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archiv: Juli 2010


lieber halbschwul als halbschwarz?

12. Juli 2010 - 22:12

diskriminierungen werden ja schrittweise abgebaut. erst darf der nigger nicht mehr aufgeknüpft werden, dann kämpfen neger selbstbewußt um ihre rechte und schließlich verlieren nur noch die häuser an wert, wenn schwarze sich erdreisten, in die nachbarschaft ziehen.

ähnlich scheint es ja mit schwulen zu sein. obwohl es da ein bißchen durcheinander geht, schließlich kann man schwulsein nicht einfach so sehen. also gibt es immer noch ein bißchen prügel, hin und wieder, ein wenig schimpfe, in letzter zeit etwas mehr, und natürlich den ewigen kampf um emanzipation. außerdem kommt jetzt offensichtlich noch hinzu, daß in gegenwart von schwulen eine wertminderung stattfindet. ob das ein fortschritt ist?

ich denke ja, daß sich recht bald mal der erste profikicker outen sollte. immerhin wäre das eine solidaritätserklärung an all die farbigen kollegen, die – wie man immer wieder hört – schon mal ein spiel begleitet von affengebrüll absolvieren dürfen.

nachtrag: und die grandiose mädchenmannschaft hat natürlich auch noch etwas dazu zu sagen.

seewind

11. Juli 2010 - 14:53

aus klimatechnischen gründen gestern abend bereits einen binnengewässer in meiner wohnung kreiert, indem ich die wanne mit einer handbreit kaltem wasser gefüllt habe. (das hat übrigens den vorteil, daß man immer wieder mal die füße reinstellen kann. allerdings ist dadurch nun ausgerechnet das bad der kühlste raum überhaupt. nord-ost-lage, naja. aber wer sitzt schon gern im bad?) da sich nun die sonne langsam auf die andere seite der berliner blockbebauung begibt, kann getrost mit der strategischen öffnung der fenster begonnen werden. draußen ist ja wind, man sieht es an den bäumen.

das funktioniert, wirklich. ein klein wenig zumindest. dumm nur, daß ich heute auf jeden fall noch irgendwann unbedingt das haus verlassen muß.

sklaven-tv

10. Juli 2010 - 11:10

keine ahnung, wie oft ich diese sky-werbung im tv gesehen habe. immer ein wenig irritiert, weil ich ihr nicht folgen konnte, den logischen zusammenhalt einfach nicht verstanden habe. so wenig verstanden, daß ich mit tatsächlich irgendwann die mühe gemacht habe, herauszubekommen, wofür da überhaupt geworben wird. das immerhin war nicht schwer zu verstehen. fußball, ist ja ein thema zur zeit. dennoch vermochte ich den plot der story immer noch nicht zu begreifen. warum kreischen die frauen so derart unjubelig?

eben ging es mir plötzlich auf. es gibt ja männer in der welt, der heterowelt. und männer werden von fußbällen symbolisiert. frauen dagegen hassen fußbälle und deshalb wohl auch männer. so einfach ist das. aber mal ehrlich, es ist wirklich viel verlangt, das zu kapieren. wenn fußbälle ausgerechnet in einem nur mit frauen gespickten spot beworben werden sollen. wer soll denn den klischeschlenker mitmachen können? hey, frauen und schuhe, das gehört zusammen. das verstehen wir. (auch nicht.)

kurz danach kam übrigens colawerbung, die kalorienbefreite lightversion. der spot, wo das junge pärchen morgens dem bett enthüpft, sie duschen geht und er zur kalten cola greift. dann die elterninvasion, attacke, terror, panik vor der wohnungstür. ihre eltern natürlich. doch der kerl bleibt cool, wird schließlich mit einem helikopter aus dem krisengebiet entfernt. alles nochmal gut gegangen. (und natürlich heißt die cola nicht light sondern zero, ist ja die für männer. die lightversion wird natürlich mit püppchen und einer dezent integrierten schwuchtel beworben.)

mannomann, schon mal was von emanzipation gehört? das soll es geben und ist für frauen, männer und auch eltern im angebot. beziehungsweise kinder natürlich, nicht zu vergessen.

27

09. Juli 2010 - 22:50

das blatt ist eine oktave. (acht münzen)

paul sagt

09. Juli 2010 - 21:56

alles wird gut

09. Juli 2010 - 10:25

oder ambrosia? vielleicht sollte ich mir so einen schönen weißen anzug besorgen. mit mundschutz und handschuhen natürlich. das wetter ist doch ideal dafür.

unter den linden

08. Juli 2010 - 21:32

okay, vermutlich werde ich in berlin bleiben können. sicher sind es die gräser, nicht die linden. von den gräsern wußte ich ja eh schon.

verhoben

08. Juli 2010 - 13:34

offensichtlich gab es einen kollektiven selbstmord der deutschen fußballmannschaft gestern nacht. (könnte man meinen, aber da hat sich wohl nur wer in der eigenen metaphorik verheddert.)

schönreden

08. Juli 2010 - 00:07

eines morgens, neulich, an einem dieser tage, die schon grundsätzlich scheußlich beginnen, fiel zu allem überfluß auch noch einer meiner ersten kritischen blicke in den spiegel. ausgerechnet.

alt sah ich aus an diesem morgen. diese vielen kleinen falten im gesicht, um die augen vor allem. dann lang und quer auf der stirn und klein und aufrecht an den augenbrauen, über der nasenwurzel. außerdem gräbt sich langsam die linie seitlich von den nasenflügeln zu den mundwinkeln hinter ein. dazu dieser fleck, rechts neben dem rechten auge. ein altersfleck, so sagt man wohl dazu.

ich sehe alt aus, das ist einfach so. wie fast schon vierzig inzwischen, da hilft nicht mehr viel. kein reden oder lügen vielleicht. es ist zu spät. das ist nicht mehr jung.

wie gut eigentlich, daß ich schon fast fünfzig bin.

straßenfußball

07. Juli 2010 - 22:32

verweis ins hsb

07. Juli 2010 - 20:41

das sieht ja recht hübsch aus, da unten. aber der ton ist nervig, weil sehr zeitversetzt zu meinem heute.

07. Juli 2010 - 16:08

wp-upgrade auf die neueste version, ohne nennenswerte probleme. bei allen fünf blogs, immerhin. aber wieder nicht selber gemacht. und auch nicht wirklich verstanden. könnte aber auch an dem verstärkten pollenflug liegen, der mich seit dem wochenende verfolgt. mit rot geriebenen augen und plötzlichen ermüdungserscheinungen, versehentlich als systemüberhitzung interpretiert. gestern nachmittag habe ich tatsächlich über eine stunde geschlafen, ohne großen erfolg. dennoch konnte ich schon um neun kaum noch aus den augen gucken. seit heute findet nun auch die obligatorische nasenschleimhautverflüssigung statt. bingo!

king of pain

06. Juli 2010 - 15:34

I lay in bed, unable to sleep, nauseous as hell. And the pain: I just want to cut my head off. There’s this feeling of impotence: there’s nothing, nothing you can do and that really makes you feel twice as miserable.

ein höchst zutreffender und umfassender bericht zum thema migräne, bereits im april im gedruckten exberliner erschienen. überhaupt, der exberliner wird immer lesenswerter, zum beispiel auch die juniausgabe mit einem schwerpunkt auf der polizei in berlin. (wenn nur dieses dämliche riesenformat des heftes nicht wäre.)