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archiv: März 2007


wienrecherche (2)

14. März 2007 - 06:01

zufallsfund: wiener pissbilder (streetart by lumpi)
IIIIIIIV

filmfilm?

13. März 2007 - 09:58

sat1 hat ja geraume zeit immer wieder trailer für den sogenannten filmfilm gesendet. irgendein schicker schinken, vorzugweise am wochenende gesendet. war das so? jedenfalls gibt es das jetzt, glaube ich, nicht mehr. ich habe zumindest schon lange keinen solchen hinweis mehr gesehen. oder dieses ‘filmfilm’ gehört. das ist wirklich zu dumm. ich hatte die ganze zeit gehofft, daß ich vielleicht doch noch herausbringe, was denn dieses blöde ‘filmfilm’ eigentlich zu bedeuten hat.
tschüßtschüß, ich muß jetzt über wienwien lesen. (oder hätte es ichich heißen müssen?)

wienrecherche (1)

12. März 2007 - 01:41

das merianheft wien, mai 1956, ist heute angekommen. Herbert Eisenreich schreibt darin zu abschluß seiner “Meditation über Wien” mit dem titel “Talent zum Glück”:
“Nicht als Stadt, so schön sie auch ist, sondern als Idee ist Wien wichtig für die Welt, sofern diese noch einmal einen geistigen Ort braucht, an dem sie zur Besinnung kommen kann.”

so sitze ich da, mit dem frühstückskaffee auf dem balkon, die sonne im gesicht, wie gestern vorsorglich vorbereitet, und meditiere über die heimat des pathos.

11. März 2007 - 01:36

seit über zwei stunden steht die balkontür weit offen. trotzdem ist es angenehm drinnen, satte 19°. das geht in ordnung mit dicken socken und pulli. außerdem habe ich draußen schleunigst ausgemistet und gefegt, damit ich morgen mit meinem frühstückskaffee da sitzen kann. heute war es schlichtweg zu schmutzig, ansonsten sonne satt. gut, gewischt habe ich dann doch noch nicht. wer weiß, was da noch kommt. wenn ich mir da das bild vom letzten jahr ansehe. exakt ein jahr, tatsächlich. ein trauerspiel, diese klimakatastrophe.

neue seife

10. März 2007 - 07:55

verona hilft menschen, die “… unverschuldet in not geraten sind”. das erzählt mir rtl seit einiger zeit. was aber hat not mit schuld zu tun, frage ich mich seither. immerhin: regt fast zum denken an, das format.

blogblüte (mit sex, ohne stil)

09. März 2007 - 09:06

Man kann das heraufsteigende Sperma schon in seinen Augen sehen.
ich verstehe ja nicht viel davon, das gebe ich gerne zu. aber ich finde schon, daß es ausgesprochen absurd klingt. man stelle sich das mal vor…. vielleicht erklärt mir mal einer der hiesigen besucher, insbesondere die schwulen, was es damit auf sich hat. trübt aufsteigendes sperma den blick sehr?

totes land (28)

08. März 2007 - 12:15

zum schreiben gehört zwingend auch der zwang. (in einem früheren stadium disziplin genannt.) es hilft nichts, die dinge bis zur unerträglichkeit schleifen zu lassen. im gegenteil, es scheint nur immer schwerer und schwerer zu werden. obwohl es letztendlich nicht so ist, zumindest nicht bei mir.
seit der letzten migräne kämpfe ich um den schlaf. nicht um träume oder andere esoterisch schöne dinge. nein, schlicht und einfach um schlaf, der länger als drei stunden andauert und nicht stunden auf sich warten läßt. müdigkeit bis hin zur erschöpfung prägt die tage, und das liegt nicht am frühling. ausnahmsweise.
es liegt an einem satz. der satz, den ich seit wochen habe liegen lassen, mitten im laufenden text. die stelle, an der die arbeit weitergehen muß. wenn ich mich denn aufraffen würde, endlich. mich zwingen. der satz lautet: Schlaf ist ein Problem. und er gehört meiner hauptfigur, nicht mir. (aber wer weiß das schon so genau, in dieser phase der arbeit, in der alles, das steht, vielleicht doch wieder fällt.)
angefangen mit diesem satz haben sich zäh ein paar weitere gefunden. quälend, wenn drei sätze dreißig minuten brauchen. es ist der zwang, der weiterhilft. (oder doch die disziplin?) jetzt sind fließend zwei weitere seiten grob skizziert. geht doch. vor allem geht es weiter, nach so einer zwangsmaßnahme.

