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archiv: Juli 2008


bestandsaufnahme

21. Juli 2008 - 16:17

was tut man an klammen, düsterdepressiven tagen, wie dieser einer ist. pflichtprogramme am pc abarbeiten. dann aufräumen, wäsche waschen, müll runtertragen. und schließlich den kleiderschrank inspizieren, bis in die tiefsten tiefen hinein. auch wenn das am ende noch deprimierender ist als das blöde wetter.

inzwischen sind alle hosen durchprobiert. dabei mußte der erkenntnis ins auge geblickt werden, daß etwa die hälfte nicht mehr paßt. auf ewig nicht mehr paßt, die zeiten sind vorbei. das ist bitter. von den verbleibenden sind noch einmal die hälfte durchaus ein wenig eng zu nennen, aber eventuell vielleicht doch noch zu bewältigen. mit einem oder zwei kilo weniger zumindest, was nicht gänzlich ausgeschlossen erscheint. fast genauso sieht es bei t-shirts und hemden aus. gut ein viertel des bestandes, allerdings zum teil auch schon seine 10 bis 15 jahre alt, wandert unprobiert in die große tüte. aus den augen, aus dem sinn. jetzt ist der ohnehin recht kleine schank gähnend leer. (zugegeben, an dem punkt bin ich wohl keine echte frau.)

manchmal muß das einfach sein. und gerade eben kommt dann auch die sonne durch. na sowas.

vergötzt

21. Juli 2008 - 15:46

beim gestrigen schimanski ziemlich auf dem schlauch gestanden und gedacht, daß das eine wiederholung sei. aus welchem grund auch immer, georgejubiläum vielleicht. war aber ein neuer schimanski, wie ich inzwischen weiß. deshalb hab ich also die ganzen schauspieler nicht wiedererkannt.

und die story? naja. die bilder, ich weiß nicht. sieht es heute so aus im pott? so wie damals? aber vor allem die sprache. ein einziger, der es drauf hat, eindeutig. eine einzige figur, der alte kämpfer. der muß so reden, alle anderen hochdeutschen. ich weiß nicht. das ist unsinn, das ist mir zu einfach. wer so spricht, kriegt antworten in derselben sprache. sogar von mir noch, wenn es sich mal ergibt.

vielleicht bringt die katze ein bißchen mehr rüber. hannelore läßt ja durchaus hoffen.

19. Juli 2008 - 11:24

eigentlich bin ich ja ein tv-junkie. aber morgens, zur täglichen spül- und kaffeebereitungszeremonie im hause engl, läuft das radio. bbc, aus dem mir heute afrikanische lyrik zugedacht wurde. welche wonne! (sollte viel mehr radio konsumieren. ja.)

high noon

19. Juli 2008 - 11:17

auf dem weg zum wittenbergplatz, die bülowstraße entlang, etwa in höhe der u-bahnstation nollendorfplatz, fahren die autos vor mir plötzlich übertrieben langsam, beinah gemächlich. am rechten straßenrand, zwischen den autos oder ein zwei schritte auf der busspur, stehen die frauen, wie immer,  und warten. es sind vielleicht sechs oder sieben, und sie tragen pullis oder jäckchen, lange, enge hosen. alle reißverschlüsse sind bis oben zugezogen, die arme vor der brust verschränkt. oder in den hosentschen versenkt, hinten. das wetter ist kühl und feucht, wolken ziehen über die stadt. die gesichter der frauen sind angespannt, jedes auf seine art. voller groll oder tieftraurig, in jedem fall aber erstarrt, schauen sie in richtung straße. es ist kurz nach zwölf, mittags.

