archiv: März 2009
ticktack
29. März 2009 - 23:51der erste tag nach der umstellung auf die sommerzeit ist immer ein verlorener. nichts geht, alles ist verschoben, so blöd das auch klingt. man hinkt hinterher, die ganze zeit. und weiß nicht einmal was das ist, das so unerreichbar bleibt. zeit ist eine illusion, mehr nicht. eine illusion, die in uns wohnt, wie mir scheint. tick-tack-tick-tack-tick. hier ist mein herz, dort meine nerven. das blut nicht zu vergessen, der ewige strom. nur die äußerste schicht, meine seele, kennt keine zeit. und schweigt dazu, zu allem. gelassen.
schöne neue worte aus den täglichen nachrichten (41)
27. März 2009 - 20:36positiv-reziprok = erfolgreich?
straßenbaumaßnahmen
27. März 2009 - 20:10hey, was lese ich da gerade? meine weserstraße wird asphaltiert, womöglich sogar noch in diesem jahr. das freut einerseits, wenn ich an das lästige kopfsteingepolter denke, denn da schwingt hier oben der dielenboden mitunter bedenklich mit. andererseits macht das asphaltieren selbst sicherlich wieder extralärm, schlimmstenfalls im sommer. ich glaube, hier hat es für mich noch keinen einzigen baufreien sommer gegeben. das nervt. außerdem ist es auch irgendwie schade, wenn überall das kopfsteinpflaster verschwindet. rein optisch, versteht sich, da verliert so eine straße doch irgendwie an charme.
freitags
27. März 2009 - 19:37schnell noch in den freitag reingeschrieben, weil ist ja freitag heute.
erfolgreich abwracken
27. März 2009 - 13:05gerade ist es verlängert worden, das allgemeine abwracken. ach nein, natürlich nur das sinnlose verschrotten von durchaus funktionsfähigen kraftfahrzeugen. aber was solls, ist doch egal, ob so oder anders, dieses oder jenes. ob autos oder leben. alles neu, macht der mai. ich finde das gut, das paßt doch, dieses wort: abwracken!
klingt fast wie abkacken.

also los, wracken wir ab. in die presse mit dem ganzen schrott, und nicht nur die autos. so geht das nicht, das reicht doch niemals. es braucht mehr, das ist größer gedacht, muß also größer werden. viel größer. das ist im grunde ein globales projekt. so sehe ich das. verwandeln wir doch einfach die ganze welt in hübsch kompakte müllquader, stapelware, und lagern sie aus. dann wäre das zumindest schon mal erledigt. ein anfang, immerhin.

Ein neuer erfolgreicher Tag ist übrigens eine skulptur am wuppertaler kasinokreisel - der, nebenbei bemerkt, übrigens schon lange kein kreisel mehr ist, sondern nur noch so heißt - die von der sparda bank gestiftet dort aufgestellt wurde. normalerweise trägt der erfolgreiche kerl - ist es ein banker? tatsächlich? - natürlich einen schlips, wie es sich gehört, der ihm bei seiner harten arbeit aber offensichtlich immer wieder mal abhanden kommt.
schöne neue erkenntnisse aus den täglichen nachrichten (40)
27. März 2009 - 11:29Auch Menschen jenseits der 40 können sich weiterbilden – wenn sie an ihre Fähigkeiten glauben.
(ist ja wahnsinn, das hätte ich nienie gedacht. ;-)
neue frauenlese in neukölln
27. März 2009 - 00:56
jinn pogy hat sich um-, nicht ausgezogen. gestern abend im ORi, bei der lauter niemand lesung.
wienrecherche (9)
26. März 2009 - 13:29„Eine echte Melange wird nicht in der Schale, sondern im Glas serviert.”
also schluß mit latte, endlich.
Klaus Thiele-Dohrmann, Europäische Kaffeehauskultur
sprachliche mißgriffe in den wöchentlichen meinungsmedien (39)
25. März 2009 - 19:04burning zen
24. März 2009 - 22:0024. März 2009 - 14:33
gestern nacht gegen drei plötzlich in eine art wahn verfallen. nichts neues, einfach nur die sortierwut bekommen. hellwach im hirn, so ist das dann. kribbeln in den fingerspitzen. spontan habe ich dann ein bücherregal umgeräumt und gleich auch umgebaut. das mußte einfach sein.
jetzt mag ich eigentlich sofort weitermachen, das muß man doch nutzen. die videomassen aussortieren und platz für bücher schaffen vielleicht. oder DVDs. muß aber erst noch ein bißchen arbeiten.
illusion
22. März 2009 - 22:10langsam wird das hirn wieder frei. soviel, das weggearbeitet werden wollte, zuvor. jetzt lange ich langsam die substanz an. das, was wirklich zählt. die stimmung hinter dem stoff, der zauber. die augenblicke, in einer grundsätzlich schrecklichen welt, die dennoch festgehalten werden wollen. nur deshalb lohnen sich doch die worte.

