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archiv: Juni 2011


traurige tropen

29. Juni 2011 - 14:53

nein, natürlich nicht tropen. sondern tomaten. so sieht es aus, wenn sie dürsten. bei dem wetter im moment täglich so gegen 16 uhr.

die ballin

28. Juni 2011 - 20:38

zur zeit läuft ja die frauenfußballweltmeisterschaft, und ich schaue hier und da mal rein in so ein spiel. die sind nämlich richtig spannend. wie das so ist beim fußball quatschen da dann immer mehr oder weniger eloquente reporter ihre erkenntnisse über gott und den ball über das bewegte bild. und manchmal quatschen die einen ganz schönen quatsch. das gehört zum fußballgucken, ich weiß.

trotzdem wüßte ich jetzt einfach mal gern, was eine frauenfußballerin ist. und ob es auch männerfußballer gibt. oder vielleicht männerfußballerinnen? oder frauenfußballer? tja.

[Luise F. Pusch hat dazu natürlich auch was zu sagen: in Richtung Männermannschaft oder so ähnlich. frauenmannschaft, männerfrauschaft? was da wohl noch alles geht?]

tomaten anbauen in der stadt (9)

26. Juni 2011 - 11:30

das erste rot erschien gestern. unerwartet eigentlich, denn so richtig viel wärme und sonne war ja eigentlich nicht in den letzten tagen. statt dessen mächtig regen und wind. dennoch hängt da nun also die erste knallrote tomate. ich lasse sie noch ein wenig hängen. es ist nicht so heiß, daß sie aufplatzen würde. und ein bißchen mehr sonne und süße kann sie sicher noch vertragen.

auf eine gastspinne warte ich bislang leider vergeblich. also eine, die sich richtig einnistet, tagtäglich ihr netz flickt und alle paar tage ein ganz neues anlegt. das war wohl eine ausnahme im letzten jahr. in diesem jahr scheinen sich diese zauberhaften wesen anderswo herumzutreiben. all das andere geflatter kommt natürlich regelmäßig vorbei. von den fliegen habe ich schon berichtet, die kommen nach wie vor hemmungslos bis in die wohnung. um dort dann elendig zu verrecken. an den blüten auf dem balkon nascht alles, was gerade auf der durchreise ist. ich stelle da wohl eine attraktive bar dar, hier in meiner straße.

in diesem jahr sind auffällig viele schmetterlinge unterwegs. die meisten menschen finden die ja irgendwie toll. ich nicht so. ich denke da an das lisatier, die sich die dinger mit leichtigkeit aus der luft gefangen und anschließend zappelnd im maul herumgetragen hat. salat! oder sie hat ihnen mit einem schnellen schlag die flügel zerfetzt, sodaß sie nur noch hilflos auf dem teppich kriechen konnten. immer nur im kreis. an diesem schauspiel konnte lisa sich dann stundenlang erfreuen.

mit spinnen dagegen konnte sie gar nicht. sie hat mit ihren fußballen auf ihnen herumgedrückt oder versucht, sie mit den zähnen zu fassen. nichts davon war je von erfolg gekrönt. spinnen sind eben unerreichbar. wenn sie das wollen.

compañero

25. Juni 2011 - 11:14

25. Juni 2011 - 10:20

ich schlafe wenig. gegen morgen träume ich erst von sex. dann musik.

jazzfest

25. Juni 2011 - 00:28

heute mal draußen gewesen, in der bildschirmfreien welt, wo licht ist und schatten, sonne und sommerkälte in der nacht. kuchen essen und musik hören, freunde treffen, absichtlich und zufällig. ja, auch das wieder, fast an derselben stelle, wie beim letzten mal. von anderen menschen werde ich angerempelt, vollgeraucht und angequatscht. egal. immerhin nicht angemacht, kaum bedrängt oder selten belästigt. ich falle nicht weiter auf, das ist gut. ich bin kaum vorhanden, da draußen.

freitagszen

24. Juni 2011 - 23:00

engl auf zendura, 20. woche:

# idiosynkrasie

# leben

# noch



24. Juni 2011 - 10:42

ein tag folgt auf den anderen. die macht der gedanken, der worte zu bannen, ist mein schicksal, mein glück.

im soll

23. Juni 2011 - 22:25

ich  sollte tage, die aufgrund ihrer grundstruktur ohnehin schon nicht gut laufen können, nicht mit den falschen worten beginnen. und diese dann auch noch aufzuschreiben, vor dem aufwachen in form eines gebots zu papier bringen, als wäre dieses geschwätz ein gesetz, das für jetzt und für immer für mich zu gelten hat. als würde es es nicht ohnhein immer schon so gewesen sein:

du sollst nicht hoffen auf gemeinschaft und liebe, oder auch nur träumen davon, denn diese welt ist voller flutgräben und finsternis, daß du darin wandern kannst, endlos und unter schmerzen.

dabei weiß ich überhaupt nicht, was flutgräben eigentlich sind. aber einer ist ganz in der nähe, immerhin.

trendsport: korkyoga in berlin

23. Juni 2011 - 16:41

es gibt viele schöne sachen in berlin, ganz kleine sachen mitunter, die auf anhieb gar nicht so einfach entdecken sind. die auf den straßenschildern turnenden korkfiguren zum beispiel, bei denen es sich um yogis handeln soll. um street-yogis.

babylon

19. Juni 2011 - 18:53

gestern abend kurz vor elf vom südstern aus die weserstraße nach hause geradelt. da war es voll wie nie, überall. zwar wegen den 48 stunden, aber dennoch. bemerkenswert. menschen und musik, zum teil auch in den nebenstraßen. fahrräder überall, an jedem baum an jedem straßenschild angebunden. bierflaschen und bordsteinsitzgelegenheiten. licht in den fenstern und alle paar meter eine neue sprache.

das gewirr endet, genau eine straßenecke vor meiner straßenecke. noch bin ich jenseits der gentrifizierung, so gerade eben.

ein wenig blöd komme ich mir vor, weil ich durchfahre, nach hause will. aber ich bin müde, lausche nur hier und da, im vorbeifahren. ob ich zu den alteingesessenen neuköllnern gehöre? weil ich schon seit fast sieben jahren hier bin? oder wegen meines alters vielleicht. keine ahnung, aber jung und kreativ bin ich ganz sicher nicht. noch ist wohl offen, wo ich hingehören werden. im zweifel hocke ich sowieso immer zwischen allen stühlen.

später, nachts gegen zwei, setzt etwas entfernt, aber dennoch gut hörbar, das gegröle ein. besoffenes männergebrüll, in berliner sommernächten nicht unüblich. und hier in neukölln besonders verbreitet. aber das gab es hier immer schon, soweit ich weiß.

38

18. Juni 2011 - 09:59

du bist das ich. (zwei flammen)

freitagszen

17. Juni 2011 - 23:00

engl auf zendura, 19. woche:

# zuhause

# Liebeslieder (mit tippfehler)

# Liebeslieder (überdacht)

# lakritzfische

dichten müssen, schnell manchmal, eilig zwischen der einen und der anderen pflicht. aus dem fenster springen, wenn es gerade offen steht, zufällig vielleicht. und fliegen.

das geht nicht ohne absturz dann und wann. in dieser woche hat es tippfehler gegeben, versehentliche dopplungen, die entdeckt wurden, ehe ich selbst einen zweiten blick werfen konnte. aber warum nicht? es einfach so lassen oder ausbauen sogar. und dann wieder zusammenraffen, das geschwätz ausmerzen. so sieht sie aus, diese arbeit. (siehe Liebeslieder)