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archiv: alle tage


24. Oktober 2014 - 12:00

am ende der seife wird das kleine schmierige reststück auf das große, neu gekaufte geklebt, damit es trotz seiner schmierigkeit restlos verbaucht werden kann. so hat das mein opa gemacht, dessen leben im vergangenen jahrhundert zwei kriege umfasst hat. da darf nichts verschwendet werden.

ich möchte das auch gern tun, das mit der seife. ich versuche es. die schmierigkeit hilft auch beim kleben, aber so recht will es nicht gelingen. damals übrigens auch nicht. ich mußte immer heimlich nachkleben. oder den letzten restfitzel in den ablauf schmieren und wegspülen.

20. Oktober 2014 - 12:34

frühes aufwachen ohne traum im gepäck. dafür mit einer wachsenden sehnsucht nach stille ohne angst, nach ergiebiger leere. was sich nicht umsetzen lassen wird, heute. morgen vielleicht, doch das ist ein anderer tag.

mimose im licht

19. Oktober 2014 - 22:47

bin gespannt, wie sie sich über den winter macht. ob sie es macht.

(unten übrigens mein motorrad. alles leichtigkeit und kraft, wie mir scheint.)

19. Oktober 2014 - 13:12

heute. in der sonne, im licht. das träumen ver/suchen. jetzt.

grace

18. Oktober 2014 - 16:31

mein vater hat mich gewarnt, da war ich noch keine achtzehn, da lebte noch mit ihm und den anderen. es käme die zeit, da die träume vergingen. so sei es immer, auch für ihn sei es so gekommen. das sei unausweichlich.

lange habe ich mich dem verweigert, bis hierher habe ich es geschafft. es scheint mir das erste mal, tatsächlich, daß die träume schwinden – selbst die heimlichen, die irrsinnigen, die, die mich tragen. und ich nur noch müde bin, da ist kein hunger mehr und keine hoffnung.

vielleicht ist sie das jetzt, diese bittere gnadenlosigkeit, die mir mein vater damals ins leben buchstabiert hat. und meine mutter, die ich lächelnd erinnere, wenn ich heulend – vor angst und vor ihr – mich in eine ecke zu verkriechen versuchte. was nicht gelang. keiner würde mich je helfen, das solle ich nicht glauben, im leben nicht. so lautete ihr text, ihr leben, in das meine geschrieben. gebrüllt.

geglaubt habe ich beiden nicht. nicht wirklich oder nicht lange zumindest. doch das alles, das so schrecklich war, in ihnen zu sehen. das zu tragen in schönheit und ehre.

ist schwer.

17. Oktober 2014 - 12:41

ich vernachlässige mein versprechen. ich weiß. und mir ist übel dabei.

14. Oktober 2014 - 17:59

langsam stellt sich wieder ein einigermaßen vertrautes körpergefühl ein. die lust auf essen hält sich noch deutlich in grenzen, der radikalentzug zeigt nachhaltig wirkung. einstweilen. zucker war bislang nur im kaffee, heute zumindest. abwarten.

13. Oktober 2014 - 17:09

erste narkose meines lebens, sehr interessant. als letztes WOW gesagt, glaube ich zumindest. weil das zeug so gebritzelt hat, unter der haut im gesicht. wo es doch gerade erst zum arm rein war. kann ich also jetzt verstehen, warum michael jackson das zeug so fatal geliebt hat. schlafen ohne widerstand, leben ohne erinnerung. (aber ich bin ja klug, ich weiß, daß keine droge ihr wunder zweimal schenkt. außer zucker natürlich.)

diagnose übrigens: keine. das heißt: alles gänzlich gesund. außerdem: insgesamt zirka 40 stunden, dabei fast 3 kilo verloren. naja.

jetzt: kaffee!

13. Oktober 2014 - 11:42

36 stunden jetzt. kein hunger, aber kreislauf. keine angst mehr.

12. Oktober 2014 - 16:42

interessante erfahrung, dieses nicht essen. seit 18 stunden jetzt. der hunger kommt nicht durch, wenn man viel, sehr viel dabei trinkt. aber der kopf fängt schnell an zu schweben.

schaue übrigens kochsendungen während der allmählichen aushungerung, zum mentalen ausgleich sozusagen.

kausal

10. Oktober 2014 - 11:54

so wie neid nichts mit mißgunst zu tun haben muß und ordnung nicht zwingend mit sauberkeit einhergeht, so besteht auch zwischen angst und dummheit kein grundlegender zusammenhang.

weiter

10. Oktober 2014 - 11:30

wenn der ganze scheiß hier vorbei ist, am montag, dann belohne ich mich mit weiterschreiben.

versprochen.

elefanten

09. Oktober 2014 - 20:06

unfähig irgendetwas anderes zu tun, schaue ich fern, es läuft eine alte star-treck-folge. das ist so etwas wie bonanza.

„wir verlieren plasma“, sagt einer der untergeordneten gesellen auf der brücke. die lichter flackern, das bild wackelt und schwankt, alle halten sich am mobiliar fest. „schilde auf 60%.“ dann 40, dann 20, dann: „schilde sind down.“ ich erinnere mich an mein erschrecken damals, jedesmal wenn das geschah. weniger wegen der gefahr, irgendwo draußen im all, unsichtbar zumeist, als vielmehr wegen der schwindenden energie. es ging zwar immer weiter, folge um folge. alles wurde wieder gut. aber niemand sagte jemals etwas dazu, wie es dazu kam. wieso die energie plötzlich wieder da war.

ich glaubte wohl nicht an regeneration. damals war ich überzeugt davon, zwangsläufig aufgebraucht zu werden. tag für tag ein wenig mehr.