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archiv: alle tage


20. Oktober 2014 - 12:34

frühes aufwachen ohne traum im gepäck. dafür mit einer wachsenden sehnsucht nach stille ohne angst, nach ergiebiger leere. was sich nicht umsetzen lassen wird, heute. morgen vielleicht, doch das ist ein anderer tag.

mimose im licht

19. Oktober 2014 - 22:47

bin gespannt, wie sie sich über den winter macht. ob sie es macht.

(unten übrigens mein motorrad. alles leichtigkeit und kraft, wie mir scheint.)

19. Oktober 2014 - 13:12

heute. in der sonne, im licht. das träumen ver/suchen. jetzt.

grace

18. Oktober 2014 - 16:31

mein vater hat mich gewarnt, da war ich noch keine achtzehn, da lebte noch mit ihm und den anderen. es käme die zeit, da die träume vergingen. so sei es immer, auch für ihn sei es so gekommen. das sei unausweichlich.

lange habe ich mich dem verweigert, bis hierher habe ich es geschafft. es scheint mir das erste mal, tatsächlich, daß die träume schwinden – selbst die heimlichen, die irrsinnigen, die, die mich tragen. und ich nur noch müde bin, da ist kein hunger mehr und keine hoffnung.

vielleicht ist sie das jetzt, diese bittere gnadenlosigkeit, die mir mein vater damals ins leben buchstabiert hat. und meine mutter, die ich lächelnd erinnere, wenn ich heulend – vor angst und vor ihr – mich in eine ecke zu verkriechen versuchte. was nicht gelang. keiner würde mich je helfen, das solle ich nicht glauben, im leben nicht. so lautete ihr text, ihr leben, in das meine geschrieben. gebrüllt.

geglaubt habe ich beiden nicht. nicht wirklich oder nicht lange zumindest. doch das alles, das so schrecklich war, in ihnen zu sehen. das zu tragen in schönheit und ehre.

ist schwer.

17. Oktober 2014 - 12:41

ich vernachlässige mein versprechen. ich weiß. und mir ist übel dabei.

14. Oktober 2014 - 17:59

langsam stellt sich wieder ein einigermaßen vertrautes körpergefühl ein. die lust auf essen hält sich noch deutlich in grenzen, der radikalentzug zeigt nachhaltig wirkung. einstweilen. zucker war bislang nur im kaffee, heute zumindest. abwarten.

13. Oktober 2014 - 17:09

erste narkose meines lebens, sehr interessant. als letztes WOW gesagt, glaube ich zumindest. weil das zeug so gebritzelt hat, unter der haut im gesicht. wo es doch gerade erst zum arm rein war. kann ich also jetzt verstehen, warum michael jackson das zeug so fatal geliebt hat. schlafen ohne widerstand, leben ohne erinnerung. (aber ich bin ja klug, ich weiß, daß keine droge ihr wunder zweimal schenkt. außer zucker natürlich.)

diagnose übrigens: keine. das heißt: alles gänzlich gesund. außerdem: insgesamt zirka 40 stunden, dabei fast 3 kilo verloren. naja.

jetzt: kaffee!

13. Oktober 2014 - 11:42

36 stunden jetzt. kein hunger, aber kreislauf. keine angst mehr.

12. Oktober 2014 - 16:42

interessante erfahrung, dieses nicht essen. seit 18 stunden jetzt. der hunger kommt nicht durch, wenn man viel, sehr viel dabei trinkt. aber der kopf fängt schnell an zu schweben.

schaue übrigens kochsendungen während der allmählichen aushungerung, zum mentalen ausgleich sozusagen.

kausal

10. Oktober 2014 - 11:54

so wie neid nichts mit mißgunst zu tun haben muß und ordnung nicht zwingend mit sauberkeit einhergeht, so besteht auch zwischen angst und dummheit kein grundlegender zusammenhang.

weiter

10. Oktober 2014 - 11:30

wenn der ganze scheiß hier vorbei ist, am montag, dann belohne ich mich mit weiterschreiben.

versprochen.

elefanten

09. Oktober 2014 - 20:06

unfähig irgendetwas anderes zu tun, schaue ich fern, es läuft eine alte star-treck-folge. das ist so etwas wie bonanza.

„wir verlieren plasma“, sagt einer der untergeordneten gesellen auf der brücke. die lichter flackern, das bild wackelt und schwankt, alle halten sich am mobiliar fest. „schilde auf 60%.“ dann 40, dann 20, dann: „schilde sind down.“ ich erinnere mich an mein erschrecken damals, jedesmal wenn das geschah. weniger wegen der gefahr, irgendwo draußen im all, unsichtbar zumeist, als vielmehr wegen der schwindenden energie. es ging zwar immer weiter, folge um folge. alles wurde wieder gut. aber niemand sagte jemals etwas dazu, wie es dazu kam. wieso die energie plötzlich wieder da war.

ich glaubte wohl nicht an regeneration. damals war ich überzeugt davon, zwangsläufig aufgebraucht zu werden. tag für tag ein wenig mehr.

1,2,3 usw.

09. Oktober 2014 - 18:00

kleine exkursion in die angst dieser tage. ich sitze da und warte, so kenne ich das. mehr ist kaum möglich, ich weiß es nicht besser.

was mir nicht bewußt war bislang: neben der angst geschlagen und angeschrien zu werden, beständig beleidigt und gedemütigt, gibt es da ein weiteres. die angst, gefangen zu werden, festgesetzt zu sein. abhängig von denen, die die schlüssel haben und das sagen. weil ich bin, was ich bin. weil ich das nicht ändern kann, nicht ändern will. das wußte ich als ich diese liege sah, beim arzt neulich, mit den gittern an den seiten. als ich mich fragte, ob ich dort festgeschnallt werden würde und diese frage – natürlich – sofort wieder verwarf. niemand wird das tun.

auch damals nicht. als es immer wieder hieß, daß ich mal wo hinmüsse, weil das nicht normal sein könne, also ich, weil ich nicht normal sei. auch damals hat sich niemand das umzusetzen gewagt. doch die so entstandenen visionen von irrenhäusern und klapsmühlen, von gefangen genommen werden, eingesperrt und festgeschnallt, haben sich gut abgehangen gehalten. bis hierher offensichtlich, wo ich mich gut versteckt halte. vorsichtshalber, immer noch.

dieses anders sein und nicht anders sein dürfen. das sich ausgewachsen hat zu einen nicht sein dürfen. partiell zumindest.