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archiv: Juli 2007


aktiver klimaschutz, ein versuch

20. Juli 2007 - 01:36

angedacht ist es schon lange, sehr lange. seit über einem jahr. die sicher ca. 15 – 18 jahre alte kühl-gefrier-kombi in meiner küche soll endlich entsorgt werden.
gründe gibt es genug:
1. das ständige säuseln und brummen des gerätes, das
2. sicherlich technisch völlig überholt ist. (energieklasse xyz?)
3. allgemeiner verfall, der mir nur noch die wahl läßt,
4. entweder jeden zweiten tag einen halben liter wasser aus dem gemüsefach zu wischen oder
5. das gemüse partiell einzufrieren.
6. stetige eisplattenbildung im gefrierfach, zentimeterdick.
7. nicht zuletzt, der vermutlich erhebliche stromverbrauch aufgrund all dieser mängel.
womit wir beim thema wären. stromverbrauch ist ja längst nicht nur noch ein rein finanzielles argument, sondern vor allem auch total pc. vor ein paar tagen ist es dann also soweit. angetreiben vom klimaschutzgedanken verwerfe ich die überlegung, mir eine gebrauchte, vielleicht etwas neuere gefrier-kühl-kombi zuzulegen, deren energieklasse und realer stromverbrauch wohl schwerlich zu ergründen sein wird. nein, ich kratze meine letzten kröten zusammen, begebe mich in einen großen, roten elektromarkt und erstehe eine funkelnagelneue kühl-gefrier-kombi. klein und fein das ding, gerade recht für eine person. außerdem billig und irgendwie aus plastik, habe ich den eindruck. aber was solls, energieklasse A (A+ war nicht drin, sorry) und ein energieverbrauch von deutlich weniger als 300kWh pro jahr. außerdem FCKWfrei. und dann buche ich auch noch die entsorgung meiner alten kühl-gefrier-kombi. (die ich übrigens damals von meinem verstorbenen vater übernommen habe. sehr dankbar war ich seinerzeit, mein altes gerät, das teilweise sein dämmaterial großzügig auf die speisen verteilte, weggeben zu können.) ich bin stolz auf mich. ich wohne zwar in neukölln, aber ich setze meine alte kühl-gefrier-kombi nicht einfach so auf die straße. nein. bei mir wird fachgerecht entsorgt. und die welt ist fortan erlöst von meinem alten, heruntergekommenen energiefresser. ich bin so stolz auf mich.
gestern gehe ich dann, nur eine straße weiter, an einem die hiesigen allround-second-hand-läden vorbei. draußen stehen verschiedene waschmaschinen und auch ein paar kühlschränke zwischen stühlen, lampen und wäscheständern. ganz am rand erkenne ich ein vertrautes gerät. meine alte kühl-gefrier-kombi, nicht einmal abgewischt, auch innen noch ein bißchen naß. (ich sehe es quasi vor mir, wie der lkw kurz vor dem recyclinghof anhält und die noch funktionsfähige ware an einen der dort wartenden kühlschrott-dealer vertickt.)
sie wird also weiterleben, meine kühl-gefrier-kombi, irgendwo in neukölln vermutlich. sie wird weiter strom fressen und eisplatten produzieren. klimaschutzversuch mißlungen. schade eigentlich.
(nach dem preis habe ich nicht gefragt, nein. das habe ich mir dann doch erspart.)

19. Juli 2007 - 04:37

diese nervigen, durch fremdeinwirkung erzwungenen unterbrechungen im arbeitsfluß haben können ja mitunter durchaus etwas gutes haben. zum beispiel ist da auf einmal zeit, um ausgiebig zu recherchieren, wie sich in absehbarer zeit telefonkosten sparen lassen. nachdem der anbieter, mit dem ich nunmehr seit jahren verbunden bin, neukunden einen tarif bietet, der um ca. 10€ im Monat günstiger liegt als der derzeit von mir genutzte, konnte es ja so auf dauer nicht weitergehen.
resultat: wenigstens 5€ lassen sich einsparen, das ist doch schon mal was. die frage bleibt allerdings, wie der hinweis ‘in der Regel werden Tarifänderungen im nächsten Abrechnungszeitraum eingerichtet’ (zitiert aus dem gedächtnis) zu werten ist. zumindest, wenn der unterschied 25€ bearbeitungsgebühr ausmacht. da könnte die formulierung ‘in der Regel’ plötzlich unnötig kostspielige auswirkungen haben.
okay, liegt auf termin, sicherheitshalber am 1. des nächsten abrechnungszeitraumes.

