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archiv: April 2010


30. April 2010 - 20:26

heute ist der tag, an dem alles nichts nützt. die umständliche neuinstallation des betriebssystems gestern abend hat rein gar nichts gebracht. der neueste firefox hing nach knapp einer stunde dann doch wieder wie sau. kriegt mitunter nicht einmal google geladen, das muß man sich mal vorstellen. also ist das ding jetzt einstweilen wieder zurückgestuft. was aber irgendwie keine lösung ist.

dann hat das motorrad heute den tüv nicht gepackt, trotz schicker neuer stoßdämpfer. hilf halt nix, wenn der reifen am ende ist und die hupe nicht hupt. bremsen? ach ja, bremsen. und jetzt? ich bin schlicht und einfach pleite.

lauter rückschritte.

wer ist til?

29. April 2010 - 12:46

jetzt hab ich ein problem. oder eigentlich gleich mehrere.

erstens steh ich nicht besonders auf til schweiger, im grunde überhaupt nicht. ich fürchte, das letzte mal spielen sehen hab ich ihn in der lindenstraße. und das muß schon eine weile her sein.

zweitens brauche ich braun nicht unbedingt, denn ich bin einerseits zu alt, um zu der generation von frauen zu zählen, die sich regelmäßig rasieren. andererseits aber zu jung, um gezwungenermaßen doch mit dem rasieren anzufangen. dazu braucht es wohl noch ein paar kräftige schritte in richtung menopause. (außerdem habe ich beschlossen, ab einer kinnbarthaaranzahl von über 50 stück, meine umwelt mit dieser tatsache tapfer zu konfrontieren. heimlich hoffe ich allerdings auf mehr als 50, sonst sieht das ja nicht aus. ;-)

drittens sind mir schwarzgrundierte webseiten ein greuel. (liegt vielleicht an der beginnenden altersweitsichtigkeit.) deshalb ist es wohl besser, beim werbeblogger weiterzulesen.

danke!

28. April 2010 - 23:55

morgen abend wird der rechner neu aufgesetzt. sitze vorsichtshalber an den letzten dringenden arbeiten und sichere mir nebenbei einen wolf. ich bin eben ein pc-schisser.

kruzifix

27. April 2010 - 21:32

mit dem gehängten. (von stuttmann)

25. April 2010 - 22:36

fünf stunden lang gesägt. natürlich nicht nur, zwischendurch gemessen, angezeichnet, geschraubt und was sonst noch so anstand. ansonsten gesägt. mit der hand. die stichsäge taugt mich bei diesen kleinen brettchen, kaum gößer als der sägeschlitten. also waren feinsäge und fuchsschwanz im dauereinsatz.

locker lassen, hat mein vater immer gesagt. nicht anstrengen, dann sägt die säge von selbst. keine kraft, das ruiniert alles. kein problem, denke ich. und säge vor mich hin, ganz entspannt. locker aus der schulter. so ein brettchen festhalten, das kostet natürlich schon ein wenig kraft. aber die säge, ja, die säge, die sägt ganz allein.

prima, denkt sich da die säge und sägt in meinen finger. so war das eigentlich nicht gedacht.

schrauber

24. April 2010 - 19:13

was denn das sei, fragt der mann, während ich die beiden pakete in den fahrstuhl hieve. ein fernseher? gerade noch rechtzeitig erinnere ich mich, daß die fernseher ja heute fast alle ganz flach sind. aber warum gleich zwei?

ein stück möbel, sage ich.

ob ich denn einen schraubenzieher habe.

ich nicke. und muß lachen, weil ich an meine unzähligen werkzeuge denke, eine ganze kammer voll. erworben für die lehre damals, geerbt von meinem opa und vater und überhaupt, man braucht ja immer wieder mal was neues. meine gesammelten schraubendreher kann unbesehen nicht einmal zählen, es müßten an die zwanzig sein.

schade, sagt der mann. aber heute könnten die frauen das ja alles allein.

das konnten sie immer schon, sage ich.

bevor ich dann meiner wege ziehe mit meinen zwei an die vierzig kilo schweren paketen. (auf einer sackkarre, versteht sich. ;-)

zusammengebaut war das ding dann in etwas mehr als drei stunden, inklusive der vier schubkästen und fünf zusätzlich gezimmerten einlegeböden. zur hand genommen habe ich aber lieber gleich den akkuschrauber, ich bin ja nicht blöd. und einen hammer natürlich, einen schlitzschrauber, stichsäge und bohrmaschine, schleifpapier, zollstock, winkel und bleistift usw.

alles ganz allein. und besser vermutlich als irgendsoein schnulli, der schraubenzieher sagt und meint, daß das zum möbelbauen reicht.

22. April 2010 - 00:03

langer tag, seit etwa dreizehn stunden nahezu pausenlos auf sendung. kommt auch selten vor, derartige fremdarbeitsbrocken am stück. oder kommt mir das nur so vor? jetzt noch die liste für morgen. termin um zehn wurde, zum glück, abgesagt. so besteht eine chance, daß ich doch noch irgendwie hinterherkommen.

träges vieh, das ich bin, derzeit.

tacho für mädchen?

