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archiv: Dezember 2006


witzlos

21. Dezember 2006 - 01:25

seit damals in dieser neunbausiedlung, sozialer wohnungsbau, bin ich in gegenwart von menschen irgendwie verwachsen. ich bin und bleibe mir fremd, wenn ich nicht allein bin. noch heute drehe ich mitunter auf, treibe die stimmung unter scherzen voran. tempo ist nicht mein problem, solange es um geistige geschwindigkeit geht. witzige verdrehungen und absurde haken und ösen sind nicht nur ein stilelement. (schreiben kann ich das nicht, nein. leider. nur leben.)
doch das ist kontraproduktiv, wenn ein übergang ansteht. irgendwann vielleicht. dann hilft so schnell nichts mehr.

wasserspiele

20. Dezember 2006 - 11:26

meine oma hat aus alten, zerschlissenen handtüchern immer waschlappen gemacht.
handtücher gehen zuerst in der mitte kaputt, ich weiß nicht, ob das überhaupt noch bekannt ist. wenn man sie sehr, sehr lange benutzt, ist das so. das material wird dünner und dünner, in der mitte natürlich, und da tauchen auch die ersten löcher tauchen auf. dann sind aber die ränder meistens noch prima erhalten. stoff für ausreichend waschlappen, ich hatte immer mehrere zur verfügung. als kind.
in der derzeitigen lage wäre es prima, wenn ich wenigstens einen davon behalten hätte.
die handtücher, die noch nicht ganz zerschlissen sind, also keine löcher haben, werden übrigens vor dem waschbecken auf den boden gelegt, wenn man sich daran wäscht. dann wird der boden nicht so naß. hab ich auch von meiner oma gelernt, hatte ich aber wieder vergessen. und keine sorge vor überschwemmungen. der inhalt eines wasserkochers, mit einer gewissen menge eiskaltwasser direkt aus dem hahn aufgefüllt, reicht keinesfalls für eine solche.

throwing bones

20. Dezember 2006 - 01:22

das finale: weihnachten, teil sechs.

20. Dezember 2006 - 01:20

bei einem bewerbungsgespräch, ist schon eine ganze weile her, ein anderes leben sozusagen, hat die frau, die mir diesbezüglich gegenüber saß, immer von ‘superversion’ gesprochen, die es natürlich auch gäbe im zuge der einarbeitung. (‘mama mona’ bringt mich grad drauf.) ich habe das seinerzeit natürlich ignoriert, ging ja nicht anders. in der situation. obwohl ich das lachen kaum noch zu unterdrücken vermochte, bei der zu allem überfluß auch noch ständig wiederholten anwendung der eigentümlichen vokabel.
später haben ein paar recherchen und eine gezielte nachfrage ergeben, daß es ohnehin keine gute idee gewesen wäre, dort mitarbeiten zu wollen. vertraglicher unsinn und schrecklicher leumund, trotz superversion. hätte ich also ruhig losprusten können.

19. Dezember 2006 - 08:47

nichts neues in sachen heißes wasser. (warum auch? ist doch nur kurz vor weihnachten.)

hermeneutik

19. Dezember 2006 - 03:14

ich schieße der eule ins auge. vom bett aus. und treffe sogar.

zwischen den jahren

19. Dezember 2006 - 02:43

welch schreckliche bezeichnung für diese schreckliche zeit, in der es kein vor und kein zurück gibt. ‘zwischen den jahren’, das klingt, als gäbe es diese zeit gar nicht. als wäre das alles nur illusion. die hektik, der singsang und das ewige familienspiel, zu guter letzt.
diesmal scheint es besonders schlimm, an entrinnen ist nicht zu denken. selbst wenn ich mit all dem nichts zu tun habe, schon so lange nicht mehr. es bleibt sich doch gleich, alles wie immer. es gibt kein entkommen, zwischen den jahren. diese grausame zeit. vergangenheit ist gegenwartig. und verkommt zur illusion, mehr und mehr. das will ertragen werden, das immer gleiche.
ich überlege ernsthaft, ab donnerstag abend, spätestens, in irgendeinen permabetäubten zustand überzugehen. vielleicht dauersaufen oder so. oder mammutschreiben. aber das ist unsinn, alles.

totes land (15)

18. Dezember 2006 - 12:37

vier, fünf seiten weitergearbeitet. nicht zufrieden, nicht konzentriert. keine ahnung. die richtung stimmt, denke ich. ich wüßte es aber lieber. komisches arbeitgefühl. sehr eigenartig und unangenehm. ich weiß nicht, was im weg steht. abwarten.

18. Dezember 2006 - 09:38

nach zwei tagen ohne heißes wasser komme ich mir ein wenig vor wie meine oma. die hat mir das wasser immer im kessel warm gemacht, auf dem kohleherd in der küche. sie selbst wusch sich natürlich kalt, direkt aus dem hahn am waschbecken. eine dusche gab es nicht, nur eine wanne, später. die war ebenfalls ausschließlich mit kaltem wasser ausgestattet. zum befüllen der wanne gab es einen riesigen kessel, der wohl zuvor zum wäschewaschen benutzt wurde. (oder sagt man wäschekochen? eine waschmaschine gab es aber inzwischen.) das dauerte stunden, und am ende saß man doch nur mit dem arsch in einer lauwarmen pfütze.
ein waschlappen wäre hilfreich, dachte ich gestern. und ein etwas breiteres bad, damit ich alte frau auch die füße noch ins becken kriege. (stimmt gar nicht, ich war gestern bei benachbarten freunden duschen.) aber es wäre schon nett gewesen, wenn die hausverwaltung mir mitgeteilt hätte, daß sich die servicenummer geändert hat. dann hätte ich nicht einen solchen schreck bekommen, als mir diese mechanische frauenstimme erklärte, daß der anschluß vorübergehend nicht besetzt sei. jetzt zähle ich also die tage. bin mal gespannt, ob sie es bis sonntag schaffen, den durchlauferhitzer wiederzubeleben.
wenn nicht? scheiß auf weihnachten!

17. Dezember 2006 - 10:56

traurige tage, unendlich, vielleicht der dunkelheit geschuldet. vielleicht auch der vergangenheit. (dieses kind verdient respekt, es hat mich durch die zeit getragen. und sich selbst dabei vernichtet.)

17. Dezember 2006 - 03:36

zwei stunden wlan-gebastel, obwohl ich überhaupt keine ahnung habe. auch nicht, warum es jetzt auf einmal wieder geht.

16. Dezember 2006 - 07:22

passend zu wochenendauftakt und kälteeinbruch ist gerade mal das heiße wasser kaputt gegangen.

totes land (14)

15. Dezember 2006 - 01:14

ein paar kleine bruchstücke notiert. nein, besser gleich umgesetzt. ein sehr kurzes kapitel, wenig mehr als eine seite im rohbau, und dann gleich das nächste angefangen. oder vielleicht zwischendurch schon. keine ahnung, was ich davon halten soll. ist ja sonst nicht meine art, so durcheinander zu kritzeln. (fühlt sich an wie kritzeln, obwohl ich doch die tastatur benutzt habe.)
morgen sehen wir weiter.