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archiv: alle tage


25. Januar 2012 - 22:12

die arbeitsbatzen dürften für diesen monat so ziemlich durch sein, schluß mit der totalen fremdschreiberei. ein paar tage, eine woche oder so, ist jetzt nur normalbetrieb angesagt. hoffe ich. und die steuern natürlich. und der text, der wartet auch. gleich neben mir liegt er. schläft noch und schweigt.

schlafen will ich dann auch mal. irgendwann.

22. Januar 2012 - 23:44

morgen dann wieder in den dienst, in die fremdschreiberei. kommt mir aber gerade halb so schlimm vor. jetzt, wo die richtige arbeit auch wieder mal gemacht ist.

andererseits hab ich eben schnell noch steuern auf die liste geschrieben. das würgt.

22. Januar 2012 - 11:55

seit mittwoch jeden morgen mit diesem hinterkopfschmerz aufgewacht und mich anschließend so durch den tag geschleppt. dabei wäre eigentlich migränezeit gewesen. ist das jetzt so, ist das der neue feind in mir. oder muß ich einfach nur warten bis mich der große vogel doch wieder einmal von hinten überfällt.

werte

14. Januar 2012 - 00:12

ach, diese wortwächter, überall.

langsam mal vorsicht vielleicht

02. Januar 2012 - 17:39

seit letztem freitag bis eben gerade war ich zeugin von genau drei verkehrsunfällen. zunächst ein ganz mächtiger zusammenprall von zwei superschicken schlitten direkt vor meiner bushaltestelle. zum glück war ich da nicht wirklich zeugin, sondern kam erst deutlich später dazu, als hinter der großräumigen absperrung lediglich noch mehrere feuerwehren damit beschäftigt waren, diverse flüssigkeiten zu binden. die menschen waren also alle schon in sicherheit, hoffentlich.

gestern dann, erst ein kurzes hupen und anschließend ein satter rumms. blech- bzw. plastikschaden direkt vor meinem wohnbürofenster. nix passiert, nur stundenlanges warten auf die beamten im regen. das hätten die sich auch sparen können, denke ich. die tun doch da eh nix.

gerade eben, ich war nur kurz um die ecke, nimmt doch glatt ein auto den nächstbesten fußgänger kurz auf die haube, um ihn daraufhin in den straßengraben zu werfen. ich hab das ganze mehr gehört als gesehen, ein gnaz eigenartiger klang, deshalb mußte ich dann auch nicht bleiben. zum glück. waren auch gleich ausreichend helfer zur stelle und wimmelten emsig herum. dazu jede menge zuschauer. logisch.

langsam frage ich mich, was wohl morgen passiert. oder jetzt gleich, wenn ich wieder zu meiner bushalte muß. kommen die einschläge näher? sollte ich die einweghandschuhe einpacken?

ende 2011

31. Dezember 2011 - 23:59

was für ein verlustreiches jahr, als hätte ich letztendlich alle unschuld verloren. die gewißheit vor allem, wenn schon nicht das wirklich richtige, so doch immerhin immer irgendetwas tun zu können. irgendeinen schritt zumindest, in irgend einerichtung. auch das ist schließlich ein anfang. 2011 hat mir das endgültig ausgebrannt.

statt dessen weiß ich nun (wieder) um die tiefe lüge mir. wie das falsche in einer art und weise falsch sein kann, daß es über jahren unerkannt bleibt. ich. bin diese lüge. 2011 bin ich meiner eigentlichen armut (wieder) begegnet. nicht der äußeren, was ja nun wirklich nichts besonders neues wäre. statt dessen der inneren, meiner armseligen herkunft.

das ist unausweichlich. ende!

31. Dezember 2011 - 04:24

denke darüber nach, in der silvesternacht, pünklich um zwölf, auf dem motorrad in die schlacht zu reiten, wie ein bote im krieg. sollen sie mich doch abschießen, sollen sie es doch versuchen. ich komme doch immer ans ziel, am ende. wetten!

singen. und fertig.