18. Juli 2007 - 12:27

häufige googleanfrage derzeit: schwitzen beim sex. ja. kann ich bestätigen.
(geht aber eigentlich nicht auf mein konto, sondern gehört frau fragmentes erstem kommentar zu meinem mehr als harmlosen beitrag.)

schwule sind mir ja ein rätsel

18. Juli 2007 - 12:18

manchmal zumindest
(überaus vielsagend übrigens, die serie über schwule wohnkultur. ;-)

verweis ins hsb

18. Juli 2007 - 11:40

dieser hsb-hinweis (von günter) auf einen frontal21-bericht über pr-praktiken im radio hat mich heute morgen sehr amüsiert. (wenns nur nicht so traurig wäre.)
persönliches fazit: 1. eine schicke brille hab ich auch. 2. es gibt offensichtlich noch untauglichere personen als mich.

mein hausaltar

18. Juli 2007 - 11:27

hausaltar.jpg

18. Juli 2007 - 11:18

recht erfolgreicher tag, irgendwie. wenn auch eher arbeitsreich als ertragreich.

buch der erinnerung (1)

16. Juli 2007 - 12:28

aufgrund dieser erwähnung (mittig, bei lutz seiler) von péter nádasBuch der Erinnerung ebendieses antiquarisch gesucht und gefunden und eben geliefert bekommen. fast 1300 seiten schrecken natürlich, keine ahnung, wann ich dazu kommen soll. aber beim reinlesen schon in den intensiven und doch leichten stil verliebt. scheint mir lebensnah. (was mir wiederum lebensfern erscheint. ;-)

körperwarm

16. Juli 2007 - 11:39

der bislang heißeste tag des jahres, bis zu 37°. ich habe vorsorglich sämtliche vorhandenen jalousien runtergelassen und mich aller möglichen kleidungsstücke entledigt. sieht ja keiner. die geliebte, ein paar straßen weiter, zieht heute um. beziehungsweise läßt umziehen, zum glück. aus dem fünften in den vierten, ohne fahrstuhl. hallelujah! später, am nachmittag, darf ich dann möbelrücken helfen. aber nur ganzganz langsam, hab ich gerade beschlossen.

[nachtrag: ‚housewarming', wäre auch ein guter titel gewesen.]

14. Juli 2007 - 11:54

so geht sommer. weil es draußen wärmer ist als drinnen, sitze ich mit laptop, petroleumlicht und bier auf dem balkon. ja!

14. Juli 2007 - 11:03

nächtliche neustartversuche in sachen literatur. blättern, lesen, denken, umdenken, suchen, versuchen, verwerfen, verwirren. soll heißen arbeiten, besser noch schreiben. das, was davor liegt, ist auch nicht zu verachten.

14. Juli 2007 - 01:48

fehlermeldungen sind ja was feines, sie vermitteln eine so wunderbare illusion von information. etwas darauf geben sollte man natürlich nicht. heute nachmittag zum beispiel meldete mir mein dsl-provider, daß ich ein unkorrektes passwort verwenden würde und deshalb meine verbindung eingeschränkt sei. was natürlich nicht sein konnte, da ich den rechner eine stunde nach der letzten verbindung lediglich runter- und wieder hochgefahren hatte. außerdem behauptete das laptop genau dasselbe. abwarten und rätselraten war also die devise. heute abend ging dann alles wieder. das problem lag also beim anbieter. aber die fehlermeldung “haben da grad mal ein problemchen” gibt es wohl nicht.
wenn mir außerdem mal jemand erklären könnte, warum die wlan-verbindung immer so schwankt, sich manchmal sogar ganz ausklinkt? oder wie man den laptop-akku behandeln muß, um ihn so lange wie möglich so frisch wie möglich zu halten? und dann noch… dieses und jenes, was ich alles auch nicht weiß, ich technische banausin.
ach, lassen wir das, so früh am morgen, mitten in der nacht.

schöne neue worte aus dem eigenen hirn (8)

13. Juli 2007 - 12:08

da dachte ich doch gerade: alles irgendwie so gar nicht hormonisch derzeit.
(bislang hab ich ja immer präpotent gesagt. für pms.)