[mal sehen, wie das mit dem schlaf heute sein wird.]

07. März 2007 - 11:40

irgendwo in irgendeiner küche. ich trete zu einer frau, die ich nicht (er)kenne, wir nehmen uns kurz in den arm. es ist sehr vertraut und selbstverständlich. eine stärke wächst daraus, eine ungemeine kraft. das erschreckt mich so, daß ich beschließe, nicht aufzuwachen. statt dessen bleibe ich eine weile in der nähe und versuche, zu verstehen. doch die frau ist verschwunden.
so liest man es in bücher, oder man sieht es in filmen, denke ich, als ich doch endlich wach werde. familiengeschichten. die rückversicherung der eigenen existenz an einer anderen, die dafür zuständig ist. wie seltsam, daß ich soetwas träumen muß. ausgerechnet. das werde ich jetzt tagelang nicht wieder los. (tatsächlich ist es schon drei tage her.)

totes land (27)

07. März 2007 - 09:08

hängt fest, seit wochen. anderes schiebt sich dazwischen, immer wieder. mitunter wichtiges.

tv-flucht, nachtrag

06. März 2007 - 11:58

interessierte lesen bitte auch die kritik im heutigen (stimmt so gerade eben noch! ;-) tagesspiegel: Die Flucht vor uns selbst. (kommentiert werden kann da übrigens auch, wie ich gerade festgestellt habe.)

die dekadenz des frühlings

06. März 2007 - 01:27

dekadenz.jpg

schlappes, blasses grün, dazu eine pralle frucht, die sich hemmungslos beugt unter der eigenen last. überaus fleischig ist diese geruchlose zucht, quietscht sich üppig aneinander. nicht mehr lang, dann ist es soweit.

tv-flucht

04. März 2007 - 10:16

nebenbei lief bis eben der erste teil von die flucht. ich hab mich dabei erwischt, wie ich versehentlich zur zeitung gegriffen habe, die eigentlich schon ausgelesen war. zum gähnen, dieses hochgelobte ding. sorry. ich bin wohl instinktiv geflüchtet. innere emigration oder so ähnlich.
außerdem kommt mir das alles reichlich bekannt vor, die handlung, die figuren. vielleicht gibt das thema ja nicht mehr her, keine ahnung. aber ich kenne den grantiggütigen großvater, der sich erschießt, bevor die russen kommen. und den strammen schwiegersohn auch, der die uniform bis zum bitteren ende trägt. ich kenne das herrenhaus mit der reihe von bediensteten auf der treppe ebenso, wie die französischen zwangsarbeiter. und zwar aus poenichen, einem anderen fiktiven pommernkaff.
jauche und levkojen, eine wwf-serie aus den siebzigern. klingelt da was? ich persönlich muß leider sagen, daß mich das heutig gesehene remake nicht wirklich überzeugt. die figuren vor allem sind zu flach. und die geigen zu sehr im vordergrund. poenichen damals hatte witz, trotz allem. und kraft.
so steht also jetzt christine brückner gegen tatjana gräfin dönhoff. und ulrike bliefert gegen maria furtwängler. (die mit der langen nase.) die literarischen vorlagen kann ich nicht vergleichen, ich kenne nur die bücher von der brückner. solide arbeiten, von denen ich damals viel gelernt habe. aus heutiger sicht ein wenig kitschig vielleicht. dennoch, ein mir unvergessener impuls.
doch wer kann, erinnere sich bitte an die darstellung der maximiliane von quindt. die hat eine grandiose ulrike bliefert (deren page man leider überhaupt nicht verlinken kann, weil da sofort musik losdudelt, die nicht abzustellen ist. sowas mache ich nicht, sorry.) seinerzeit exzellent durch die jahre geführt. die hauptfigur wurde ab dem alter von ca. 16 bis in die 60 hinein von ihr dargestellt, ohne daß sie in irgendeinem alter an glaubwürdigkeit verloren hätte. weder als strammes bdm-mädel, noch später als fischbratbudenbesitzerin oder als späte cabriofahrerin in amerika. (oder war es schweden?) das hat doch was. das ist ziemlich unschlagbar, möchte ich meinen. (wen interessieren da noch die paar kilo, die de niro irgendwann mal zu- und wieder abgenommen haben soll, vor langer zeit.)

04. März 2007 - 03:16

eben ein bißchen die blogroll aufgeräumt. planetgay ist irgendwie kein blog mehr, hab ich dabei gemerkt. war aber sowieso immer schon eher schwul, wie das meiste auf dem gebiet. schade.