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archiv: November 2006


talk to me

30. November 2006 - 09:17

heute morgen, nach knapp vier stunden schlaf, von einem anruf geweckt worden. das handy klingelt bei mir wirklich selten. die nummer zeigt einen unbekannten teilnehmer aus spanien an, es meldet sich aber niemand. das ist ärgerlich.
seltsam, wie so etwas, das vielleicht ein zufall, ein irrtum ist, den ganzen tag beherrschen kann. immer wieder rätsel ich daran herum. möglicherweise weil es in den halbschlaf, in die ganz persönliche morgendämmerung fiel. außerdem kenne ich ja durchaus wen in spanien.
macht einfach müde, sowas.

totes land (11)

30. November 2006 - 07:57

back to the story. grundstruktur und gewebe werden langsam fester. sehr langsam, aber immerhin. fast schon tragfähig. und während die eine geschichte sich ihren konkreten weg bahnt, macht sich bereits eine andere idee bemerkbar. bislang kaum mehr als eine stimmung, eine gegend, wie eine fotografie. noch stumm und regungslos. das wäre was, denke ich, wenn das was würde. aber eines nach dem anderen.

beyond the void

29. November 2006 - 12:56

„Älter als 35 werden ist nichts für Feiglinge.”
ms. kathleens urgroßmama

dafür allein lohnt sich doch das bloglesen.

totes land (10)

28. November 2006 - 11:17

immer noch beim thema waffenwahl. es ist nicht so, daß unklar wäre, ob es eine schußwaffe oder irgendetwas anderes sein soll. das weiß meine hauptfigur durchaus. zwar jetzt noch nicht, aber ich weiß, daß sie es bald wissen wird. nur, warum ist noch nicht geklärt. schließlich macht es einen gewaltigen unterschied, ob sie sich ein solches gerät absichtlich und gezielt besorgt, oder ob das instrument ihr zufällig in den schoß fällt. wobei das ja immer so eine sache ist mit dem zufall in der storyplanung. gar nicht so einfach.
ganz am rande, und wegen luckys bemerkung, fällt mir meine persönliche waffengeschichte wieder ein. kaum zu glauben, daß ich eine solche habe. als stadtkind, meine ich. ist allerdings auch nicht weltbewegen, die sache.
mein opa, der bergmann im ruhrpott, hatte natürlich tauben. und wer tauben im schlag hat, hat auch einen haß auf wildtauben. und deshalb vorsorglich ein paar luftgewehre im schuppen. ich fand die dinger immer klasse, obwohl – oder vielleicht gerade weil – ich sie nicht einmal anfassen durfte. ich habe das natürlich trotzdem immer wieder gemacht, hab ihr gewicht gespürt und sie auf dieselbe art geknickt, wie auch mein opa das gemacht hat. mehr hab ich mich nicht getraut, immerhin hab ich auch meinen opa nie schießen sehen. ich habe mir zwar zeigen lassen, wie die munition aussieht. kleine, wie trapeze geformte metallteilchen. auch sehr schön, diese dinger. aber weiter habe ich mich nicht getraut.
insgesamt betrachtet natürlich alles sehr vernünftig. mein opa hat mir sogar ein holzschwert gebaut, als ersatz, und liebevoll zwei holzgewehre aus einem brett ausgesägt. mit einem loch drin für den zeigefinger und einem riemen dran zum schultern. auch die habe ich geliebt, zumindest solange ich bei ihm zu besuch war.
bei mir zuhause hatte ich die üblichen waffen aus der spielwarenabteilung. solche, wo man knaller reintun konnte. entweder sechs- oder zehn- oder zwölfschußringe aus plastik, die recht zuverlässig schossen. oder wabbelige papierspiralen mit sehr viel mehr schuß, die aber häufig nicht funktionierten. das war zwar wesentlich billiger, aber es sah irgendwie blöd aus, wenn die verschossene papierrolle oben aus der waffe wie aus einer registrierkasse herauskam. (gibt es sowas eigentlich noch? ich war schon lange in keinem spielwarenladen mehr. vielleicht sind kinderleben ja inzwischen völlig gewaltfrei. ;-)
als mein opa starb dachte ich, daß ich gerne die beiden gewehre haben würde. wer denn sonst? natürlich war mir auch klar, daß das nicht möglich sein würde. deshalb habe ich gar nicht erst gefragt. damals war ich gerade erst fünfzehn. so sind die waffen meines opas verschwunden, irgendwann, als meine oma aus dem halben zechenhaus mit garten in eine etagenwohnung umzog. ich habe keine ahnung, wohin.
(dafür hat, nach etlichen jahren, auf vermutlich verschlungenen verwandtschaftlichen umwegen, tatsächlich die bohrmaschine meines opas zu mir gefunden. ein schweres, inzwischen über dreißig jahre altes gerät, für das er selbst den holzkoffer konstruiert hat. das ist doch auch was.)