31. Dezember 2011 - 01:20

über schule reden ist irgendwie nett, nach so langer zeit. heute ist schließlich alles besser, und ich weiß es auch. rechnen werde ich nie können, aber das macht eigentlich nichts. es gibt taschenrechner und excel, und logisch bin ich gar nicht so schlecht beieinander. noch nie gewesen. chemie ist übrigens noch weniger mein ding, auch wenn es damals eine meiner lieblingslehrerinnen unterrichtet hat. sie muß ziemlich schlecht gewesen sein, das ist mir heute klar.

musikunterricht gab es auch, manchmal. so ein jahr übers andere, zu mehr reichte es nicht. lehrermangel. wenn, dann wurden noten an die tafel gemalt und blockflöten angeschafft. musikbücher gab es auch, mit mir unbekanntem liedgut darin. irgendwie hatte ich ausgerechnet im musikuntericht immer das gefühl, daß der rest mir überlassen war, in einer klasse aus über dreißig schülerinnen. (ja, eine reine mädchenklasse.) da gab es eigentlich keinen unterricht, nur vorgaben. bücher zum selberlesen und vorspielen natürlich. das mußte reichen.

im hintergrund in dem osteuropäischen restaurant wird auch gesungen. meistens im eurovisionsstil, ab und zu aber erklingen diese harten, gerade herausgezwungenen frauenstimmen mit polyphonischer tendenz. (laienhaft ausgedrückt.) ich liebe das.

besonders absurd fand ich es immer, wenn ich im musikunterricht allein vorsingen sollte. das heißt, eigentlich war ich zunächst davon ausgegangen, daß ich das selbstverständlich natürlich nie würde tun müssen. das war etwas für die anderen, die in chören sangen oder es sonstwo lernten. davon war ich überzeugt. nie wäre ich darauf gekommen, daß in der schule etwas von mir verlangt werden würde, einfach so, das ich noch nie zuvor gemacht hatte. ich dachte tatsächlich, ich würde dort nur das zu tun bekommen, was man mir zuvor auch dort beigebracht hatte. rechnen zum beispiel. etwas, worin ich auch nicht gern vorgeführt wurde, aber immerhin war das etwas, was ich durchaus schon häufiger getan hatte. und auch gelernt, bei allem rechnerischen handicap.

aber singen? das hatte mir noch niemand jemals gezeigt. oder von mir verlangt. das konnte einfach nicht sein.

das erste mal war eine katastrophe. beschämend. besonders, weil ich anschließend für dinge korrigiert wurde, die ich nicht verstand. und ich bekam eine nicht besonders gute note dafür aufgeschrieben. fertig. die nächste. singen. dabei hatte ich mich ganz gut gefunden, vor allem, weil ich mich überhaupt getraut hatte.

danach war der musikunterricht eine ständige angstkatastrophe. singen, ich? nie wieder. das erste mal war auch das letzte mal. fertig.

eine schöne, handfeste geschichte, finde ich eigentlich. so aus heutiger sicht. zeigt sehr deutlich, wie schule eben nicht funktioniert. nicht funktionieren kann.

habt ihr nie zuhause gesungen, werde ich daraufhin gefragt. das nimmt mir die letzte fassung, um die es dieser tage ohnehin nicht besonders gut gestellt ist. nein, natürlich nicht. wir haben kaum miteinander geredet. das war gefährlich, jedes wort hätte das falsche sein können. und dann gab es für nichts mehr garantie. da kann man doch nicht singen.

und doch habe ich es getan, dieses eine mal. damals. wenn auch nur, weil ich dazu gezwungen wurde. außerdem muß es ziemlich scheiße gewesen sein.  und es war demütigend. aber egal. es wußte und weiß ja niemand, wo ich damals gelebt habe. und wie.