20. April 2010 - 23:23

da war ich schon ein wenig erschrocken, als ich den preis für diesen gebrauchten haufen plastik und metall hörte. mäusekino hat der vorbesitzer zu meinem originalteil gesagt, und zwar nicht nur, weil die hälfte der anzeigen sowieso nicht funktioniert. nein, wenigstens eine davon blickt seit jeher sinnfreien daueralarm. vielleicht hab ich es deshalb in drei stürzen kräftig zerdeppert. (besser das, als ich.)

vielleicht war ich auch nur irritiert oder zumindest desorientiert, hatte ich doch vergessen, mich vorab umzuschauen. ist ja inzwischen ganz leicht, mit internet und ebay und so. und dennoch unerlässlich, nach wie vor, besonders als frau, wenn man sich in eine der letzten löwenhöhlen wagt. in eine wildfremde schrauberwerkstatt also, in der man (äh frau …) noch nie war, um dort nach einem gebrauchtteil für meine olle kawa zu fragen, baujahr 86, wohlgemerkt.

erschrocken genug und autentisch dazu, daß es auf jeden fall noch einmal 15 euro nachlaß gegeben hat. mein privatschrauber und selbst ebayhändler war dann auch überhaupt nicht erschrocken, scheint alles im grünen bereich zu liegen. schwein gehabt, doch nicht den mädchenbonus gezahlt.

traurig aber dann, zu sehen, wie die maschine weggeschoben wurde. nicht mal einen mucks wollte sie von sich aus machen, nach dem winter. :-(

fleißige hausfrau

19. April 2010 - 13:36

einer der häufigsten suchbegriffe, die auf dieses blog verweisen, ist übrigens seit einigerzeit schon: die fleißige hausfrau. ausgerechnet. wenn ich mir da meine seit monaten ungeputzten fenster ansehe …

piratinnen

18. April 2010 - 21:07

wie, es gibt keine? echt nicht? kann ich kaum glauben.

re:publica – was bleibt

18. April 2010 - 18:14

viele eindrücke, nette begegnungen, gute kontakte und eine endlose liste verpaßter momente, vermutlich. es ist immer seltsam, hinterher zu lesen, daß ich mit anke gröner auf derselben veranstaltung war, ebenso mit liz, über deren buch ich neulich erst im common reader geschrieben habe, oder auch franzi, deren derzeitiges tagebuchbloggen ich aufmerksam verfolge. dennoch bestand kaum eine möglichkeit, die beschriebenen zu erkennen. ich gucke den menschen nicht so gerne auf die vor dem bauchnabel baumelnden schilder. und wenn doch, was dann?

außerdem ist da diese plastiktasche. die riecht wie der wasserball, den ich als kind hatte. oder war es die luftmatratze? keine ahnung, jedenfalls stinkt sie. immer noch. und weil ich noch nicht weiß, ob es der wasserball oder die luftmatratze ist, an die ich mich das ding erinnert, muß ich wohl noch ein paarmal daran riechen.

das wars, einstweilen. obwohl: es gibt da was, dafür finde ich noch keine worte. vielleicht später, vielleicht nie …

re:publica 2010 #3

17. April 2010 - 01:00

der letzte tag war er längste, für mich. vor elf los, nach kurzer arbeitssession, um zwölf bei miriam meckel, dann eins aufs andere, nicht immer erste sahne, aber naja. anschließend noch zum gows-treffen. (lauter frauen im netz, hat also eindeutig was mit feminismus zu tun, auch wenn es was mit girls heißt.) warum ich da dann stundenlang draußen vor der tür rumgestanden und gefroren habe, weiß ich jetzt auch nicht mehr. die aufwärmphase in der heißen wanne hat ein wenig gedauert.

für mehr zu müde.

fazit insgesamt: die re:publica lohnt sich, immer noch, besonders natürlich für treffen auge in auge. der input ist enorm und vielfältig, er kopf ist voll. ein wenig fehlt vielleicht die basis, das vermeintich persönliche, unpolitische, in irgendwelchen netznischen verlorene. wer weiß, womöglich soll das auch nicht. was allerdings schade wäre.

re:publica 2010 #2 – identitäten

15. April 2010 - 23:39

wieder erst am späten mittag, dann aber tief eingestiegen. schlag auf schlag, eines nach dem anderen. manches kommt leicht und flockig daher, anderes amüsant bis laut. das meißte ist irgendwie bekannt.

auch sexismus ist natürlich nicht neu und daher im netz satt vertreten. selbstverständlich mit der üblich vertrollten verstärkung. ein altbekanntes thema also, trotzdem war das wohl die erste tatsächlich anregende diskussion, die am ende quasi gerade erst richtig hätte anfangen können. (gerne wüßte ich ja, was zeitgleich im dazugehörigen livestream los war. leider gab es da nur eine kurze, verheerend klingende andeutung.)

identitäten – das ist mir wohl das internetthema in diesen tagen. überall wirkt und webt es sich hindurch, manifestiert sich sogar im reallife. gestern verlangte der postmensch, daß ich einen lieferschein unterschreibe, auf dem ich herr engl hieß. (na gut, eigentlich herr engel, aber das ist ja sowieso immer so.) das hab ich einfach mal gemacht, ist doch eh alles nur viruell. und heute dann wollte mich eine der kalkscheunesecuritystiernacken nachdrücklich aufs männerklo schicken. dem nachzukommen konnte ich mich dann aber doch nicht entschließen.

überhaupt weiß ich nicht, was das jetzt wieder soll. wobei mich dieses wechselspiel ja sporadisch schon das ganze leben begleitet. ich bin es also irgendwie gewöhnt. heute war ich aber frisch rasiert, ich schwöre. der schädel glatt und nicht der hauch eines kinnbarts, definitiv.