09. November 2011 - 22:58
die zeichen sollten immer vorsichtig gesetzt sein, reduziert, beinah durchscheinend. auch die im netz. besonders die im netz.
die zeichen sollten immer vorsichtig gesetzt sein, reduziert, beinah durchscheinend. auch die im netz. besonders die im netz.
menschen, in deren nähe ich mich wohlfühle, wollen mich oft nicht in ihrer nähe haben. das war schon immer so. so bin ich eben immer woanders.
dinge schmecken, die mir lange nicht auf der zunge lagen. das braucht zeit.
mein hirn ist mein archiv. wetware, sterblich. ohne netz und doppelten boden.
denke über meine diskurs- und philosophieuntauglichkeit nach. bin ja mehr so ein selbstverdichtendes gewirr in meinem kopf.
zwischen hoffnung und befürchtung verläuft eine hauchfeine trennlinie, die jedoch durch die erwartung nahtlos geschlossen wird.
wenn ich ganz weit zurückdenke, dann sind da dinge, dann ist da welt. aber keine menschen, ich gebe es zu. andererseits sind die dinge noch nicht begrenzt, noch nicht in die ihnen ureigene feste form gepresst. so wie heute. es könnten also auch menschen sein, wer weiß. ich weiß es nicht. ich war sehr klein, damals. als das licht noch einen klang hatte, manchmal sogar einen geruch. und die zeit war noch keine uhr. definitiv nicht. zeit war einfach und immer.
[menschen haben sich erst später in mein erleben gedrängt. und sie brauchten dazu gewalt.]
ich schlüpfe ja immer gern in die risse, die von kleinen fehler in den systemen hinterlassen werden. in der sprache, im leben, im lachen.
nur wenige wissen, wieviel an sprache eigentlich schweigen ist. und wie wichtig. wer mich kennt, weiß, daß ich mitunter reden kann wie ein wasserfall. aber niemand weiß wohl, wie elend ich mich dabei fühle. jedesmal.
die nacht endet, der tag beginnt. in schmerzen.
ein tag folgt auf den anderen. die macht der gedanken, der worte zu bannen, ist mein schicksal, mein glück.