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archiv: alle tage


gleich und gleich

22. Juli 2014 - 18:25

heute kurz zu gast auf dem balkon: ein hauchzarter, dunkler engel.

tomatenglück

22. Juli 2014 - 02:12

das war ein guter tip von lucky, den tomaten doch mal ein wenig düngung angedeihen zu lassen. ich bin ja eher nicht so für doping, aber dem bißchen erdreich? da schadet ein wenig anreicherung sicher nicht, im gegenteil. tatsächlich haben die prachtstücke sich nach zweimaligem gießen mit schuß nun noch einmal entschossen, zügig in die höhe zu schießen. leider weiß ich jetzt überhaupt nicht mehr weiß, wo ich sie noch anbinden soll. mit etwas glück kommen in diesem jahr zum ersten mal die strippen an der mauer zum einsatz, aber das gestänge ist eindeutig zu kurz. da muß ich mir für nächstes jahr etwas überlegen.

so sieht es aus: aus dem stand reiche ich nicht einmal mehr auf zehenspitzen bis an die tomatenspitzen. das habe ich neulich schon behauptet, da stimmte es nur eingeschränkt. jetzt sage ich die wahrheit. so wahr die aktuellen früchte noch grün sind und schwer in den seilen hängen. ich freue mich sehr.

kontrastprogramm

19. Juli 2014 - 15:43

nachrichten sind kriegsberichterstattungen dieser tage, gespickt mit unglückstoten. die sendung läuft noch, es ist kurz vor gaza, da stehe ich auf, nicht geplant, eher spontan. ich merke es kaum. ich gehe drei schritte, stehe auf dem balkon, der dringend gewässert werden möchte, es ist heiß, berlin brütet. ich tue, was zu tun ist. wasser tragen, durch di egnaze wohnung, zwischen küche und balkon, mehr als dreimal. alles andere ist vergessen.

die balkonbepflanzung ist wunderbar geraten in diesem jahr, besser denn je, und das ganz aus versehen. alles scheint an der richtigen stelle, die minze in einem extrakleinen topf in ihre schranken gewiesen, die tomaten, diesmal kräftig gedüngt, wachsen dadurch sogar noch in die höhe. bis ganz oben reiche ich kaum noch hin. außerdem wächst alles ineinander, der kleine klee in den thymian und in die nelken daneben, die susanne umrankt den männertreu und schlingt sich nicht nur um die kletterhilfe, sondern auch um den efeu.

von außen sieht das alles immer noch wenig spektakutär aus, ziemlich grün, richtig viel davon, und daher eher langweilig. auch wenn der klee sich tapfer durch die gitter drückt und die susanne sich lässig weit herunterhängen lässt, auf der suche nach halt. das ist egal, von mir aus betrachtet, von innen heraus ist es wunderbar.

zurück an meinen arbeitsplatz haben sich die berichterstattungen erschöpft, es läuft ein film über enten.

wo ich wohne

17. Juli 2014 - 13:46

hier ist es ein wenig laut, immer schon. daran habe ich mich gewöhnt, auch wenn ich die stille aufgrund der aktuellen straßensperre derzeit sehr genieße. besonders nachts. alle anderen geräuschvollen aktionen, deren menschen so fähig sind, haben natürlich nicht abgeneommen. im gegenteil, der menschenlärm in meiner ecke von neukölln scheint stetig zuzunehmen. es wird lautstark telefoniert, heftige musikbeschallung aus autos gehört quasi zum guten ton, wie auch hunde, die sich wild anbellen, gefolgt von menschen, die sich nicht weniger wild anbrüllen. eher noch wilder. die täglich pünktlich erscheinenden metadonkunden der hiesigen substitutionspraxis streiten sich eher harmlos dagegen, auch die nächtlichen leergutsammler mit ihren scheppernden einkaufskörben sind korrekt und zielstrebig unterwegs. ansonsten werden auch mal die stühle und tische der ansässigen gastonomie umgestoßen, wenn der ehekrach sich nicht anders bewältigen läßt, und papierkörbe sind schnell mal mit ein paar fußtritten geleert, warum auch immer. jeden morgen bin ich froh, wenn mein motorrad noch steht. (der schnitt des einfachmalumgeworfenwerdens liegt bei etwa einmal im jahr, schätze ich.)

tag und nacht geht das hier so, aggressiv und zunehmend ungehalten. im sommer natürlich ganz besonders, wenn das gemeine neuköllner wohnzimmer sich unmittelbar vor meinem schlafzimmer zu befinden scheint. wie vor vielen anderen schlafzimmern wohl auch.

neulich gab es eine schlägerei direkt unter meinen balkon, am hellichten tag. irgendwas mit straßenverkehr, und einer der kontrahenten riß sich unmittelbar vor der prügelei demonstrativ sein t-shirt vom leib, um halbnackt in aktion zu treten. (warum machen männer sowas?) die polizei kam, man sprach englisch und deutsch und noch mehr sprachen. dann wurde es wieder still, als wäre nicht gewesen. außer anzeigen, vermutlich.

gestern nacht brüllten ein paar besoffene, immer wieder ging das los, über stunden. dazwischen ein paar frauenstimmen, die beschwichtigten oder anfeuerten, keine ahnung. jedenfalls war es lästig und laut. so sah das wohl auch ein nachbar von schräg gegenüber, der auf seinen balkon trat, ein telefon in der hand, und verkündete: ihr seid laut, ich ruf jetzt die polizei, okay?

auf diese präzise ankündigung rannte einer der herumbrüllenden auf den balkon zu, warf nebenbei schnell noch eines der temporären straßenschilder um, und brülle dann den mann an, der dort oben stand und tatsächlich telefonierte. das meiste war unverständlich, vernuschelt und zerkaut. ich weiß, wo du wohnst, schrie er schließlich, kurz bevor die polizei kam und den lästigen haufen in zwei minuten auseinandertrieb.

ich weiß, wo du wohnst, gleich mehrfach. ich weiß, wo du wohnst, mit nachdruck. zu dem mann, der immer noch mit dem telefon in der hand auf seinem balkon stand.

da mußt ich dann doch lachen.

