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archiv: Juli 2011


ach fuck

30. Juli 2011 - 22:51

sehe gerade amy zum ersten mal live, jetzt gerade auf arte. (sonst hab ich immer nur die grausam verlallten suffschnipsel erwischt.) jetzt, wo sie nicht mehr life, sondern tot, verbrannt und begraben ist. und im hintergrund, the perfect sound of rain in berlin.

was für eine stimme, was für eine sicherheit in diesen wie auch immer verwaschenen phrasierungen. wie geht denn das? als könnte da nie was verrutschen. was für eine verfluchte eleganz in modulation und dynamik, diese vielen farben. was für ein dreck. was für ein spaß.

ja, die hätte ich gern mit 50 noch auf der bühne gesehen, mit ausgeleierten tattos und einer noch breiteren stimme. mit noch mehr echtem lebensdreck in jedem atemzug. mit witz und wahrheit. mit weite und tiefe.

also, wenn ich selbst dann noch gelebt hätte. (oder leben würde? wie sagt man denn da? gelebt haben würde, vielleicht. die möglichkeitsform der zukunft.)

freitagszen

29. Juli 2011 - 23:00

engl auf zendura, 25. woche:

# von glück

# was ich bin und was ich kann und was ich will

# alles was ist

# sommer

mein großer vogel

29. Juli 2011 - 22:24

schon lange denke ich mir meine migräne nicht mehr als etwas, das in meinem körper geschieht. es handelt sich vielmehr um einen vogel, einen greif, der mir im nacken sitzt. tag für tag. ein paarmal im monat greift er zu, er kann nicht anders. dann starren wir uns an, ein paar stunden, ein paar tage. ich sehe ihn, er kann nicht von mir lassen.

dennoch sagt er es, immer und immer wieder: ich laß dich. ganz leise, wie zu sich selbst. das ist sein mantra, das ist sein ziel. ich laß dich, ich laß dich, ich laß dich.

und das tut er dann auch, jedesmal. er hält wort und läßt mich frei. läßt mich leben. bis zuletzt.

28. Juli 2011 - 23:33

so entschwinden die tage in entsetzen. untauglich bin ich, für beinah alles. besonders für menschen.

nahtlos

28. Juli 2011 - 11:44

die nacht endet, der tag beginnt. in schmerzen.

tanzen lernen

27. Juli 2011 - 22:41

heute hat eine zweijährige beim treppenabstieg skupellos nach meiner hand gegriffen, ohne auch nur eine sekunde zu zweifeln. später habe ich ihr gezeigt, wie man im sandkasten kleine polizeiautos beerdigt. das hat sie sofort begriffen und umgesetzt. die mutter dagegen war davon nicht so begeistert. demnächst mache ich der kleinen ein mixtape mit einer auswahl zeitloser rock- und popklassiker. viel beatles natürlich, ein bißchen abba vielleicht und police als einstieg in den punk. das kriegt sie sonst womöglich nie zu hören, das ist ja inzwischen uralt. zum schluß noch ein schuß latin und afro für den rhythmus. (wenn ich etwas von klassik verstünde, dann würde ich auch noch klassik dazutun. aber da bin ich leider überfragt.)

das geht doch einfach nicht, daß man die musikprägung der kleinen diesen unsäglichen kinderliedermachern überläßt. unmöglich! niemand muß immer mitsingen können oder einen sinn in allem erfahren. man muß auch zuhören lernen, eintauchen in die struktur der klänge. und tanzen.

worte an sich

27. Juli 2011 - 15:00

eigentlich nur ein beweisbild. ja, ich war in klagenfurt 2011.

loving & losing

26. Juli 2011 - 23:57


Amy Winehouse – Love Is a Losing Game von Augenblicke

vor jahren mal die tracklist von back to black händisch abgetippt und in die cd-hülle gestopft. keine ahnung, warum. heute zufällig draufgesehen, weil ich the late amy auf den player schieben wollte. (alles ein wenig altmodisch hier.)

love is a loving game, steht da. (so war das damals.)

