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archiv: Juli 2008


grün?

31. Juli 2008 - 20:29

ideologien haben mich schon immer befremdet, wenn nicht abgestoßen. die braunen, die rechten und die christlich fundamentalen. sogar die linken und die feministischen, irgendwie. also einfach so, grundsätzlich. ideologien gehen bei mir nicht, obwohl ich natürlich links und feministisch bin, logisch. aber man kann in so viele richtungen denken. so gesehen bin ich wohl eher realo als fundi, achherrje.

romantic style

31. Juli 2008 - 01:27

zuhause?

30. Juli 2008 - 20:47

heute war ich im osten, hätte ich diesen beitrag fast begonnen. das geht natürlich nicht, ich weiß. ich tu es auch nicht, keine angst. und dennoch. hier hab ich sowas noch nie gesehen, nicht mal weiter unten, im süden von neukölln. da tendiert ja das wahlverhalten gern mal gegen rechts, wie man weiß.

beim anblick dieses stickers auf dem müllkübel in einer plattenbausiedlung heute hat es mir allerdings glatt die rhetorik zerschlagen. clever, diese partei, deren namen und logo ich akribisch verphotoshopt habe. (weiß ja eh jedeR, oder? ich will hier keine werbung machen.) greift sich den bekannten spruch und verdreht ihn geschickt ins gegenteil. ganz einfach ist das. offensichtlich. erschreckend einfach.

und es schreckt mich, sehr, ich weiß auch nicht, warum. weil es so harmlos und beinah richtig klingt? natürlich nicht wirklich richtig. als die rhetorik wieder anspringt, begreife ich, daß diese variante nur auf dem hintergrund der entsprechenden ideologie funktioniert.  wenn es eine eindeutige definition gibt, wer wo hingehört. aber wer weiß das schon? und wer könnte das über jemand anders sagen?

so etwas schreckt mich dennoch. mehr, als der anblick dieser dämlichen glatzen früher, die ja “nur” eine körperliche bedrohung waren. ansonsten aber blöd. doch die sieht man ja heute kaum noch.

twitter ist…

30. Juli 2008 - 18:22

schade um die kurze form.

nachtschattenernte

30. Juli 2008 - 00:37

eigenartige sätze aus den täglichen nachrichten (30)

28. Juli 2008 - 19:33

Twitterer sind die Avantgarde der deutschen Digitalen. (der letzte satz hingegen triffts irgendwie.)

mahnmal

28. Juli 2008 - 13:25

so. jetzt besitze ich einen neuen staubsauger. der also nun dasteht, gar nicht weit von meinem schreibtisch, und wartet. ruhig, ohne sich weiter zu äußern. dennoch, irgendwie drückend, dieser zustand. doch ich habe es so gewollt, genau so. das hab ich davon.

it’s white!

27. Juli 2008 - 14:52

seit mein haupthaar in originalfarbe erstrahlt, also mit kräftigen weißen batzen durchzogen ist, werde ich immer wieder für blond gehalten. gut, das geschieht vorwiegend in düsteren, zumeist rötlich beleuchteten spelunken, zum glück. dennoch finde ich das einigermaßen erschreckend. nie im leben war ich blond, noch werde ich das jemals sein.

was ist das nur? traut man mir mein alter nicht zu? paßt das weiß nicht zu meinem makellosen, faltenfreien teint? ;-)

absurde vergleiche in den täglichen nachrichten (29)

27. Juli 2008 - 14:19

ob twitter literatur sein könne, war im vorfeld die frage. der tagesspiegel zitierte dazu geschickt hemingway und zog darüber hinaus die existenz japanischer haikus heran. diese sind übrigens traditionell äußerst strikten regeln unterworfen.

prenzlberger chic

27. Juli 2008 - 13:33

und dahinter ist alles scheiße, oder was? wie auf diesem damenklo, wo es nach pisse stinkt, wie sonst nur bei den herren. aber gut möbliert, der siff, très chique. immerhin.

lesen lernen

27. Juli 2008 - 13:24

was mich inzwischen massiv langweilt, mitunter sogar abstößt, ist die permanente ironisierung, das hilflose ausweichen in mittelmäßige scherzregionen, oft genug auf kosten anderer. zu oft. anders gesagt, das zunichtemachen von standpunkt im netz, insbesondere rund um das schreiben und veröffentlichen. das greift inzwischen unanständig viel raum, diese grundhaltung von desinteresse. allem propagierten hype zum trotz.

gemeint ist damit keinesfalls eine gelungene ironische brechung, die geschickt mehrere schichten freilegt. oder auch der eine oder andere intelligente schachzug, so böse wie hinterhältig, sei er nun sprachlicher oder organisatorischer art. alles das weiß ich durchaus zu schätzen. sehr sogar.

ausreichend material liegt vor, stimmig und präsentabel. auch im netz, sogar bei twitter. das ist gestern ohne zweifel bewiesen worden, wieder einmal. der eine oder die andere haben die show auch gut gemeistert. und der hier, nicht zu vergessen. alles habe ich allerdings nicht verfolgen können, dazu war das ding zu ausufernd gestrickt. mit viel zuvielen ermüdenden durchhängern ausgestattet.

das problem ist also die umsetzung. selbstverständlich ist das vertonen von einkaufzetteln, wie sven k. es lapidar vorschlägt, im grunde gar nicht so abwegig. gute leute rezitieren das telefonbuch, bringen kleinanzeigen zum klingen oder schweigen gar, ohne daß es auch nur eine sekunde langweilig werden würde. was allerdings etwas fundamental anderes ist, als (angetrunkenes) breitquatschen. ohne jedes zeitlimit, aber mit mikro. leider.

[ganz ähnlich bei ronsens, wie ich gerade erst sehe.]

27. Juli 2008 - 01:43

der pisser draußen macht sich nicht die mühe, einen baum zu suchen. er pißt an die hauswand gegenüber. ich kann es hören, bis in den zweiten stock. ich sehe, wie es ihm entgegenläuft, zwischen den schuhen hindurch. der pisser hat die hose noch nicht wieder zu, als er zwischen zwei autos auf die straße geht. genau in meine richtung. dabei grunzt er den rotz hoch und spuckt aus, mehrmals. dann erst greift er nach dem reißverschluß, kriegt ihn aber nur schwer zu fassen. der pisser trägt eine strahlend weiße unterhose.

twitterlesung

27. Juli 2008 - 01:19

hat ganz gut angefangen, ist dann aber ziemlich abgekackt, wie man unten sieht.