17. Juli 2008 - 22:23

doch noch feierabend, hätte ich ja nicht gedacht. wie das manchmal so ist, gehänge und gewürge in stetiger steigerung. und schon ist fast wieder freitag, trügerisch benanntes ding.

win-win, absurd

14. Juli 2008 - 12:25

neulich irgendwo gelesen, daß es xp bald nicht mehr geben wird. also zu kaufen, auch ohne rechner. da ist ja schon länger alles vollständig vervistat. irgendwie eine üble vorstellung. vielleicht schnell noch eine (legale) xp-version sichern? (was allerdings eine ebenso absurde vorstellung ist. ;-)

der nächste winter kommt bestimmt

12. Juli 2008 - 18:12

die hausverwaltung schreibt mir übrigens heute, daß hier demnächst die heizkostenerfassung mithilfe von ecotech. ins haus steht. das funktioniert offensichtlich per funk und senkt den verbrauch um bis zu 10%. soweit, sogut. für energiesparen bin ich immer zu haben, nicht zuletzt auch finanziell. und diese stinkenden techemteströhrchen sind auch weiß gott nicht angenehm. (ich weiß noch, dieses lager neben dem parkplatz in der früheren firma. bah! und sowas hängt mir jetzt frei verdunstbar in der wohnung herum.)

trotzdem bleibt irgendetwas in mir skeptisch. nicht unbedingt wegen der generellen bedenken des mieterbundes. ich glaube, ich will einfach nicht immer mehr und noch mehr funk um mich herum. allein schon die vielen wlans, die mich hier umschwirren. (und keines davon ist frei, auch meines nicht. logisch! ;-) außerdem kann ich mir nicht vorstellen, daß dieses funkteil tatsächlich meinen verschrobenen heizbedarf im voraus zu wissen in der lage ist.

also sehe ich mich im nächsten winter schon nachts um zwei mit pulli, stickjacke und handschuhen am rechner sitzen. oder danach wahlweise ein wundersam aufgeheiztes schlafzimmer betreten, das sich klimatisch weit jenseits der von mir bevorzugten 16° befindet.

schöne alte worte aus den täglichen nachrichten (24)

12. Juli 2008 - 16:04

heute: immunität.

kulturprogramm: neukölln

12. Juli 2008 - 15:02

so! heute abend um 19 uhr gehe ich dann mal vor die tür, ein paar meter um die ecke nur, in die weserstraße 164 zur galerie elm75, wo die installation „1-Euro-Job“ vernissiert wird.

vielleicht treffe ich dort ja meinen niveauvollen nachbarn, der es auch nicht weiter haben dürfte. und überhaupt: ist schon eigenartig, in diesem neukölln mit seinen telefonshops, wettbüros und spätkaufs eine galerie zu besuchen. allein deshalb.

[bildquelle: www.oma-meier.de]

wir müssen leider draußen bleiben

11. Juli 2008 - 20:50

die geliebte liebt große hunde. was zur folge hat, daß sie manchmal zurückbleiben muß, wenn sie sich einen solchen für eine weile ausleiht. zumindest, wenn sie mit mir unterwegs ist. ich geh dann nämlich einfach weiter, auch wenn vierbeiner, im freibad am zürichsee zum beispiel, nicht erlaubt sind.

verweis ins hsb

10. Juli 2008 - 15:28

zwiespältiges zum thema deutschbeflaggung.

egorecherche

09. Juli 2008 - 14:52

wie schreibt man über sich selbst? für mich hat das etwas grundsätzlich gruseliges an sich und ist und bleibt wohl eine aufgabenstellung, die sich mir nie gänzlich erschließen wird. fast so schlimm wie exposéschreiben.

ist also dementsprechend auf später verschoben, heute abend vielleicht. obwohl, ich glaube fast, da bin ich schon verabredet.

07. Juli 2008 - 23:41

war dann heute doch noch ein arbeitserfolgreicher tag, der sogar mit ein bißchen zufriedenheit gekrönt war. letztendlich. das wurde aber auch wieder mal zeit und zwar dringend. doch das problem ist ja oft, abends ein ende zu finden und gleich am nächsten morgen dann wieder einen guten anfang. aber so ist da nun einmal.