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archiv: Juni 2010


schluß mit dem geschwätz

30. Juni 2010 - 18:55

ich fasse zusammen: die regierung selbst offenbart zur zeit große schwierigkeiten, sich selbst zuzustimmen.

worte an sich

30. Juni 2010 - 17:38

es kommt ja eher selten vor, daß ich im absurdum hier die vorarbeit für worte an sich leiste. normalerweise geschieht das mehr so im stillen oder nur ganz marginal. diesmal ist es aber unverkennbar. drüben also noch einmal, ein wenig überarbeitet und konkretisiert: Selber schuld

(sehr schön auch das rechercheabfallprodukt selbstschuld.de. aber das nur so, ohne jeden zusammenhang. ;-)

selber schuld

29. Juni 2010 - 19:55

… wenn du trolle fütterst.
… wenn du das nicht verstehst.
… wenn du glaubst, was DER schreibt.
… wenn ich dich  verarsche und vorführe.
… wenn du alles ernst nimmt, was ich sage.
… wenn du technisch nicht auf der höhe bist.
… wenn du dich im netz nicht zurecht findest.
… wenn ich deshalb in deinen raum eindringen kann.
… wenn du nicht bist wie ich, so vollvernetzt und verpeilt.

so klingt es mir nachhaltig in den ohren, dieses selber-schuld-netz, das mir – spät, aber immerhin – erst bei der letzten re:publica so richtig bewußt wurde. diese proll-troll-natur, jenseits aller menschlichkeit, die rücksichtslos vorzugsweise fremde räume zu fluten oder auszubrennen trachtet, je nach dem.

schuld. das ist das einfachste prinzip, um verantwortung zu vermeiden. um die dinge, die man anrichtet, absichtlich oder nicht, auf andere abzuwälzen. auf die opfer, versteht sich, die schwächeren. die, die nicht verstehen, die sich nicht auskennen, die sich (noch) keinen überblick verschaffen konnten. das ist der leichteste weg, aber das sagte ich bereits. geschwätz, häme und hybris helfen ebenfalls, soweit ich das erkennen kann. und selbstkonstruierte strukturen natürlich, die niemandem kontrollfreien zugang gewähren.

so wird es niemals ernst. es muß sich auch niemand jemals entscheiden, nicht wirklich. alles könnte ja auch ganz anders gemeint gewesen sein, von anfang an. dieser allerletzte trick funktioniert sowieso. selber schuld, wenn du das nicht verstehst. alles schwimmt und schwappt, wohin auch immer. so geht das spiel. verstehst du?

schwamm drüber. auf die art entsteht eh nix! also, keine gefahr.

inner schweiz*

29. Juni 2010 - 18:11

vor zwei jahren war ich das letzte mal in der schweiz, die ja so sauber ist, wie es immer heißt. tatsächlich vergißt man, zurück in berlin, schnell wieder, von wieviel klarheit und höflichkeit man dort plötzlich umgeben ist. autos bremsen 10 meter vor dem übergang, um fußgänger freundlich durchzuwinken. mitten in zürich mitunter, am central zum beispiel, unweit der polybahnstation. macht mich immer wieder fassungslos. das ist schlimmer als in england. womöglich, weil es echter ist. zumindest kommt es so rüber.

von einem wenig vertrauen verwandten gefragt, wie mir zürich gefällt, antwortete ich spontan und ein wenig von mir selbst überrascht, wie seltsam es ist, straßenzüge zu sehen, in denen man spürt, daß diese gebäude seit jahrzehnten, wenn nicht jahrhunderten zusammenstehen. alle. ohne ausnahme, ohne schaden, ohne lücke. in den 60ern im ruhrgebiet geboren und aufgewachsen kenne ich so etwas einfach nicht. zwar habe ich wohl keinen schutt mehr wahrgenommen, sondern eher die vielen schuhschachteln und schnell hochgezogenen sozialsiedlungen. vielleicht noch das alte zechenhaus meiner großeltern. aber essen hatte einfach kein gesicht. und hat es bis heute nicht, soweit ich weiß. und obwohl ich zürich inzwischen seit über 30 jahren kenne, war mir das niemals zuvor so klar in den sinn gekommen.

jetzt sehe ich mich bestätigt, don formuliert anders, aber ebenso eindeutig:

Immer, wenn ich in der Schweiz bin, frage ich mich, wie eigentlich Deutschland aussehen würee (sic!), hätte es den 2. Weltkrieg nie gegeben.

