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archiv: Oktober 2012


halloween

31. Oktober 2012 - 17:51

heute einen kleinen kürbis gekauft. einfach so, weil ich kürbisse schön finde. und schmecken tun sie ja auch. dabei allerdings vergessen, daß ich nicht kochen kann. was nun?

transformationsprozesse

29. Oktober 2012 - 23:48

eigenartig, dieser rückfall in alte transkriptionstechniken. aber anders wäre es nicht möglich, festzuhalten, was mir mitten in der nacht, im halbschlaf, in den sinn kommt. nichts, absolut gar nichts, würde ansonsten bleiben davon. und genau genommen bin ich schon froh, wenn später am tag in etwa entziffern kann, was ich da ohne brille und mit wenig licht zusammengeschmiert habe. wenn ich in dem gekrakel den gedanken wiedererkennen und wiederaufnehmen kann. das allein ist genug, dafür gibt es papier. dafür muß ich ein notizbuch haben, wo immer ich bin. lesen und schreiben, alles andere ist luxus.

28. Oktober 2012 - 22:57

acht seiten nächtlich zusammengesponnenes zeug, zusammenhangslose fetzen. von hinten scheint langsam eine geschichte hindurch, eine ganz kleine nur. ein mord ohne lösung, für mehr reicht es nicht. soll ja auch nicht lang werden, so vierzehn, fünfzehn seiten vielleicht. zeit also, an die struktur zu gehen. an die arbeit.

die novelle muß einstweilen ein bißchen warten, ist ja nicht das erste mal. aber wer weiß.

28. Oktober 2012 - 18:53

okay. was da gestern beim waschbeckenreinigen, also speziell beim lösen der fetten schraube mit dem schraubendreher, so gekracht hat, war doch nicht die fette schraube selbst oder der siphon unten, der sich langsam löste. sondern vielmehr etwas in meiner rechten hand, heute spüre ich das deutlich. menno.

27. Oktober 2012 - 22:11

heute alle kraft zusammengenommen und nach zirka vier wochen endlich die hausarbeit getan, die mir mit am herzallerliebsten ist. das verstopfte badwaschbecken von seifenresten, zahnpaste, rotz, röchel, matsch und um die schraube gedrehten haarbüscheln befreit. zum glück kommt das nur etwa einmal im jahr vor. als nächstes fällt mir allerdings die steuererklärung 2011 ein, für die mir langsam aber sicher auch keine ausrede mehr einfällt. (und schon scheitere ich an diesem elsterdingens.)

wortzen

26. Oktober 2012 - 23:00

lyrik -> # mensch # wissen

prosa -> schreiben oder nicht schreiben. atmen oder es sein lassen. als wäre das eine option. ich schreibe auch, wenn ich nicht schreibe. weil ich lebe. und liebe.

hinderlich

26. Oktober 2012 - 22:22

beim durchsortieren meiner diversen augengläser: kontaktlinsen, lesebrille, gleitsichtalltagsbrille und gleitsichtsonnenbrille, dazu diverse alte restbrillen, im zweifel für nicht ganz so gut sehen, aber dafür so gerade noch lesen können eingesetzt. außerdem festgestellt, daß ich beim einsatz von kontaktlinsen immer häufiger mit lesebrille auf den bildschirm sehen möchte. was bedeutet, daß ich wohl eine weitere solche benötige, denn die jetzige ist eine halbe, über die ich beim hochsehen immer hinwegsehe. auf lange sicht ist das unpraktisch. und ich fasse es nicht, allein der aufwand, immer die richtigen exemplare zur rechten zeit zur hand zu haben. oder in der tasche, für alle fälle.

ich fürchte, ich könnte mich mittlerweile mit fug und recht als mehrfachsehbehindert bezeichnen. (ca. -9/+1,5 dioptrien) besser wird das ja wohl nicht mehr, eher im gegenteil.

26. Oktober 2012 - 11:58

wieder gegen fünf, dieses fieber im kopf, das kein fieber ist, mich aber nicht schlafen läßt. statt dessen das hirn kocht, bis es überläuft mit tönen, bildern und farben. fahren in einem zug, der zuvor ein flugzeug war. das gesicht dieses jungen, der im gepäcknetz liegt und mich beständig ansieht. ein standbild in schwarzweiß. weiter unten zwei flüsse parallel, weit über ihren ufern. menschen darin und tiere und dinge. dann nebel, nein rauch, der in der luft steht. hinter uns haben sie das land in brand gesteckt, wegen uns. wir sind unversehrt und schuld.

vertrannte erde, totes land. schlafe ich? oder bin ich wach? träume ich?

24. Oktober 2012 - 12:52

mit geschlossenen augen sehe ich noch immer das raster, blaßblaue punkte auf schwerem grau, fast schwarz. da muß doch noch etwas sein, hinter den mustern. die zeit kennt keinen geist. (aufstehen, aufrecht gehen, denken denken nennen.)

sonntag im park – sonne und stahl in treptow

23. Oktober 2012 - 23:45

und im HSB weiter zu den herzchen.

23. Oktober 2012 - 18:39

kurz vor fünf ein rangierender wagen direkt unter meinem fenster, der den container, der dort steht, abzuholen versucht, es aber auch nach mehrmaligen versuchen nicht schafft, weil der container von beiden seiten zugeparkt ist. der hat mich geweckt. danach einfach nicht mehr einschlafen können, also hin und her mit mir, noch im bett, und ein paar seiten, mehr als zwei, notizen gesammelt, in der halbschlafwirrnis produziertes, irres zeug. dankbar bin ich für diese disziplin, denn ich hätte jedes wort vergessen, jede abfolge und allen zusammenhang, in den zwei stunden schlaf, die danach doch noch möglich waren.

der text läppert sich, wächst möglicherweise zu einem apokalyptischen großstadtkrimi heran, könnte dabei aber auch irgendwie weich bleiben. muß halt noch ausgeschrieben werden, diese sammlung aus fragmenten, die da zur zeit auf etwa sieben seiten steht. so zart wie hart und absurd natürlich. weiter weiß ich doch selber noch nicht.

22. Oktober 2012 - 13:35

ich träume von meiner ersten wohnung in berlin, immer wieder. ich laufe durch die straßen, suche sie, kann sie aber nicht finden. obwohl ich weiß, daß ich niemals weit weg bin, immer ganz in der nähe. wie blind bin ich, wie fehl. dabei weiß ich, sogar im traum, daß ich von dieser wohnung nur geträumt habe, damals, vor zwanzig oder dreißig jahren. und suche sie dennoch. heute. hier. in meinem träumen.

21. Oktober 2012 - 13:18

wieder die kirchenglocken von weit, wie jeden sonntag zur meditation. und die kleine meise, die war auch wieder da. tatsächlich.