30. März 2008 - 23:41
hellwach könnte ich noch ein klein bißchen loslegen, jetzt, mit irgendwas. logisch eigentlich, ist ja auch noch nicht mal zwölf. ich bin ein sommerzeitopfer.
hellwach könnte ich noch ein klein bißchen loslegen, jetzt, mit irgendwas. logisch eigentlich, ist ja auch noch nicht mal zwölf. ich bin ein sommerzeitopfer.

ist ja derzeit ziemlich in, in neukölln was zu veranstalten. obwohl die meinungen darüber durchaus auseinandergehen können, indica zum beispiel scheint durchaus angetan, während der unmittelbare nachbar eher den kopf zu schütteln scheint. auf jeden fall wird hier und da über uns geschrieben. naja…
das geschriebene ist hier ohnehin nicht das thema. es geht um erlesenes gelesenes, und zwar am nächsten samstag, den 5. april um 20 uhr. in neukölln, im ori. oder ist es die ori? bar? galerie? ich weiß es nicht,ich war da noch nie. obwohl ich quasi zu fuß gehen kann. und das in berlin, daß ich das noch erlebe.
es lesen:
jochenausberlin
don dahlmann
björn grau
ally klein
hannaxel
modeste
meike
und ich.
natürlich texte aus mindestens haltbar oder den bones, nicht aus diesem geschreibsel hier. ich weiß aber noch nicht, was.
(den einen oder anderen namen vermisse ich übrigens auf dieser liste. besonders einen, was ich sehr schade finde.)
eintritt: 3,-€
beinah hätte es geklappt, gerade eben. beinah wäre das unmögliche eingetreten, allen erfahrungswerten und statistiken zum trotz. doch es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. also fand sie sich dann doch noch, die eine fehlende schraube im ikeabausatz. hatte sich in der plastiküte versteckt, in der das sammelsurium üblicherweise gelieftert wird, eingeschweißt in der hintersten ecke. also genau da, wo das reklamationspersonal immer behauptet, daß sie gewesen sein muß. die eine fehlende schraube.
andererseits. wie hat mein vater damals immer schon gesagt, wenn wir zusammen in der großen kiste kramten, in der bei uns alle kleinmetalleinzelteile landeten? wo eine ist, da sind auch zwei. wo zwei sind, sind auch drei. wo drei sind, sind auch vier. eine einfache rechnung, die sich beliebig steigern läßt. und eine wahrhaft positive lebenseinstellung. denn es stimmt ja nicht, wenn man es genau nimmt. mir zumindest hat schon ein paarmal die eine, letzte schraube gefehlt. aber nicht sehr oft, muß ich sagen. und meine kleinteilrestekiste ist auch viel, viel kleiner.
diesbezüglich hab ich doch irgendwie einen recht guten wechsel getan. regentechnisch von platz 1 auf 44 abgestiegen. das ist beachtlich und erfreulich. auch wenns jetzt grad nicht so toll aussieht. schneetreiben, schon den ganzen morgen. ist aber auch immer noch besser als eine geschlossene schneedecke. oder?
seit zwei tagen massive probleme mit dem kreuz.
so. letzte umbauarbeiten erledigt. der pc arbeitet sich wieder mit einem dumpfen u-bootgrummeln durch den tag, der zugriff aufs laptop steht auch endlich und sogar der sound ist wieder satt da. mehr war doch nicht. alles im lot.
am anfang ist chaos. alles.
die namensgebung zieht zwangsläufig anderes nach sich. alter und berufe zum beispiel. mit figuren zu arbeiten, die keinen beruf haben, ist nicht besonders empfehlenswert. selbst, wenn das für die geschichte selbst keine rolle spielt. es gibt kaum menschen ohne beruf. und es gibt auch kaum menschen ohne arbeit, allen arbeitslosenzahlen zum trotz. selbst wenn dort millionen gezählt werden, die meisten tun dennoch etwas.
außerdem gilt es, die geburtsdaten festzulegen. es ist ebenfalls nicht besonders günstig, die figuren nicht ihrer zeit zu verorten. dazu gehören auch die geburtsjahre, zumindest, der eltern und der großeltern. die, der freunde und kollegen ebenso. ein zahlenspiel, das generationenspiel. oft genug nehme ich den taschenrechner her, manchmal schaue ich auch die sternzeichen nach. sollte aber nicht ins stereotype gleiten, weder in bezug auf die generationen noch in zusammenhang mit astrologie. oder sonstwas.
basisarbeiten also. und in diesem chaos schwimmt die story, steht und fällt mit den entscheidungen. kippt an dem einen oder anderen ende. schwebt und wartet. manches geht nicht, das steht jetzt schon fest. das alter der hauptfigur, die zeitstruktur, da paßt so manches nicht, wie ich will. und es läßt sich auch nicht passend machen. das ist schade, doch etwas anderes wird an diese stellen treten. das ist ebenso gewiß.
mehr noch, die chaoszeit ist auch die zeit der geschenke. fetzen, die sich manifestieren. plötzlich sind ganz andere, ganz neue möglichkeiten eröffnet. dinge, die sich vorher kaum denken lassen, also auch nicht planen. und tief innere zusammenhänge, die letztendlich nur mich etwas angehen.
es geht um angst, und don berichtet, daß das kein einfaches thema ist. was ich grundsätzlich bestätigen kann.
wenn ich demnächst in eine lesung von frau roche ginge, und sie, nach dem verlesen des ersten satzes, sogleich verkündete, wie “riesig” der denn sein, so gestern in wenigstens zwei verschiedenen ausführungen auf verschiedenen fernsehkanälen zu sehen, ich wüßte wirklich nicht, was ich täte oder gar dächte. wo ich die frau doch eigentlich ganz okay finde und außerdem genau weiß, wie man sich zu wiederholen beginnt, wenn man immer wieder dasselbe tut. deutsch für anfänger, heißt es allerdings an anderer stelle. und auch hier war ja schon vorsichtig davon die rede. macht mich manchmal ein wenig ratlos, wie dieser handel mit büchern funktioniert. keine ahnung.
bleistiftkritzeleien, kam lesbar, zum teil nicht einmal schrift. zu den namen gehören bilder, innere wie äußere. alter auch und wohnorte, berufe, familien. da ist immer so viel, was einen menschen ausmacht.