die abwesenheit von migräne

26. Juli 2011 - 21:52

zu früh aufwachen, mich noch einmal umdrehen dürfen, eigentlich mag ich das. mir dann aber eine migräne träumen, das ist mir bislang noch nie passiert. heute morgen war es aber so. eines nach dem anderen, so wie es ist. wie ich wegzulaufen versuche oder darunter herzukriechen, irgendwie. wie ich anschließend gefangen genommen werde und festsitze, nur noch warte, warte und warte. bis es aufhört. daß es aufhört. zuletzt das schreien und heulen, das betteln. als wäre da wer. als hörte mich jemand. dieses bitten um ein einsehen, ein ende. was in echt zum glück ziemlich selten vorkommt, in letzter zeit zumindest.

aufzuwachen war ein segen, eine erleichterung festzustellen, daß tatsächlich gar keine migräne anstand. auch heute nicht, obwohl die zeit mehr als reif wäre. trotzdem, so kann doch der tag nichts werden.

das steht seit letzter woche ganz leicht versetzt unterhalb meines schlafzimmerfensters

25. Juli 2011 - 15:13

paßt irgendwie, finde ich. ich wars aber nicht.

outing

25. Juli 2011 - 11:56

ich fürchte, ich bin einE kulturmarxistIn.

gewalt & hoffnung

24. Juli 2011 - 23:24

jetzt reden und schreiben sie alle über gewalt, stammeln von kaltblütigkeit und haß, predigen die wenns und abers mit viel zu vielen worten. die macher und meiner, die vermeintlichen denker und die blogger natürlich. ich meine grad gar nichts. immer noch nicht. schon gar nicht meine ich, irgendetwas zu wissen und dazu auch noch etwas zu sagen zu haben.

nur daß gewalt nicht so einfach aus der welt zu schaffen ist. grundsätzlich. nicht durch guten willen und nicht durch gute worte. auch nicht durch schlechte natürlich. nicht, solange sie auf distanz gehalten werden muß, obwohl das logisch erscheint. wo doch die angst so viel näher ist, so viel leichter zu ertragen. beinah koscher. nichts hilft, solange nicht deutlich wird, was gewalt eigentlich ist. und wo sie ist. woher sie stammt.

daß gewalt von innen kommt. menschenmöglich also, menschengemacht und oft genug gewollt. sozusagen menschlich.

das ist jetzt nicht sonderlich hilfreich, ich weiß. es ist sogar irgendwie dämlich. aber es ist eben das, was ich weiß. und (aus gründen) hoffentlich auch nie vergessen können werde.

home

24. Juli 2011 - 00:25

endlich wieder am vertrauten rechner. ein anderer natürlich, der nun links neben mir vor sich hinsäuselt. was ein wenig irritierend ist. (er hört irgendwie gar nicht mal auf zu lüften.) ein rechner, der auf dem tisch steht.

der rest ist aber wie gehabt, großer bildschirm, frei bewegliche tastatur, meine olle kabelmaus. alles wieder da. außerdem ist das ding sogar schon so gut wie fertig eingerichtet. hat mich auch nur, nach einem eher entspannten vormittag, nun ja, vielleicht neun stunden oder so gekostet. die gestrigen fünf bis sechs nicht eingerechnet. dabei habe ich sogar einige hürden eigenmächtig genommen und etliche selbstgebastelten kompliationen – wie zum beispiel an der falschen stelle eingesteckten kabel, versehentlich getilte akkustandsanzeigen und mysteriöse unlöschbare thunderbirdordner – selbst wieder weggebastelt.

morgen sind dann die feinheiten dran. das ordnen der kabel, die feinabstimmung der wichtigsten programme, eine erste zusammenführung der verschiedenen datensammlungen. und die hoffnung, daß alles fein in ordnung ist. und nun auch ein paar jahre so bleibt.

ein bißchen macht das glücklich, ich hätte nur noch gern ein eis. (ist aber keines mehr da.)

(im hintergrund die vorstellung von einem menschen, der eine stunde lang über eine insel läuft und mit großer freude alle erschießt, die ihm über den weg laufen.)