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archiv: November 2010


hysterie

12. November 2010 - 22:27

geiles wetter. das motorrad macht noch keine anstalten, etwa nicht mehr anspringen zu wollen. ich also los, zum kunden. nach dreißig meter fängt die schon seit ein paar tagen leise singende tachowelle an zu schreien, nach zwei kilometern kreischt sie. so laut, daß ich sie noch mit tempo 100 auf der bahn höre.

später, auf dem weg durch steglitz, gucken mir die leute nach, alle. nein, ich stehe nicht gern im mittelpunkt.

zum glück ist alles still, wenn das motorrad steht, selbst wenn der motor noch läuft. dann dreht sich ja auch die welle nicht. graphitspray habe ich leider keines dabei, also geht es genauso auch wieder zurück. auf der sonnenalle wird das kreischen dann hysterisch, die menschen winken mir freundlich zu. sie spenden sogar applaus, das macht man hier so. wenn jemand offensichtlich einen miesen auftritt hinlegt.

auch zu hause, kein graphit! ob ich mich morgen so zum baumarkt traue? ob es überhaupt die welle ist? und nicht vielleicht der tacho selbst? die verdammte maschine versucht echt, mich fertigzumachen dieses jahr.

die theorie der philosophie

12. November 2010 - 11:33

offensichtlich ist zur zeit meine netzwortsammelwut ausgebrochen. heute also datengeiz. ich muß jetzt arbeiten, aber ich komme noch darauf zurück.

net society

11. November 2010 - 23:11

während im netz über kontrollverlust, post privacy und andere schöne neue denkansätze reflektiert wird, habe ich diese woche gleich mehrere kunden, die mir als antwort auf meine email unbedingt ein fax schicken wollen. sodaß ich am nachmittag schleunigst eine dieser sauteuren originalen faxfolien mit chip kaufen gehen muß, über 20 euro, weil ich die nummer meines onlinefaxes nicht mehr finde. so lange habe ich die nicht mehr gebraucht.

die netzgesellschaft ist eben kleiner als man von hier aus gemeinhin denkt. sehr viel kleiner. für die meisten menschen mit netzanschluß bedeutet internet vermutlich eine emailadresse bei aol oder hotmail, ebay und noch die startseite der telekom vielleicht. that’s it.

selbstentlarvung

10. November 2010 - 20:22

neue menschen, hirnausgelagert? und das an einem tag. aber korrelativ amüsant, immerhin.

ghost

10. November 2010 - 13:31

das nachtgespenst von gegenüber.

thowing bones

09. November 2010 - 23:17

sorry, ich hatte plötzlich eine menge zu arbeiten, da ist mir der Luftkrieg irgendwie durchgerutscht. hier ist jetzt Teil IV.

frisches in den gazetten der welt (96)

09. November 2010 - 13:43

ausnahmsweise mal ein bißchen gar nicht so trübes mitten im trübsinn hierzulande. peter glaser, ein kulturatmender mensch, in der berliner gazette:

Inzwischen erwecken die immer vielfältigeren Zugänge zu Wissen und inspirierenden Informationen durch das Internet die Ruinen an humanistischem Bildungsgut, über die ich aus der Schulzeit und aus meiner Biografie als Leser und kulturatmender Mensch verfüge, immer wieder zu neuem Leben.

briefe im netz, veröffentlicht (95)

08. November 2010 - 19:10

wenn alice schwarzer einen offenen brief schreibt, dann hab ich ja immer gleich bauchschmerzen. dabei weiß ich gar nicht so genau, warum. an sich ist frau schwarzer ja eine hervorragende disputantin, besonders bei live-events. die gute alte sollte viel häufiger in talk-shows sitzen, finde ich. aber bei ihren briefen krieg ich, wie gesagt, da weiß ich nie so recht.

diesmal ist das natürlich ganz anders. diesmal liegt alice schwarzer ziemlich richtig, wenn sie sich an frau köhlerschröder wendet. unter anderem mit diesem coolen satz:

Inzwischen schreiben wir nämlich das Jahr 2010.

nachtrag: im mädchenblog wird das allerdings etwas anders gewertet. ich sag ja, bauchschmerzen.

31

08. November 2010 - 13:17

flügelos fliegen (ix)

07. November 2010 - 23:22

sehr viel gearbeitet heute, eigentlich von zwölf uhr an. ich weiß gar nicht warum. morgen ist doch auch noch ein tag.

kinderhausbau mit splattermoment

06. November 2010 - 22:31

ich baue weiter an dem pappkinderhaus*. das heißt, ich tapeziere es, außen und innen. innen ist natürlich so eine sache. ich komme mir vor wie damals, als dekorateurin. da mußte ich auch in so winzigen ecken herumkriechen. aber da war ich auch dreißig jahre jünger und konnte noch schmerzfrei auf den knien knien.

diese kiste ist wirklich ziemlich klein für mich. das heißt, hineinpassen würde ich letztendlich wohl schon. man könnte mich locker darin verscharren, denke ich. zumindest wenn man mich vorher ein bißchen zerstückelte. einfaches zusammenklappen würde vermutlich auch reichen.

* jaja, schon gut. natürlich ist nicht das kind aus pappe, sondern das haus. also quasi ein kinderpapphaus. das meine ich doch.

unsinn, gespiegelt (94)

06. November 2010 - 12:27

eine junge frau nimmt stellung zu einem überkommenen feminusmusbegriff, falls es diesen denn jemals gegeben haben sollte. im grunde handelt es sich ja mehr um eine zusammenstellung bestehender vorurteile, seit jeher  vorwiegend von männern vorgetragen. darüber hinaus drängt sich mir unweigerlich so etwas wie homophobie auf, ein hauch von zumindest.

Es sei ein Fehler einer radikalen Strömung der Frauenbewegung gewesen, Beziehungen zwischen Männer und Frauen abzulehnen, sagte Schröder weiter. “Dass Homosexualität die Lösung der Benachteiligung der Frau sein soll, fand ich nicht wirklich überzeugend.”

blöd, daß es sich bei der jungen frau ausgerechnet um die amtierende familienministerin handelt.

[via u. a. @annnalist]

nachtrag: claudia hat dasselbe element in ihrer sammelmappe aufgegriffen. und sie vergißt dabei auch nicht, wie ich, den gendergapaspekt in den ausführungen der jungen frau kurz auf- bzw. niederzuschlüsseln.

nochn nachtrag: diesmal im mädchenblog. (macht ja richtig spaß heute, dieser quatsch!)

rote tomaten

05. November 2010 - 17:59

wie man sieht, der trick mit dem schrank funktioniert. gleich gibts die roten, überbacken mit mozzarella dazu ein bißchen knoblauchbrot.