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archiv: Oktober 2011


problemfälle in den täglichen nachrichten (102)

10. Oktober 2011 - 17:14

ach, sieh an. früher war ich tatsächlich mal psychisch krank:

Erst 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten gestrichen. (quelle)

und das ist noch gar nicht so lange her. gut, daß ich das nicht wußte. ;)

migrationsmacho

09. Oktober 2011 - 14:11

neulich stand ich in diesem schwedischen klammottenladen herum und neben mir ein großer kerl, dunkel und breit, der einen pulli streichelte. ich liebe diesen stoff, sagte der mann schließlich sehr ernsthaft zu mir. dann ging er weg. da erzähl mir nochmal einer was über diese neuköllner machos mit migrationshintergrund.

zack! boing! tschakka!

08. Oktober 2011 - 15:56

obwohl ich php überhaupt nicht beherrsche, habe ich nach stundenlangem gegoogle und ebensolanger durchdenkerei der materie endlich im HSB für die kennzeichnung der abgegebenen kommentare mit datum, uhrzeit und permalink gesorgt. das sieht popelig aus, ich weiß, war aber gar nicht so einfach. ich sag euch!

nebenbei dann schnell noch ein kleines problemchen behoben, das ich hier sicher schon seit einem jahr vor mir hergeschoben habe. zack, die doofen doppelten pfeiltasten unten sind auch endlich weg. tschakkaboing! call me MINT oder so.

08. Oktober 2011 - 14:53

immer häufiger habe ich den eindruck, daß im netz recht viele literarische rohentwürfe allzu eilig veröffentlicht werden. wodurch sich sprachliche eleganz oder auch nur präzision mehr und mehr zu verflüchtigen scheint. ob das ahnungslosigkeit ist? oder absicht.

freitagszen

07. Oktober 2011 - 23:00

engl auf zendura, 35. woche:

# der/die letzte macht

ui, das war knapp. da bastel ich den ganzen abend an php-zeugs herum und vergesse dabei völlig, das ja heute freitag ist. zeit für zen. ein glück, daß da schon was stand, auch wenn das jetzt wahrlich nicht so der brüller ist. ;)

to conceive

07. Oktober 2011 - 22:47

es ist von grund auf beeindruckend, daß durch die schlichte betrachtung der dinge in verbindung mit reflektion diese sich wie von selbst erschließen. mitunter.

ada lovelace day: conceiving ada

07. Oktober 2011 - 12:38

heute ist ada lovelace day, ein tag, der den wissenschaftlerinnen, ingenieurinnen und programmiererinnen dieser welt gewidmet ist. was kann ich da tun? ich bin und bleibe eine blöde sprachhandwerkerin, die immer nur ausflüge in diese bereiche unternimmt. also ab und zu mal das motorrad flickt, notdürftig, weilo es eben sein muß, und ein bißchen mit dem hauseigenen css herumspielt. mit der betonung auf spielt.

na logisch, ich verweise auf ein exquisites narratives element, auf den film conceiving ada aus dem jahr 1997. wobei sich mir gleich die möglichkeit eröffnet, ganz nebenbei auch noch auf die zauberhafte tilda swinton aufmerksam zu machen, die die countess verkörpert. außerdem hat dieser film kurz nach seinem erscheinen bereits stark differenzfeministisch riechenden ärger provoziert. na, wenn das keine empfehlung ist?!

watch it, if you can.

06. Oktober 2011 - 12:51

noch nicht einmal die heizung angehabt in diesem herbst, der bis jetzt eigentlich ein schwindender sommer ist. dafür steht die balkontür den ganzen tag weit offen. zumindest solange nicht die bagger draußen über die maßen baggern. heute war der dritte tag, an dem ich von hämmerndem lärm und dem leichten vibrieren meines bettes geweckt wurde. morgen wird dafür dann das wasser abgestellt. es ist eine tolle zeit.

