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archiv: Dezember 2006

weihnachtsmüll

24. Dezember 2006 - 02:31

prima weihnachten bis jetzt. der hausmeister motzt, weil ich müll runtertrage. er ist in sorge, eben weil weihnachten ist und da bekanntermaßen massenhaft müll anfällt. ich verstehe das, eben drum bringe ich meinen ja vorsorglich vorher runter. der hausmeister möchte aber, daß ich ihn vorübergehend in meinem keller deponiere. also den müll, nicht den hausmeister. ich bin eher nicht geneigt, diesem ansinnen folge zu leisten. zumal ich meinen keller derzeit kaum betreten kann, weil jemand davor seinen sperrmüll säuberlich aufgeschichtet hat. das melde ich dem hausmeister, der darüber nicht sehr erfreut ist. auch nicht darüber, daß ich anfange, meinen müll in die durchaus noch halbleeren tonnen zu schichten. ordentlich, so wie es der hausmeister verlangt. damit mehr reinpaßt. ich verstehe das, so hat mein opa das auch immer gemacht. er hat sogar die glasflaschen, die man damals noch hemmungslos in dem müll warf, mit dem hammer zerschlagen, damit sie nicht unnötig platz wegnahmen. dabei war seine tonne damals kaum jemals mehr als zu einem drittel gefüllt.
die leute sind ignorant, sagt der hausmeister. es ist ihnen völlig egal.
mülltrennung interessiert den mann wenig, aber die tüten müssen ausgeschüttet werden oder zumindest aufgerissen. sonst reicht der platz nicht. das wollen aber die leute nicht verstehen. ich erkläre ihm dreimal, daß ich das durchaus verstanden habe und auch immer so mache. außerdem lege ich ihm meine müllfrequenz dar. etwa alle zehn tage eine kleine tüte normalen hausmüll, zirka alle zwei wochen verpackungen, alle sechs bis acht wochen papier. mehr ist da nicht. und daß heute weihnachten ist, ja, dafür kann ich doch nichts. von mir kommt auf keinen fall was nach, kein baum und kein papier. nix.
die leute haben zuviel, sagt der hausmeister, während er mit einem spaten in eine der tonnen hackt. immer noch, viel zuviel.
ich wünsche ihm frohe feiertage, obwohl ich nicht sicher bin, ab das angemessen ist. er ist türke, aber man weiß ja nie. bäume und geschenke sind ja vermutlich neutral zu bewerten.

keine berliner

24. Dezember 2006 - 01:41

in der zeitung, die ich nach wie vor in der papierversion lese, obwohl sie doch fast vollständig online zur verfügung steht, aber das nur am rande. in dieser zeitung also lese ich eben, daß es eine alljährliche weihnachtliche berlinflucht gibt. nicht hier bei mir natürlich, neukölln ist nach wie vor nicht entvölkert. ganz im gegenteil. aber die kastanienallee zum beispiel soll quasi verwaist sein, sogar die angesagtesten läden schließen für ein paar tage. ich bin fassungslos.
aber macht ja nix, ist ja nicht schlimm. das geht vorbei, das gibt sich mit zunehmendem alter. einstweilen wünsche ich eine gute reise nach hause. ich selbst bleibe natürlich, denn isch bin ain birliner.

23. Dezember 2006 - 07:40

schwertgewächs.jpg

23. Dezember 2006 - 02:44

wo, wenn nicht hier, könnte raum sein für ein wenig pathos. aber das gibt sich auch wieder mit der zeit. muß ja, im nächsten jahr schon, vielleicht. versprochen.

müde krieger

23. Dezember 2006 - 01:39

was ich nicht sehen kann und was ich nicht weiß, kann ich nicht bekämpfen, also auch nicht besiegen. wenn ich mich abseits halte, im dunkeln, da, wo kaum noch leben ist, verzichte ich somit auf krieg und sieg in gleichem maße. andererseits sollte man mich auch nicht unterschätzen. wahrnehmung und wissen sind seit jeher die schärfsten klingen der krieger. doch die besten von uns wissen auch ohne zu sehen.

wunschlos

22. Dezember 2006 - 12:47

nachts denke ich auch an glück, zum beispiel. aber nur manchmal, eigentlich selten. ich wünschte… aber nein, das ist jetzt nicht die zeit.

Oscar Wilde

22. Dezember 2006 - 10:15

„Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers.”

schön, daß es für alles irgendwo den passenden spruch gibt, an den man sich halten kann.

der heißwasserübeltäter, 20 ampere statt 25

22. Dezember 2006 - 09:51

sicherung.jpg

das teil wurde mir von einem sehr netten elektriker, der die ganze zeit lebhaft mit sich selbst die vor ort vorgefundene sachlage ausdiskutierte, zur entsorgung überlassen. also, dachte ich mir, ab ins blog damit.

weihnachtsvorbereitungen

22. Dezember 2006 - 09:09

aktuell mit der herstellung von ausreichend bügelwäsche beschäftigt. (meine oma hätte waschtag dazu gesagt.)

blut

22. Dezember 2006 - 01:25

kleiner schreck zur morgenstunde, heute gab es weihnachtspost, tatsächlich. gerechnet habe ich damit nicht, vor allem weil es ja auch keine geburtstagspost gab in diesem jahr. und es ist wie es immer ist: zuerst der schreck, diese plötzliche nähe. fast eine invasion. das ist und bleibt unangenehm. dann interpretationen, unsicherheiten, fragen. wie sind die erwartungen an mich? was soll das noch, nach all der zeit? antworten dagegen stehen nicht auf dem plan. (nicht, daß ich welche bräuchte, weder antworten noch fragen, im grunde.)
ein bißchen tut es mir auch leid, das gebe ich zu. für den bruchteil eines augenblicks vielleicht. aber es gibt keinen weg, nicht vor und nicht zurück. es ist alles seinerzeit schon verbraucht worden, bis auf den letzten tropfen. so sieht es aus, von meiner seite.

21. Dezember 2006 - 12:59

diese 50:50-chance besteht offensichtlich noch, habe ich gerade erfahren. wer hätte das gedacht? ich nicht. ich dachte eher, man hätte nur vergessen abzusagen.

21. Dezember 2006 - 12:42

entgegen der fiktiven variante nun doch schon heute an die steuer und nicht über weihnachten. ist gar nicht schlimm, diesmal, war ja auch ein katastrophales geschäftsjahr 2005. also recht übersichtlich in finanzieller hinsicht. so hat alles immer auch sein gutes. (ich soll nicht immer so negativ sein, hat mir eben wer gesagt. sinngemäß zumindest.)
bügeln muß ich übrigens auch schon bald. noch vor weihnachten, fürchte ich.

21. Dezember 2006 - 01:31

vorwiegend nachts zu leben, leben zu wollen. das ist weltvermeidung. aber immerhin ist es leben. und wollen dazu, was will man mehr.