jenseits von schuld und sühne

28. November 2006 - 10:28

„Opfer sein allein ist noch nicht Ehre.”
Jean Améry, Jenseits von Schuld und Sühne, aus dem Vorwort zu Neuausgabe 1977

totes land (9)

27. November 2006 - 11:45

in sachen schußwaffen lerne ich, daß es mit klarem, ruhigen gemüt kein besonders großes problem ist, legal in den besitz einer solchen zu kommen. jäger- und schützenvereine bilden da nur die offensichtlichsten möglichkeiten. sammler sein kann man vermutlich auch ganz allein, ohne den schutz oder druck einer gruppe. das ist vielleicht die bessere wahl. aber wo lernt man dann den umgang mit dem ding?
der erwerb von gas- und schreckschußpistolen sowie luftgewehren ist ab achtzehn erlaubt. die dinger kann man auch im internet kaufen, man muß nur irgendwie eine kopie des personalausweises übermitteln. wegen der altersbeschränkung eben. auf der straße mit sich führen darf man solche waffen dann aber nicht. oder nur mit einem kleinen waffenschein, der vermutlich nicht allzu schwer zu erlangen ist. warum auch immer man so etwas mit sich führen möchte. ansonsten darf man nur auf dem eigenen grundstück damit herumfuchteln soviel man will. auch schießen, so wie ich das verstanden habe.
softguns hingegen gelten als sportgerät, vielleicht sogar als spielzeug. keine ahnung, gibt es die in der spielwarenabteilung? ab vierzehn? ab neun? ab drei?
ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. ich hatte als kind colts und schwere metallknarren, die richtig schön knallen und dampfen konnte. und ich habe sie geliebt, mehr als so manchen anderen spielkram. mit farbpatronen herumzuballern hätte ich vermutlich – für eine weile zumindest – geliebt.

27. November 2006 - 03:04

manchmal, recht selten eigentlich, steht da unten plötzlich eine ganz andere uhrzeit, als innerlich angenommen.

programmhinweis

26. November 2006 - 03:51

auf gehts, in die sonntagsshow. da sind immerhin sensationen versprochen.

totes land (8)

25. November 2006 - 10:33

abwarten, die story sich selbst überlassen. irgendetwas fehlt, ich weiß nicht was. so geht das den ganzen tag. dann fällt es mir wieder ein. plötzlich sitze ich da und recherchiere über schußwaffen. und werde tatsächlich fündig: hübsch, besonders die ppk.
gewisse fragen bleiben natürlich. nicht alles läßt sich googlen.

drehen an der übersetzerschraube

25. November 2006 - 08:00

facility manager = klofrau (z. b.)

spuren geistiger arbeit

25. November 2006 - 04:17

geistesdreck.jpg

strategien der arbeitsvermeidung sind vielfältig. oftmals wird fensterputzen oder onlinespielen, ja sogar bloggen als größtes aller übel dargestellt. seit heute gehört für mich das herstellen von buchstabensalat infolge einer grundlegenden tastaturdemontage an die allererste stelle. auch wenn es dringend nötig war.
wenn auch nur, um festzustellen, daß nach ca. drei jahren, etwa 1 1/2 manuskripten und all dem anderen kram schlicht und einfach eine neue fällig ist. dabei liebe ich diese nach und nach blankgeschrubbten buchstabenoberflächen. das e und das i, vor allem. aber auch a, d, s, c und b. natürlich die leertaste, unten rechts. von mir als freestiltippse wohl immer mit dem rechten daumen bedient.

25. November 2006 - 01:54

eben wollte die friseuse mit mir über afghanistan reden, während ich meinem strähnigen naßhaargegenüber im spiegel aus dem weg zu blicken versuchte. ich bin grundsätzlich gegen radioberieselung, besonders in frisiersalons zu voller stunde. hab ich aber nicht gesagt. sondern mich zu ein paar plattheiten zum thema krieg hinreißen lassen.

24. November 2006 - 10:52

umbauarbeiten im heimischen rechnerwesen und andere zu erledigenden dinge behindern den hiesigen blogfluß ein wenig. weiter nix.