05. Oktober 2011 - 22:52

heute mal wieder kräftig durchgekiesert. die sehnen surren jetzt noch. feierabend.

herzschatten

05. Oktober 2011 - 15:02

in meinem badezimmer wohnt zur zeit eine fliege, die ist breiter als lang. vielleicht eine kleine mutantin, ich weiß es nicht. aber sie wirft einen herzförmigen schatten. (und ich habe eine kamera, die leider wenig makrotauglich ist. ja.)

volontaria

04. Oktober 2011 - 23:19

nach nun mehr bald drei jahren der organisation des HSB, inklusive der kommentarbändigung, die immerhin inzwischen ganz passabel möglich ist, würde ich mir diese zeit gern als onlinevolotariat gutschreiben. mehr über publikationgestammel und publikationsgeschwätz als in blogs kann man wohl nirgens einfach so mal lernen. gnaz und gar unabhängig und freiwillig.

andere haben das auch schon festgestellt, neulich erst in der süddeutschen. da schreibt leo lagercrantz über seinen kampf mit den trollen:

Es gibt mehrere Arten von Trollen. Viele überfluten die Kommentarfelder mit Propaganda, Hassreden und Verleumdungen – oder genauer: mit Texten, die von den meisten Menschen in unserer Gesellschaft für Hassreden gehalten werden.

Andere beschäftigen sich mit einem Gegenstand, der nichts mit dem Artikel zu tun hat, zu dem das Kommentarfeld gehört. Es wird eine lange Nacht.

Es gibt mehrere Arten von Trollen. Viele überfluten die Kommentarfelder mit Propaganda, Hassreden und Verleumdungen – oder genauer: mit Texten, die von den meisten Menschen in unserer Gesellschaft für Hassreden gehalten werden.

Andere beschäftigen sich mit einem Gegenstand, der nichts mit dem Artikel zu tun hat, zu dem das Kommentarfeld gehört. Es wird eine lange Nacht.

Der Troll selbst ist davon überzeugt, dass er oder sie ein mutiger Verfechter der Wahrheit ist, innerhalb einer Gesellschaft, die nach falschen Kompromissen strebt, in einer medialen Welt, die von “Feministinnen”, “Gutmenschen” oder “Zionisten” beherrscht wird, die – natürlich – insgeheim von den “Muslimen” übernommen werden.

Solche Menschen, die heute Trolle sind, hat es immer gegeben. Der Unterschied aber besteht darin, dass sie früher keine Machtbasis besaßen. Diesen oft einwandererfeindlichen und immer bitteren Stimmen die Seiten der Papierzeitung zur Verfügung zu stellen, dieser Gedanke war uns völlig fremd. Nicht einmal auf den Leserbriefseiten waren sie willkommen. Doch dann wurde das Kommentarfeld im Netz erfunden.

der norweger leo lagercrantz hat inzwischen aufgegeben, ist jetzt freier autor und zieht eine bittere bilanz:

Persönlich verstärkte das Massaker in Norwegen mein Gefühl, gescheitert zu sein. Nicht weil ich “zensierte”. Sondern weil ich es nicht früher und entschlossener tat.

ich tue das einstweilen (noch) nicht, ich arbeite an meiner haltung. wo weder amüsement noch zynismus hilft, ja nicht einmal minimalismus, da schwöre ich inzwischen auf fernando pessoa, der da schrieb:

Eine Meinung haben ist geschmacklos, auch wenn sie nicht aufrichtig ist.

jawohlja.

dualismus

04. Oktober 2011 - 20:48

klingt wie eine krankheit. bedeutet wohl, daß eine von beiden immer die kleinere, blödere, häßlichere, widerlichere, ekelhaftere ist. mit anderen worten: ich.

berliner pisser

04. Oktober 2011 - 18:09

dort, wo gestern dieser pisser …

seine duftmarke hinterlassen hat, …

klafft heute ein riesiges loch. zufall?

andererseits war ja gestern ganz überraschend so ein gemeiner freiluft- und sauffeiertag.