27. Dezember 2011 - 16:41

zur allgemeinen beruhigung habe ich soeben mit der steuer angefangen. 2010, versteht sich. soweit ist es mit mir schon gekommen.

zum jahresabschluß mit zahlenkolonnen und excel kämpfen, auch das hat tradition, irgendwie. fast schon so wie das weihnachtsbügeln. es ist also wirklich nicht so, daß es solche ansätze in meiner familienfreien existenz überhaupt nicht gäbe.

27. Dezember 2011 - 03:19

habe mir dieser tage mit ein paar worten eine schwere last vom herzen gestemmt. wurde dafür mit guten nachrichten belohnt. und mit einer dieser sich sanft öffnenden zarten traurigkeiten.

weihnachtsfrieden

26. Dezember 2011 - 18:32

eine der schönsten weihnachtgeschichten ist und bleibt dieser seltsame weihnachtfrieden, den es wohl tatsächlich zum ende des ersten weltkrieges gegeben hat. keine legende also, diese kurze zeit im niemandsland, zwischen den lagern. trauer und trost, getauschte geschenke und gesang. und fußball natürlich, wie könnte es anders sein zwischen engländern und deutschen. mitlerweile mit legenden gespickt, sicherlich. dennoch ein nachhaltiger beweis, daß menschen einander nicht mehr töten mögen, wenn sie einmal angefangen, miteinander zu sprechen. eigentlich.

meine weihnachtsgeschichte

24. Dezember 2011 - 13:19

andere bauen gerade den weihnachtsbaum auf, ich habe soeben schonmal das bügelbrett in position gebracht. in ein paar stunden ist zeit für mein alljährliches weihnachtsbügeln, ist ja bekannt. oder nicht? hier die erklärung in sechs teilen: teil iteil iiteil iiiteil ivteil vteil iv

immer wieder schön. aber jetzt werde ich erst noch ein bißchen arbeiten, ganz in ruhe.

weihnachtsfail

23. Dezember 2011 - 15:48

in den letzten tagen bin ich mehr denn je zum paketumschlagplatz der gesamten hausgemeinschaft mutiert. zwei oder drei paketdienste luden tagtäglich diverse kisten und tüten bei mir ab, und nahezu die gesamte nachbarschaft pilgerte anschließend zu meiner tür, um ihrer bestellung habhaft zu werden.

immer gleich öffnen kann ich in dieser woche nicht, zu oft bindet mich das headset an die jeweiligen interviewpartner. so wird mir manchmal der stapelplatz im flur recht knapp. gut, daß sie immer da sind, sagt mit die frau von nebenan dennoch, als sie mich endlich erreicht. und schenkt mir eine flasche wein dafür. einen moment lang denke ich darüber nach, was sie wohl von mir denkt. immer zuhause, wie das klingt. und dann mittags um kurz nach zwölf die tür nicht aufmachen. da paßt wohl ein wenig wein ganz gut ins bild.

einmal, es ist schon dunkel,  steht der kleine junge von ganz oben in strumpfhosen begierig vor meiner tür. das paket, das ich ihm auszuhändigen habe, ist zirka dreimal so groß wie er. und schwer. das ist aber groß, sage ich ihm. und schwer. aber der kleine packt es und schleppt es tapfer bis zur ersten treppenstufe. paß auf, sage ich noch. da ruft er stolz nach seiner mutter. und steht da wie ein held. in strumpfhosen.

ein weihnachtsgeschenk habe ich übrigens auch bestellt, vor wochen bereits. bis jetzt ist es nicht bei mir angekommen, vielleicht ist es parallel  zu dieser aktion schon verloren gegangen. obwohl mir die paketversender inzwischen versichert haben, daß die ware erst in der letzten woche auf die reise gegangen ist. nun ja, das ist pech. oder es kommt noch, morgen. was auch zu spät wäre, weil ich es noch hätte weiterschicken müssen.

ich bin aber sowieso nicht sicher, ob ich mich das getraut hätte.