home




archiv: alle tage


weihnachtsfail

23. Dezember 2011 - 15:48

in den letzten tagen bin ich mehr denn je zum paketumschlagplatz der gesamten hausgemeinschaft mutiert. zwei oder drei paketdienste luden tagtäglich diverse kisten und tüten bei mir ab, und nahezu die gesamte nachbarschaft pilgerte anschließend zu meiner tür, um ihrer bestellung habhaft zu werden.

immer gleich öffnen kann ich in dieser woche nicht, zu oft bindet mich das headset an die jeweiligen interviewpartner. so wird mir manchmal der stapelplatz im flur recht knapp. gut, daß sie immer da sind, sagt mit die frau von nebenan dennoch, als sie mich endlich erreicht. und schenkt mir eine flasche wein dafür. einen moment lang denke ich darüber nach, was sie wohl von mir denkt. immer zuhause, wie das klingt. und dann mittags um kurz nach zwölf die tür nicht aufmachen. da paßt wohl ein wenig wein ganz gut ins bild.

einmal, es ist schon dunkel,  steht der kleine junge von ganz oben in strumpfhosen begierig vor meiner tür. das paket, das ich ihm auszuhändigen habe, ist zirka dreimal so groß wie er. und schwer. das ist aber groß, sage ich ihm. und schwer. aber der kleine packt es und schleppt es tapfer bis zur ersten treppenstufe. paß auf, sage ich noch. da ruft er stolz nach seiner mutter. und steht da wie ein held. in strumpfhosen.

ein weihnachtsgeschenk habe ich übrigens auch bestellt, vor wochen bereits. bis jetzt ist es nicht bei mir angekommen, vielleicht ist es parallel  zu dieser aktion schon verloren gegangen. obwohl mir die paketversender inzwischen versichert haben, daß die ware erst in der letzten woche auf die reise gegangen ist. nun ja, das ist pech. oder es kommt noch, morgen. was auch zu spät wäre, weil ich es noch hätte weiterschicken müssen.

ich bin aber sowieso nicht sicher, ob ich mich das getraut hätte.

20. Dezember 2011 - 00:46

so müde.

18. Dezember 2011 - 22:22

wochenendarbeit ist durch. morgen kommt dann wieder die fleißarbeit. wobei: arbeit ist arbeit. oder?

devon

17. Dezember 2011 - 21:55

in meinem baileysglas schmelzen die eisherzen. ich denke, zu weihnachten mache ich mir so ein richtig englisches essen, wie früher. mit baked potatoes, richtig cross, und viel käse. und mit salat für in die leere kartoffelkruste ganz zum schluß.

zur erinnerung an eine zeit, als ich noch jung war und dumm und geliebt. ohne es zu wissen, alles.

neuköllner nachtfrosch, unscharf

14. Dezember 2011 - 18:06

winterschläfrig

08. Dezember 2011 - 12:56

gestern nacht den biorhythmischen gegebenheiten nachgegeben und den wecker um 45 minuten vorgestellt. dann vergessen, ihn anzuschalten. trotzdem prompt eine stunde früher, also beinah richtig pünktlich, am schreibtisch gesessen. geht doch.

voll auf lyrik

08. Dezember 2011 - 00:42

gegen mittag, ich sitze gerade mitten in der zweiten miettextschreiberei des tages, klingelt auf einmal der hausmeister sturm.  er hat ein aufgerissenes päckchen in der hand und stellt mich zur rede. ob das meines wäre? blöde frage, weil ja mein name draufsteht. leider ist es bis jetzt aber nicht bei mir angekommen. ob ich denn nichts gemerkt hätte letzte nacht? nö, hab ich nicht. dann muß ich mir schuhe anziehen und mit ins treppenhaus kommen, bis nach ganz oben zum dachboden.

da hat sich offensichtlich jemand sämtliche fußmatten des hauses und die große matte aus dem eingangsbereich hingeschleppt und zu einem nachlager arrangiert. es finden sich diverse süßigkeitenpapiere, taschentücher, leere medikamentenverpackungen, kerzenreste und wachs. außerdem zwei euro, eine benutzte einwegspitze und den lyrikband, der in meinem päckchen gewesen ist.

ob ich hier heute nacht, fragt mich der hausmeister. wie bitte? ja sicher, ich schlafe gern mal im treppenhaus, statt in meinem eigenen bett. besonders, wenn ich vollgedröhnt bin und bei kerzenlicht noch ein paar gedichte lesen möchte. zum glück kann ich dem mann dann glaubhaft versichern, daß ich mit dem geschehen nichts zu tun habe. im gegenteil, mir wurde auch noch meine post entwendet. und die vorstellung von offenem feuer im treppenhaus finde ich alles andere als behaglich. das bekräftige ich gleich mehrfach. vorsichtshalber.

dennoch: es ist eine eigenartige vorstellung, daß gestern nacht möglicherweise jemand auf fußmatten gelegen und in meinem lyrikband geblättert hat. das buch jedenfalls ist an einigen stellen ziemlich angekokelt. kann natürlich auch sein, daß es nur die unterlage für irgendetwas war. ist wohl auch wahrscheinlicher.

07. Dezember 2011 - 02:23

als gäbe es keine nacht, keine zeit.

der geist der weihnacht?

04. Dezember 2011 - 16:37

neuköllner wandgestaltung, natürlich.

30. November 2011 - 18:15

wunderbar warmes wetter, frühlingsbereit. wenn ich es nicht besser wüßte. das motorrad schnurrt noch, macht sich leicht unter mir, wie immer kurz vor winterschluß. (es ist ein kreuz.) also nach dem frühstück schnell rüber nach friedrichshain geflogen, zum kilodrücken. an der f2 inzwischen bei 40 pfund angelangt. das heißt: irgendwo unter dem bauchspeck verbirgt sich ein heimliches sixpack!

tellergewäsch

29. November 2011 - 14:00

dieses stetig wachsende gerede vom kämpfen im leben. um erfolg und anerkennung, um das bestehen wider alle widrigkeiten. nur wer kämpft, gewinnt, am ende auch die liebe als einsame krönung des erfolgs. aber ja, leistung will getragen sein, fest verschnürt in dem päckchen, das es zu ertragen gilt. ein hübsches knallbonbon, mit schleife drum und nichts als luft gefüllt. dabei ist das ende ist vorgegeben. dann heißt es gegen den tod, kämpfen. auch das ist programm. als gäbe es tatsächlich etwas zu gewinnen.

nein, ich kämpfe nie. aus voller absicht nicht.

28. November 2011 - 10:43

umständehalber beschissen geschlafen, wenn überhaupt. träume aus angst, die tief in den tag hineingreifen. ich muß meine arbeit machen! aber erstmal muß ich jetzt raus hier, sonst platz ich.

27. November 2011 - 18:04

alles ist migränematsche.