23. Oktober 2007 - 13:23
schrauben, sägen, bauen. das gibt wieder einen satten muskelkater. so selten, wie ich das in letzter zeit mache. aber schön isses, dieses tun.
schrauben, sägen, bauen. das gibt wieder einen satten muskelkater. so selten, wie ich das in letzter zeit mache. aber schön isses, dieses tun.
es ist kein besonderes hochgefühl, wenn mitten in der recherche, mitten im satz sozusagen, das internet ausgeht. arbeitslos zu sein, im selben moment. besser noch arbeitsunfähig. das ist wirklich nicht gut.
gestern habe ich es auf den anbieter geschoben und mich nach ein paar stunden nicht mehr darum gekümmert. (statt dessen mit der geliebten ziemlich vollgefressen.) heute ging es dann aber immer noch nicht, das internet. ein anruf beim anbieter erübrigte sich im moment der vorgeschriebenen mitteilung, das dieses vermutlich unergiebige telefonat 1,24 € per minute kosten solle. (die zuvor gültige kostenfreie 0800-nummer ist höchst abschreckend mit einem feinen faxpfeifen versehen worden.)
nach kurzem umstöpseln und anschließenden resets von diversen, ansonsten hinter einem regal versteckt- und verstaubten geräten, geht es nun auf einmal wieder. keine ahnung, warum. aber das, immerhin, weiß ich ja inzwischen. daß man computer niemals nach dem warum fragt. man freut sich einfach, daß alles wieder funktioniert. und hofft, daß es so bleibt.
heute (beruflich) mit einer frau geredet, die von der todesangst traumatisierter kinder sprach. und zwar in einem ganz alltäglichen kontext, ohne großen verbrechenshintergrund. seltsam, wie arbeit und leben mitunter miteinander verschmelzen. und schreiben natürlich. es arbeitet in mir, aber ich komme zu nix, derzeit. nicht mal zu den notwendigsten notizen.
draußen, der himmel, die sonne. und der wind, der die blätter von den bäumen fetzt. gegenüber auf dem balkon, die katze, die immer im außen angebrachten blumenkasten hockt. guckt hemmungslos in die tiefe. oder spielt mit den welken blumenresten. was für ein leben.
wie ein flüchtiger blick in die kleinanzeigen offenbart: „ … Erfahrung währe erfreulich, fließende Deutschkenntnisse erforderlich …”
seit zwei tagen verfolge ich (verfolgen mich?) nun bereits diese eigenartige mediale angelegenheit. (besonderer hinweis: wer kann, sollte sich dazu auch das gespräch mit niggemeier, dem medienjournalisten ansehen. lohnt sich, durchaus. „Autobahn. Sie hat Autobahn gesagt.” ;-)
zu sagen gibt es dazu inzwischen ja wirklich nicht mehr viel. nur noch das vielleicht: hab ichs doch gewußt! und auch gleich gesagt. oder etwa nicht? ;-)
alte übung, lange her.

was ist das eigentlich für ein maschinenpark im hintergrund?
die neue ausgabe von mindestens haltbar ist dieser tage an den start gegangen. diesmal zum thema raf, mehr dazu bei don. und, ja, ich bin mit einem kleinen rückblick dabei.
im anschluß an den mirgänefreitag gestern eine deutliche steigerung. also die erste 48-stunden-belagerung seit einigen, diesbezüglich recht erträglichen monaten. ein verlorener tag, im abgedunkelten raum, im bett. dabei das hirn wie ausgekocht, das rechte auge ausgebrannt, das ohr aufgebohrt. stundenlang. na gut, ich weiß ja, daß das vorbeigeht. ich weiß es auch über die stunden und durch die nächte. alles kein problem.
heute ist dann auch alles wieder okay. das migränetier hockt geduckt unter der schädeldecke und kratzt und klopft ein wenig herum. wenn ich mich bücke, um die schuhe zuzubinden, dann pocht es im herzschlagrhythmus ans schädeldach. wohl, um mir zu beweisen, daß es am leben ist und bleibt. auch das ist okay, kein problem. auch das geht vorbei.
der migränegott hält mich derweil am ausgestreckten arm im nacken. und das geht nicht vorbei, das weiß ich. das ist immer da. der druck, der griff. damit heißt es zu leben. immerhin gut, daß es mich nicht von vorn packt. und würgt.
sollte mich echt nicht öffentlich über mein migränehirn lustig machen. nicht mal so, in einem nebensatz. ist ab sofort verboten. wird nämlich wach und rege, das ding, davon. den ganzen tag heute.