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archiv: Juli 2010


23. Juli 2010 - 11:16

nach einer erneuten allergischen nies- und heulattacke sauschlecht geschlafen. heute dann halsschmerzen und kopfbrummen. und dieser rüttelstampfer der straßenbauer unter meinem schlafzimmerfenster klingt morgens um kurz nach sieben wie ein helikopter.

einhorntomate?

21. Juli 2010 - 18:19

auf meinem balkon entstehen derzeit sehr eigenartige gewächse.

zen

20. Juli 2010 - 17:59

mein vater war ein mann

kein spaß

20. Juli 2010 - 12:18

14 tage lang, seit dem frankfurtbesuch eigentlich, nicht mehr richtig beieinander gewesen. diverse übelkeiten, die übliche sommerallergie (ambrosia?), rückenschmerzen und mehrfache migräne unterschiedlichster qualität, zwischen die arbeitseinheiten geschoben, paßt schon. irgendwie. dazu die zwischenzeitliche hitze, 37°. menschenwärme, innen wie außen. unerträglich.

die krönung gestern nacht. nach einem grundlos grunderschöpften tag eine dieser höllennächte. migräne im endstadium, mit diesem schmerz also, der mich wie ein rostiger stacheldraht durchwächst. entgültiger auftakt war gegen 2 uhr, nach zirka 24 stunden vorglühen.

eine art segen, daß auch die zweite volle dröhnung innerhalb einer woche tatsächlich geholfen hat. so nach zwei stunden ungefähr. aber kaum zu beschreiben, wie schwer bis unmöglich es in diesem zustand erscheint, halbwegs aufrecht bis zum badregal zu kommen und die nötigen maßnahmen zu ergreifen. wassergläser füllen, tropfen abzählen und tabletten aus der aluminiumumhüllung drücken, alles ohne licht, weil licht einfach nicht geht.

wobei ich mich immer frage, was angestellt beschäftigte in so einem fall machen. also all die leute, die beim ersten krankheitstag bereits einen gelben schein zu liefern haben, wie das heute so üblich ist. da bleibt wohl nur die hoffnung auf einen verständnisvollen, zuverlässigen arzt. ein wahres glück, daß ich damals im job in wuppertal kluge kolleginnen und eine kluge chefin hatte, die einfach nur genickt haben, weil sie wußten und verstanden. kaum zu glauben. und nienie, nicht ein einziges mal habe ich das ausgenutzt.

migräne ist kein spaß, keine unpäßlichkeit, über die man (vielleicht besser frau an dieser stelle, ist das nicht das passende klischee?) leicht leidend hinweglächelt. nein!

zwischendurch zusätzlich ein wenig nach klimakterium gegoogelt. wird ja auch mal zeit. wobei ich mir manchmal mit schrecken vorstelle, daß diese ganze hormonmaschine einfach an irgendeiner stelle zum stehen kommt und das dann womöglich die migränestelle sein könnte. ist sicher lächerlich, diese vorstellung. aber so denkt er eben, der migräneschädel. alles ist angst.

28

19. Juli 2010 - 13:54

das letzte zeichen vor dem nichts. (xxi)

17. Juli 2010 - 21:54

gestern geträumt, daß ich sterben werde. nicht sofort, aber doch in ein paar monaten oder so. der druck war enorm, wie eine sehr große aufregung, kurz vor einem auftritt. also lampenfieber vielleicht. und während um mich herum alle anfingen, von kampf zu reden, war ich mit dem grundgedanken eher einverstanden.

dann aufgewacht und festgestellt: in dieser nacht vor 17 jahren starb mein vater. ich saß dabei und sah ihn glücklich wie nie zuvor. in dem moment.

sommermüll in dem wochenblättern (86)

17. Juli 2010 - 11:45

es gibt ja so phasen da möchte ich mal pause, mal sommer machen, einfach so. aber dann kann ich das lesen wieder nicht lassen und rege ich mich doch wieder über diesen müll auf, den frau köhler oder jetzt schröder so verzapft:

Minijobber und Harz-IV-Aufstocker sollten sich, bevor sie ihren Kinderwunsch wahr machen, gefälligst um einen anständig bezahlten Job kümmern, um ein paar Monate später in den Genuss des Elterngeldes kommen zu dürfen. So wird eine Maßnahme, die ursprünglich geschaffen wurde, um die Entscheidung für Kinder zu erleichtern, zu einer arbeitsmarktpolitischen Strafaktion. Das ist absurd.