* bitte als ruhrpottslang lesen

hoffnung ist wie falschgeld!

27. Juni 2010 - 13:20

nachzulesen bei salamandra, 27.6. 2010 um 07:50:26. (deeplinken ist nicht, soll wohl so.)

neuköllner antismiley

26. Juni 2010 - 23:14

du sklave

26. Juni 2010 - 23:01

sklavenmoral. was für ein schönes wort. und ernst gemeint ist es auch, sogar todernst, wie süß. es gibt da noch ein so ein wort, das heißt einfach, klipp und klar: opfer! und da ist dann nix mehr mit kotzen. (aber zum glück sind ja echte sklaven und auch opfer im grunde recht selten und in dieser amüsanten geschichte ganz sicher nicht vorhanden.)

experten

25. Juni 2010 - 19:13

hab übrigens gerade angefangen, frank schirrmachers payback zu lesen. spät, ich weiß, aber immerhin. paralell dazu lese ich von perfiden bloglöschungen mit zerbrochenem geschirr bei der faz. ausgerechnet. wen ich für einen ernstzunehmenden internetexperten halte, liegt da wohl auf der hand.

leere

24. Juni 2010 - 21:04

hab grad nicht viel zu sagen. oder viel zuviel vielleicht.

alle ausländer sind homophob

20. Juni 2010 - 22:31

und schwule beißen, wie die mädchen. alle. (der zum niveau des themas passende link zum berliner kurier sei mir verziehen. kommt nicht wieder vor. oder nur, wenn es unbedingt sein muß.)

regenbogenscheiß

20. Juni 2010 - 13:48

ha! da geht diese dämliche csd-dauerfeierei in diesem jahr fast vollständig an mir vorbei und das fast ohne mein zutun. ich habs einfach vergessen, kaum rechtzeitig überhaupt mitgekriegt, dementsprechend weder die motzmesse noch das gestrige straßengehampel auch nur am rand mitverfolgt. oder gar mitgemacht. all das sinnbefreite lärmen, johlen und saufen in diesen tagen. überhaupt, diese scheißkultur bestehend aus sixpackbäuchen und stolz. aus abhängigkeiten und erwartungsdruck, gerade unter lesben. (nicht, daß mir die platte schwule körperkultigkeit irgendwie näher wäre.) alles nur oberflächliche, als gäbe es kein wirkliches leben, durchwachsen von vielen verschiedenen dingen. also heterogen, zum glück. mir ist dieses homobusiness unerträglich, lange schon. und diesmal hab ich es endlich mal vergessen, wie von selbst. hab einen schrank fertiggebaut, fußball gesehen und ein bißchen was von diesem eigenartigen schwedenevent. (man stelle sich vor, die prinzessin hätte sich nicht in ihren turnlehrer, sondern, sagen wir mal, ihre deutschlehrerin verliebt. wie das dann wohl ausgesehen hätte gestern.)

genial.

und dann auch noch das. judith butler lehnte gestern den zivilcouragepreis ab und zwar auf offener bühne. da muß ich dann doch breit grinsen, dem mißglückten taztitel – von wegen spaßbremse – zum trotz. gut so, das finde ich auch. auch wenn es natürlich mal wieder eine von diesen spaßbefreiten lesben sein mußte.

arbeitstermin im oberholz

18. Juni 2010 - 18:10

web 2.0 hin oder her, es ist selten genug, daß ich mich in diese gaststätte begebe. ist mir einfach zu weit weg, von neukölln aus gesehen. und hier gibt es ja inzwischen auch echt schickeres entspannteres. heute wars dann aber doch mal wieder mal soweit, man muß ja den gästen von außerhalb auch ein bißchen was bieten. die vielen aufgeklappten äpfelchen und das kabelgewirr auf dem boden. ist doch schick.

und dann sowas:

da gucken die lauthals fußball! diese nerds oder geeks oder wie sie gerade heißen, verdammt.

torschüsse

13. Juni 2010 - 23:03

ich mag ja manchmal ganz gern gute fußballspiele anschauen. mit vielen schönen toren natürlich. so wie heute.

die neuköllner schreckschußsalven im anschluß an jeden treffer, besonders der deutschen mannschaft, dagegen sind mir zuwider. wesentlich schlimmer als die vielfache allmacht der vuvuzela.