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archiv: Januar 2009


das geschlecht der engel, der himmel, der heilgen

12. Januar 2009 - 01:16

raoul schrott ist ja eigentlich nicht so mein fall. der ist mir einfach zu klug. oder – anders gesagt – ich bin wohl zu ungebildet. zu 90% kann ich seinen texten nicht folgen, die ja noch dazu häufig in wenigstens drei bis vier sprachen verfaßt sind, von denen ich fünf bis sechs gar nicht spreche. ich habe also per se keine chance. never!

obwohl es mitunter auch ganz witzig sein kann. wenn ich recht verstehe.

„Ich schieße Pfeile in die Nacht und hätte auch gern einmal einen Stern getroffen, ein einziges Mal wenigstens, aber statt dessen nehmen nur die Karnickel Reißaus, weil sie nicht mehr wissen, wie ihnen geschieht: da hagelt es plötzlich Pfeile ins Gras…”

klang und rhythmus kann der mann auch, das steht außer frage. wie kaum ein anderer, den ich kenne.

„Also antworte ich, daß ich an Nichts glaube, doch weil sich daran nicht gut glauben läßt, schütze ich das Licht und den Blick vor: und habe damit weder etwas gesagt noch dich verraten.”

verstehen kann ich das nicht, fürchte ich. nur ahnen vielleicht. doch wie käme ich jemals an einem buch, in dem es um engel geht, vorbei?

Raoul Schrott, Das Geschlecht der Engel, der Himmel, der Heiligen

brunchempfehlung

11. Januar 2009 - 01:12

gut gefrühstückt übrigens heute, im kurhaus korsakow. hat so gut wie gereicht für den tag, was es da für 6,50 zum brunch gibt. das buffet ist nicht riesig, es herrscht also kein überangebot. aber viele hausgemachte kleinigkeiten, das meiste davon ziemlich lecker. und übersichtlichkeit hilft mir sowieso immer sehr bei der auswahl von essen.

außerdem zum ersten mal ein original jägerschnitzel ost gesehen. und gegessen. hatte ich ja schon viel von gehört und gelesen. geht in ordnung, denke ich.

eis

09. Januar 2009 - 01:06

das habe ich lange nicht mehr gemacht, ein buch nach der farbe des umschlags gekauft. gut, es war ein mängelexemplar auf dem dem famosen flohmarktbücherstand am boxhagener platz. aber es hat einen sehr ansprechend gestalteten schutzumschlag, auf dem man zwar den buchtitel kaum finden kann, der dafür aber in einem schönen kühlen leicht grünlichem blau gehalten ist. oder ist es mehr richtig grün?

ich weiß nicht, aber mein eisbuch hatte gleich zwei davon. zwei eisblaue schutzumschläge, wie ich zuhause feststellte. gleich zwei, übereinander geschoben. wie, um es zu wärmen.

eis eben, von perikles monioudis, ist ein seltsames buch. nicht wirklich spannend, an keiner stelle atemberaubend, und dennoch von einer eindeutigen präsenz. alles ist gegenwart in diesem text, auch die erinnerungen und träume.

da arbeiten männer nahezu ohne jegliche technische aussrüstung auf einem see, um eis zu schneiden, das dann durch europa geschickt wird, weil es zur kühlung gebraucht wird. vorindustrielle zeiten. der kühlschrank wird gerade erst erfunden. gleichzeitig gibt es aber geländewagen mit vierradantrieb, motorräder, die von frauen gefahren werden, und mobiltelefone.

der vater-sohn-konflikt ist unklar, aber vorhanden. in schwäche erstarrt. die kälte dagegen ist eisig. so, wie es sein muß, bei dem titel. das paßt. immerhin handelt es sich um den dritten sohn. was hat so einer schon noch zu erledigen?

mein lieblingswort ist ab sofort eisgewölk.

Perikles Monioudis, Eis

nachtrag: der einband unter dem schutzumschlag ist übrigens langweilig. und was mache ich überhaupt mit dem zweiten, zusätzlichen? den schutzumschlag schützen?

lustige headlines in den täglichen nachrichten (36)

08. Januar 2009 - 23:20

Schüler können weiterschwänzen

traurige sätze aus den täglichen nachrichten (35)

08. Januar 2009 - 19:29

Viel Geld zu verdienen, ist eine Investition ins Ich; wenn es plötzlich weniger sein soll, ist auch die psychische Deklassierung unvermeidlich.

eisig

07. Januar 2009 - 01:34

passend zum wetter lese ich über eisabbau. eisernte. eisapparate.

groß & klein

06. Januar 2009 - 00:31

die wohl eindeutigste designsymbolik, die ich je gesehen habe.

top lage

05. Januar 2009 - 22:48

gerade festgestellt, daß ich in einer der wenigen quartiersmanagementfreien zonen neuköllns lebe. na also!

05. Januar 2009 - 02:17

ach, ich wollte noch einen witz über den jahreswechsel und die wechseljahre bringen. vergessen. war aber eh nicht so gut, glaube ich. hab ich aber auch vergessen.

seltsame materie

05. Januar 2009 - 01:21

„Wenn alles erschöpft ist, kommt der Wahnsinn, …”

Terézia Mora, Seltsame Materie

das buch hat lange bei mir herumgelegen, bis ich es mir dann doch endlich mal gegriffen habe. sicher zwei jahre, wenn nicht noch länger. ich mag jetzt nicht soweit gehen zu sagen, daß das ein großer fehler war. vom hocker gerissen hat es mich nicht. oder in begeisterungsstürme versetzt. aber die erzähleungen sind geschickt zusammengefügt, eigenwillig erzählt, stilistisch durchaus beachtlich. nur hier und da vielleicht doch ein wenig überdreht.

der inhalt? dorfgeschichten. kinder und erwachsene. außdenseiter und durchreisende. grenzgänger.

selber lesen.

humming

04. Januar 2009 - 01:17

gestern nacht im tv. der typ, der über seine probleme sinniert. wie sie ihn beherrschen, ihn quälen usw. ich erinnere mich, wie das ist. im selben moment, zum ersten mal seit langem. wenn alles durchwachsen ist, durchtränkt von nur einem gedanken, einem gefühl. was es auch sei. das ist lange her.

aber ich erinnere mich. ich muß mich erinnern, in diesem moment, weil ich es so gut wie vergessen habe. und dabei fast nicht bemerkt hätte, das vergessen. das ist ein problem aber sonst habe ich keine probleme, keine wesentlichen zumindest. nicht dieses immerzu quälende, das frißt und frißt, tief innen. sich aber dennoch nicht ändert, nicht bewegt. niemals.

das ist vorbei. zur zeit gibt es nur dinge, die es zu bewältigen gilt. aufgaben vielleicht, aufträge oder ähnliches. es existieren listen, die mir arbeit machen. immer wieer neue erledigungen. das ist alles.

das ist gut. auch eine herausforderung, die sache mit dem glück.

alles banane

03. Januar 2009 - 23:07

kleine illustration der tatsache, daß ich diese ekligen dinger verabscheue. und warum.

2009

03. Januar 2009 - 13:34

huch. schon da, das jahr.