Denn damit würden gerade diejenigen bestraft, die sich – zusätzlich zu Hartz IV – um Arbeit bemühen. Gerade diejenigen, die für sehr wenig Geld oft sehr harte Arbeit verrichten, die zusätzlich zu einem schlecht bezahlten Hauptjob einen noch schlechter bezahlten Nebenjob annehmen, diejenigen also, die sich aller Widrigkeiten zum Trotz nicht aufgegeben haben.

erst werden also löhne gedrückt, von wem auch immer, bis tief in die untergeschosse. dann wird der minijobmarkt erfunden, der sich großer beliebtheit erfreut, vor allem bei den dadurch weitgehend aus der verantwortung entlassenen arbeitgebern. und zum guten schluß, ja, da wird dann druck ausgeübt auf die menschen, die sich in diesem zwischenarbeitsmarkt verfangen. gute alte erziehungsmethoden: strafen und ausgrenzen. brandmarken vielleicht noch.

fordern statt fördern, so muß man das wohl nennen.

8 männer & 1 loch

15. Juli 2010 - 13:19

ein kleiner bagger ist gekommen und hat ein großes loch in die erde geworfen. jetzt hocken sie da und stehen sie rum und wundern sich.

das ist übrigens ein panoramabild – ja, vielleicht auch dieses hier – wie ich bei meinem ersten versuch drüben im HSB im kommentarverlauf lernen durfte. ein freigestelltes panorama, möglicherweise sogar gestitcht. (wobei ich keine ahnung habe, was das sein könnte. irgendwas mit nähen?)

diesmal hab ich aber den hübschen zaun weggelassen und mich mehr auf das loch konzentriert. das loch ist schließlich wichtig. das loch und die männer. gerne hätte ich noch ein bißchen himmel angeboten, aber da war leider keiner auf meinem knipsbild.

15. Juli 2010 - 12:26

kopf immer noch frei. dafür eiert der kreislauf. tja, man kann eben nicht alles haben. (hat schon meine mutter immer gesagt: wenn du die augen zumachst, was du dann siehst, das ist deins.)

morgenglühen

15. Juli 2010 - 10:13

hat geholfen, offensichtlich, die volle dröhnung gestern nacht. nicht sofort, erst nach zwei, drei stunden. aber dann war sowieso auf einmal der strom weg, im ganzen haus, womöglich sogar in einem ganzen straßenabschnitt. da gab es dann auch keine ablenkung mehr, kein blickloses zappen durch irgendwelche nachtprogramme.

und heute überraschend aufrecht im kopf. mit ein bißchen angst nur und mit zweifel natürlich, ob das sein kann. nach nur knapp 12 stunden.

heute morgen außerdem, kurz nach sieben oder so: schaufeln, buddeln und baggern unterm schlafzimmerfenster. die verkabelung unter dem bürgersteig wird großräumig freigelegt, reparaturarbeiten, wohl um weitere stromausfälle zu vermeiden. dabei sieht es aus, als wolle man meine kawa einbuddeln. oder sie am ende gar umsetzen. das mache ich dann doch besser selber. ich fahre sie rüber auf die andere straßenseite, noch vor dem frühstück. aus dem loch in der erde riecht es muffig.

nach nachtfahren glüht das rad in seinem alkoven in der küche übrigens immer noch ein bißchen nach.

volle dröhnung

14. Juli 2010 - 23:09

zu hause ankommen und gleich alle verfügbare migränemedikation einwerfen.

symbolbilder

14. Juli 2010 - 15:47

genau so stell ich mir soziologen vor.

nachtrag: och, nu isses wech, das schöne bild eines vermummten linksradikalen demonstranten in kämpferpose. :-(oder war es eine siegerpose?)

13. Juli 2010 - 12:46

kein gewitter, nur wind. der nachts auch noch die offene balkontür zuweht. jetzt ist es draußen kühler als drinnen.