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archiv: berlin


trendsport: korkyoga in berlin

23. Juni 2011 - 16:41

es gibt viele schöne sachen in berlin, ganz kleine sachen mitunter, die auf anhieb gar nicht so einfach entdecken sind. die auf den straßenschildern turnenden korkfiguren zum beispiel, bei denen es sich um yogis handeln soll. um street-yogis.

neuköllner nachtleben und frühschoppen

29. Mai 2011 - 23:27

sehr nette gegend ist das hier. gestern, kurz nach mitternacht, fingen schräg gegenüber plötzlich ein paar jungs an, ihre autos zu waschen. und zwar mit dem handlichen druckstrahlreiniger, mit dem sonst der gehweg vor dem eckladen gestaubputzt wird. motorgetrieben natürlich und säuselig brummend laut. zum sonntäglichen frühschoppen dann, heute morgen, gleich gegenüber von meinem schlafzimmer, gehörte neben flaschenbier auch eine flinke line, vom versifften stromkasten direkt ins hirn geschossen. was genau das war? keine ahnung, vielleicht salz?

stadtweizen mit erpeltümpel und rot

16. Mai 2011 - 17:45

geschrei

29. März 2011 - 19:42

draußen schreien sich zwei türkische männer an. kinderschänder, brüllt der eine immer wieder. (ein realer bezug ist nicht zu vermuten, eher eine üble beleidigung, provokation.) während der andere bierkästen in sein auto läd und dabei irgendetwas zurückschreit. nur bei dem wort kinderschänder will er jedesmal auf den anderen los. doch eine schmale frau steht dazwischen und hält die beiden auseinander. besonders den ihr zugehörigen, der einfach nicht von den beschimpfungen lassen kann, schiebt sie immer wieder zurück.

daneben zwei kleine jungs, heulen vor angst.

flagge zeigen

26. März 2011 - 18:45

und ein bißchen lärm schlagen.

berliner pisser

19. März 2011 - 16:36

es ist gerade vier uhr nachmittags. der typ ist derart besoffen, daß er kaum noch gehen kann. stehen auch nicht, deshalb lehnt er sich mit dem gesicht an das nächste auto, während er mit einer hand an seiner hose herumfummelt. aber selbst so kann er kaum ruhig bleiben. irgendwann haut der rückstoß ihn nach hinten. der typ schlägt auf den boden, lacht und bepisst sich dabei. sein blasser schlappschwanz hinterläßt sonst keinen bleibenden eindruck.

frühling in berlin, neukölln. (da, wo andere kreuzkölln zu sagen.)

be berlin

19. Dezember 2010 - 21:01

be kahl und kalt, be dunkel und schwer, be leer im winter.

neukölln integration

23. Oktober 2010 - 16:19

neulich komme ich abends mit einer freundin aus dem kino – wir waren übrigens in kinshasa symphony, ein wahrlich sehenswerter film – da pfeift uns ein frecher, kalter berlinwind entgegen. und ich bringe den blöden reißverschluß meiner schicken neuen jacke nicht schnell genug zu. das sind diese reißverschlüsse, die unten auch aufgehen, sage ich zu meiner freundin. damit hab ich immer kriegsfuß.

damit hab ich kriegsfuß, wiederholt sie irritiert. dann kichert sie los: da hab isch voll kriegsfuß, ey!

recht hat sie. ich bin wohl ein wenig neuköllnintegriert mittlerweile. andere machen das irgendwie besser.

indoor streetart

09. Oktober 2010 - 23:20

das alte berlin

06. Oktober 2010 - 23:13

eben in charlottenburg gewesen. ist ja irgendwie eine andere welt, fast schon nicht mehr berlin. charlottenburg eben, da kenne ich mich nicht aus. einmal mußte ich sogar rechts halten, absteigen und auf die karte gucken. und dazu mußte ich den helm abnehmen, um die lesebrille aufsetzen zu können. das war erste mal in aller öffentlichkeit. altern kann sich recht peinlich anfühlen.

neuköllner straßenpoesie

25. September 2010 - 23:17

ist es ein tag? spanisch? oder tatsächlich ein genitiv?

ein hoch auf die türkischen gemüsehändler in neukölln

24. September 2010 - 22:05

es wird wohl zeit, dieses lied einmal zu singen, wo doch in letzter zeit derart viel dreck über die türkischen vertreter dieses wohl schwierigsten einzelhandelszweiges ausgeschüttet wurde. nachts auf dem großmarkt sein, pünktlich und wach, damit die ware rechtzeitig im laden liegt. jeden deutschen jungen würden sie dafür in den himmel loben.

arm wäre es hier, ohne die türkischen händler. armselig, auf das ewig gleiche angebot der discounter, abgepackte massenware stapelweise, angewiesen zu sein. der türkische supermarkt dagegen funktioniert noch wie ein markt. das gemüse sucht man sich selbst zusammen, genau so viel, wie man braucht und möchte. es gibt kartoffeln, zwiebeln und knoblauch einzeln, das ist wichtig in einem einpersonenhaushalt. es gibt drei sorten knoblauch, wenigstens. der ingwer ist frisch, und es gibt ihn, immer. ebenso die frische minze. kein discounter hat das. die fleischtheke, gut, die ist gewöhnungsbedürftig. kennt man ja heute kaum noch, so unabgepacktes rohes fleisch. nur früher, mit meiner oma beim metzger, da gab es noch diese schalen in der theke. und das blut, das sich darin sammelte. also, für eine hühnersuppe ist der türkische händler auf jeden fall immer gut. im winter finde ich dann dort, und nur dort, meine liebste salatbeilage: maronen. ohne würmer. naja, die meisten jedenfalls. in deutschen läden liegen die dinger, wenn es sie überhaupt gibt, meistens so lange, daß man die hälfte wegwerfen muß, weil sie schon zerfressen ist. kein spaß, bei dem preis.

überhaupt der preis. es ist nicht immer a-ware, das stimmt. aber wer braucht die schon? meine gurken müssen nicht gerade sein und kleine kartoffeln sind schneller gar. das preis-leistungs-verhältnis ist ohne zweifel auch besser als im discounter. zumindest beim gemüse, aber darum geht es hier ja.

nicht zu vergessen auch die brote. kaum zu glauben, daß ich ohne fladenbrot aufgewachsen bin.

anti akw 2010

19. September 2010 - 16:06

irgendwie ist es schwer zu vermittel, was gestern in berlin los war. das menschenband, das auf diesem unzulänglichen bild am anderen ufer zu erkennen ist, stellt ungefähr ein fünftel von dem dar, was allein von dieser stelle aus zu sehen war. und zwar zu einem zeitpunkt, als ich und unzählige andere meine runde schon durch hatte. ein paar meter hinter mir standen zu der zeit die traktoren, die den zug angeführt hatten. und es ist beileibe nicht das zugende, da drüben. noch lange nicht.

die masse allein macht es natürlich nicht. es gab auch gewagte einzeleinlagen.

und fröhliche protestbootsfahrten.