es in programmatischer form auch noch lesen muß.
eine partei jedoch, die in all dem derzeitigen gerede um arbeit, wachstum und globalisierungskonsequenzen dennoch nicht vergißt, von der offenen, demokratischen gesellschaft zu sprechen und bürgerrechte und mitgestaltung ebenfalls nicht vernachlässigt – die hat trotz allem etwas zu bieten. denke ich.
quelle (Eines für alle: Das Grüne Wahlprogramm 2005)
gestern migräne, irgendwie zumindest, wenn ich auch nicht völlig lahmgelegt war. im gegenteil, früh morgens schon amtsgeschäfte erledigt, nicht einmal unbefriedigend, muß ich sagen. dann noch ein paar telefonate und sogar eine verabredung nicht nur einigermaßen souverän absolviert, sondern sogar genossen. schließlich endlich die blogsoftware aktualisiert, bzw. natürlich aktualisieren lassen. danke an robert für die beiden (?) nachtschichten.
und nun muß ich mich hier erstmal mal umsehen, ist alles so schön bunt hier.
eben im alten studienbuch gewühlt, dabei zufällig auf die letzte wtaler adresse geschaut und tatsächlich zu ersten mal ganz spontan gedacht: stimmt ja gar nicht!
ein paar tage gewusel durch anträge und sonstige formulierungen, frei schwebend und dennoch möglichst bürokratisch. das macht müde, frißt über die maßen energie. und nie wird man fertig. nur fix und.
seit gestern stinkt es, unverkennbar. was ich zunächst für eine fahrlässigkeit der hiesigen bauerbeiter gehalten habe – vielleicht gas- oder schweißgeruch, schutzgas oder wie das heißt, unangenehm auf jeden fall – sind tatsächlich 150000 kubikmeter brennender plastikmüll in bernau. und das soll jetzt noch ein paar tage, wenn nicht wochen so weitergehen. lecker!