09. November 2009 - 00:09
genervt. was wie ein entspannter, lockerer sonntag anfing, sogar ein freier tag, ausnahmsweise, endete dann doch in einem batzen arbeit. und in fehlerfunden und mißgeschicken und so. shit.
genervt. was wie ein entspannter, lockerer sonntag anfing, sogar ein freier tag, ausnahmsweise, endete dann doch in einem batzen arbeit. und in fehlerfunden und mißgeschicken und so. shit.
vielleicht sollte ich jetzt nach wien gehen. oder nach england. ich habe eine große sehnsucht nach der tiefe und stille südenglands. berlin ist ja ohne zweifel eine oberflächliche stadt, die eher in die breite geht als in die tiefe. daß mir das jetzt erst auffällt.
aber natürlich kann ich mir nichts anderes leisten. einstweilen.
heute um mitternacht bei timm: Die Ballade vom traurigen Café. (das hatte ich ja neulich an anderer stelle bereits kundgetan, daß timm wieder da ist.)
vielleicht auch gar nicht so utopisch, sondern vielmehr poetisch. stühle, die auf dem feld wachsen. prozessoren, die sich fortpflanzen. im rechner womöglich, eine generation nach der anderen. man muß keine neuen mehr kaufen. wenig arbeit also. alles nur noch tausch und umgestaltung. und kunst vielleicht. wer weiß?
in jedem fall findet Vom Abtrainieren des Arbeitswillens meine genüßliche zustimmung:
via klausenerplatz
vielleicht, weil ich jetzt einen so schicken herd habe. der ist sogar beleuchtet, wie es sich gehört. mein vorheriger hatte da ja eines seiner großen mankos. immer mußte ich mir das sich entwickelnde essen mit einer taschenlampe betrachten. jetzt sind sogar fotos möglich.

es würde mich sehr freuen, das gebe ich unumwunden zu, wenn sich diese mutmaßung alsbald bestätigen könnte.
wie mich heute die schweinegrippe erwischt hat.
menschen sterben. alle, das ist nichts neues. auch mir sind omas und opas gestorben, mein vater, ziemlich früh, außerdem – in einiger entfernung – ein drogentoter aus der parallelklasse, ein ehemaliger nachbarsjunge, der so hieß wie mein bruder, sogar am selben tag geburtstag hatte, und ein kind von gerade einmal sechs jahren. das ist normal. auch daß die einschläge näher kommen. vor vier jahren ein flüchtige bekannte aus der ganz frühen erwachsenenzeit. unfall im wilden kurdistan. in diesem sommer dann eine wesentlich nähere bekannte aus dieser zeit, wie ich vor ein paar tagen erst hörte. zwei jahre jünger als ich, und freiwillig gegangen.
mein hirn ist ein elefant. fünfzehn bis zwanzig jahre habe ich b. nicht gesehen. und auch kaum an sie gedacht. jetzt fällt mir vieles wieder ein. motorrad sind wir zusammen gefahren. ich hatte den führerschein schon, sie machte ihn gerade. damals. musik haben wir zusammen gemacht. nun ja, zumindest haben wir es versucht. ich erinnere mich an b.s selbst umgebaute gitarre, schwarz mit goldenen knöpfen. (hießen die pottys?) ich erinnere mich an die kleine kahle stelle an ihrem hinterkopf, wo sie immerzu nervös mit den fingern herumfummelte. und wie sie beim kiss-in in einer duisburger straßenbahn mit ihrer damaligen freundin ein kaugummi hin- und hertauschte. damals war so etwas provokant.
eben ist mir unsere letzte begegnung eingefallen. jahre später. ich mit der wuppertaler salsaband auf irgendeiner bühne im ruhrpott, und b. im publikum. endlich machst du, was du willst, hat sie mir anschließend gesagt. da hatte sie schon längst mit eigener band und eigenen lieder auf der bühne gestanden. immer vorneweg, ohne angst. ganz im gegensatz zu mir.
und jetzt sowas.
mir gehen welten unter derzeit. eine nach der anderen, unvermittelt. ich bin nicht ahnungslos, ich bin nur müde. das wird ein grausamer winter.
Bei uns heißt es seitens Konservativer, Homosexualität sei eine Art Mode. Wie denken Sie?
eva brunne, die weltweit erste lesbische bischöfin, in schweden
