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archiv: März 2009


leipziger buchmesse 2009

15. März 2009 - 17:57

irgendwann ist immer das erste mal. gestern war ich also in leipzig, um mir all die vielen bücher ansehen. oder zumindest einen winzig kleinen teil davon. den teil, den mein armes hirn in knapp sieben stunden aufzunehmen in der lage ist.

erst einmal galt es, eine andere hürde zu nehmen, besser gesagt, eine deftige irritation zu verarbeiten. die der vielen verkleideteten jungen menschen, die in pink oder schwarz, in riesige kistenartige stoffbahnen gehüllt und mit martialisch anmutenden pappmachéwaffen ausgestattet durch die gänge trollten. eine absurde angelegenheit: die mädels, die sich auf dem klo umziehen, schminken und ihre katzenhaften kontaktlinsen einsetzen. die ringelsocken und badeschlappen, überall, die kistenwesen und kriegerfiguren. eine gestalt in soldatischer kampfmontur, mit gasmaske, stahlhelm und marschgepäck. gewöhnungsbedürftig.

dem galt es, auf den grund zu gehen. die manga- und animeefans waren – wie offensichtlich in jedem jahr – auf der jagd nach preisen. darüber hinaus ist ungefähr die hälfte einer der vier hallen nur mit comics, oder besser mangas, belegt. auch ein zeichenwettbewerb findet jährlich statt. ach, das ist doch schön, wenn die jugend kreativ ist.

der rest ist buch, unendlich viel buch. (neben den zeitungen natürlich, dem verlags- und buchhandelskrempel und ein wenig elektronischem zubehör, ist ja groß im kommen.)

all die kleinen verlage, die in ihren kleinen messestandkistchen hocken,  mit ihren zum teil wunderschönen büchern, die man kaum je zu sehen kriegen wird in den gängigen massenbuchhandlungen. wie geht das, wie leben die? warum machen die das? na gut, bei dussmann liegen vielleicht auch diese bücher, einige zumindest, davon gehe ich jetzt einfach mal aus. aber der laden liegt quasi am anderen ende der stadt, da komme ich kaum je hin. was sicher auch besser ist, sonst würde ich wohl noch mehr bücher kaufen. einfach weil sie so schön sind, und das geht ja nun wirklich nicht.

die größeren verlage kommen auch größer daher, zum teil mit bühnenprogramm und kaffeeausschank. darunter auch books on demand (bod) und die bundeszentrale für politische bildung (bpd), wenn man die beiden überhaupt einen verlag nennen kann. und ich muß zugeben: was ich vor ein paar jahren noch für einigermaßen zweifelhaft gehalten habe, bod nämlich, beginne ich langsam ein wenig liebzuhaben. für kleine projekte, die ja mittlerweile im internet hervorragend propagiert werden können, scheint es mir nahezu ideal.

die radio und tv-präsenz, nun ja. hätte ich mir schlimmer vorgestellt, ebenso das gedränge oder den ansturm auf anwesende stars. war gar nicht so, muß ich mir unbedingt merken. für das nächste mal, was es wohl geben wird. bücher sind ja schon irgendwie meine heimat.

und bequem im bett lesen geht jetzt auch, mit diesem daumending.

regenbogennacht im regen

15. März 2009 - 16:05

die musikveranstaltung zog sich noch, gestern abend. wieder so bis gegen fünf, schätze ich. ein großer teil der besucherschaar hielt sich übrigens zumindest zeitweise draußen auf und ließ sich genüßlich naßregnen. die polizei hatte dem regen treiben auch nichts entgegenzusetzen, notierte offensichtlich nur ein paar eklatante parkregelverstöße und plauderte ein wenig mit ein paar passanten. was ja auch okay ist, irgendwie.

andererseits kann ich inzwischen anwohner von in-kneipen verstehen, die jeden abend mit soetwas zu tun haben. besonders im sommer, in der simon-dach-straße etwa. ich bin mal gespannt auf den nächsten sommer hier. darauf, ob sich die weserstraße nicht womöglich zur hiesigen simon-dach entwickelt, peu à peu. ich glaubs ja eher nicht. hoffentlich. aber wer weiß das schon.

15. März 2009 - 02:21

draußen ist vielleicht was los! die kneipe gegenüber macht mal wieder laute musik für junge leute.

throwing bones

13. März 2009 - 18:18

aus aktuellem anlaß oder so ähnlich: Schieß doch!

12. März 2009 - 21:35

gestern war vollmond. und morgen ist schon wieder freitag der dreizehnte.

merksätze in den täglichen nachrichten (37)

09. März 2009 - 18:12

Ein Roman ist nie perfekt. Ein Roman kann und darf wunderbar, unterhaltsam und klug sein und dennoch viele Fehler haben – wie ein Menschen.

freitags

08. März 2009 - 01:15

manchmal mache ich freitags ein klein bißchen freitag.

07. März 2009 - 00:18

gut gelaufen, der tag heute. alle texte fertig, sodaß jetzt tatsächlich ein wochenende vor mir liegt. naja, so richtig auch wieder nicht, schließlich kann frei haben so langweilig sein. mal sehen, was sich machen läßt.

05. März 2009 - 20:06

irgendetwas mit kängurus. und eine gruppe von männern, die bedrohlich gegen meine wohnungstür trommelt, dann plötzlich wieder damit aufhört. draußen eine uniformierte schriftstellerin im regen.

tick-tack

04. März 2009 - 14:28

sie wolle kinder, auf jeden fall, erzählte mir neulich eine 17jährige. einfach aus angst, sonst im alter allein zu bleiben. eine halbe stunde später wiederum erklärt sie mir, daß sie kinder hasse und sich deshalb niemals als au-pair bewerben würde.

himmel, ticken die alle so in dem alter? ;-)

heißester sommer

04. März 2009 - 01:08

ist sicher ganz gut, das buch, aber ich finde einfach nicht rein. keine ahnung, ob das nur im moment so ist, oder ob es auch morgen und übermorgen einfach so bleiben wird. der stil geht mir auf die nerven, immer nur subjekt – prädikat – objekt, mit wenigen ergänzungen.vielleicht ist es das.

das ist ungerecht, ich weiß, ich habe die seiten nur überflogen und dabei keine geschichten und so gut wie keine figuren wahrgenommen. außerdem habe ich eigentlich keine zeit zum lesen, abseits der wienrecherche. interessiert mich alles nicht. gerecht oder nicht, ich lege es jetzt weg, das buch. trotzdem.

Zsuzsa Bánk, Heißester Sommer

worte an sich

02. März 2009 - 23:25

back to MINUSZERO, wurde aber auch zeit: anker setzen im kreativen chaos.

leben in wien (2)

02. März 2009 - 23:02

ein komisches kleines buch. jahrelang hockt es ungelesen in meinem bücherregal, und jetzt weiß ich auch warum. es ist eigenartig unorganisiert und in einem zum teil recht seltsamen stil verfasst, der andererseits aber auch nicht uncharmant ist.

dennoch, gelesen habe ich es jetzt definitiv nur wegen der wienrecherche, sonst hätte ich sicher nicht hineingefunden. und zumindest die letzten zwei kapitel waren diesbezüglich doch noch ganz aufschlußreich.

„… in Wien, wo man niemals sagt, was man meint, und niemals meint, was man sagt, …”

Rolf Schneider, Leben in Wien