15. Juli 2014 - 01:01

ich fürchte, ich mache demnächst etwas ganz, ganz dummes. ich wechsle den telefon- und internetanbieter. fast 200 euro würde ich dadurch im jahr sparen und hätte außerdem noch ein schnelleres netz. aber: ich hab jetzt schon angst, ob das klappen kann? ich meine: reibungslos, ohne internetausfall?

himmel!

montagmorgen

14. Juli 2014 - 13:03

na gut, nicht gerade morgen, aber doch montag immerhin. an die arbeit.

die einrichtung des zweiten, ebenso temporären wie doch auch stationären heimarbeitsplatzes ist abgeschlossen, schneller als zunächst befürchtet. sogar fast ohne the fucking manual zu konsultieren. frauen und technik funktioniert eben doch reibungslos.

oder anders gesagt: läuft! (und läuft und läuft und läuft. ab jetzt.)

13. Juli 2014 - 17:49

wechselnde wetter, seit tagen schon. mir paßt das gut, heute ganz besonders. ich mag diesen gewittrigen sommer.

12. Juli 2014 - 19:28

wenn ich nacht erst gegen drei nach hause finde, weil ich auf einer geburtstagsfeier stunden lang sehr angeregt über storyführung, personalgestaltung und oberfläche debatiere, dann komme ich erst bei sonnenaufgang zum schlafen. dann habe ich einen hinterkopfkater am nächsten morgen, obwohl ich keinen alkohol getrunken habe, natürlich nicht, bin ja mit dem leise surrenden motorrad unterwegs. was sonst? kühle sommernachtfahrten bei vollmond sind wunderbar. der kater zieht sich bis in den nachmittag, trotz schmerzmittel, fällt nur langsam tief in die schulter, die dann ebenso schmerzt. und müde bin ich, sehr müde.

vergessen

11. Juli 2014 - 00:50

noch nicht zurück im text, aber langsam dann doch zurück in berlin. wenn auch nur ungern.

überraschend viel zu regeln gehabt in den letzten tagen, arbeit auch. vor allem aber überlegungen und regelungen, das beständige finanzielle desaster ein wenig pflegen. läuft wieder, einigermaßen. mit ein bißchen glück wird es sogar entspannt in ein paar tagen. auch das motorrad läuft, mit frischen bremsen, frischem tüv und geschweißtem auspuff. insgesamt ohne große probleme, in dem alter, tuckert sie wieder. wunderbar. auf der kleinen runde nach dem abholen gedacht: wie kann man nur ohne motorrad leben? ich könnte nicht, niemals. (bis auf weiteres.)

28 ist die kiste jetzt und gesundheitlich ungefähr so gut drauf wie ich. der tank verbeult und rostig, innen leider, der vorderreifen ziemlich runter, verliert auch permanent luft, was ziemlich lästig ist. insgesamt ist vieles ein wenig marode und häßlich, aber noch voll funktionsfähig, wie bei mir eben. von wegen rheuma. die hände zwicken und jucken höchstens ein bißchen, schulter ist tatsächlich längst wieder in ordnung, nach knapp zwei tagen, die angekündigten schmerzen noch vor ausbruch schon wieder vergessen. vergessen ist wichtig. auch den traum habe ich vergessen, weil ich ihn einfach nicht aufgeschrieben habe. ich schreibe überhaupt nur noch auf, was sich aufzuschreiben lohnt. aber das richtig.

so soll das sein. (nicht nur einstweilen.)

09. Juli 2014 - 10:45

schulter wieder so gut wie okay, eigentlich gestern schon, den ganzen tag. heute dann auch schmerzmittelfrei, kein problem. keine ahnung, was das sein soll. sollte.

schultern

08. Juli 2014 - 11:45

gegen sechs aufwachen, aus einem wirklich dämlichen traum, nicht der rede wert. vor allem aber weil die rechte schulter heftig schmerzt. also doch was mit rheuma, schon wieder. also aufstehen, durch die wohnung torkeln, schmerzmittel einwerfen. dann wieder schlafen, es wenigstens versuchen. einschlafen mit schmerzen ist schwer, geht aber dann doch.

gegen neun aufwachen ohne traumhintergrund und mit weit weniger schmerzen. armstrecken geht, armheben sogar, und alles, was ich tun will, geht auch. an manchen stellen beißt es, mehr nicht. ob das durch die betäubung kommt, oder ob sich das reißen bereits wieder auf dem rückzug befindet. keine ahnung. achselzucken mit der anderen schulter. so ist das dann wohl jetzt mit mir. so soll ich leben.

so kann ich leben.

01. Juli 2014 - 23:29

auf geht’s! (so in vier stunden zirka.)

30. Juni 2014 - 12:54

auf den toten tag folgt ein wilder, mit wilder musik. und irgendwo in dieser wildheit wohnt eine stille kraft und schönheit.