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archiv: splitter


persönlich

02. Februar 2013 - 14:31

nachdenken über identifikation und identität. habe ich so etwas? brauche ich so etwas? eher nicht. die illusion einer stabilen hülle ist mir längst abhanden gekommen. jede art von fixierter persönlichkeit ist letztendlich fassade, ein spiel, das vor nichts rettet und nichts bringt. im gegenteil, es zerstört möglichkeiten, indem es grenzen setzt. aber ganz ohne geht es letztendlich auch nicht. ohne standpunkt läßt sich keine position beziehen. ein verwirrspiel also.

10. Dezember 2012 - 00:28

die beständige anrufung und einforderung von emotionen, insbesondere des sogenannten bauchgefühls, stellt in weiten teilen eine beleidigung meines intellekts dar.

17. November 2012 - 00:02

intimität ist etwas sehr dunkles, lichtloses. intimität ist hören, nicht sehen, nicht wissen. wohl aber wollen. intimität ist lustvolles tasten im ungewissen. und so viel mehr noch.

04. Oktober 2012 - 15:56

wie ich wieder mit dem körper höre, mitunter, wie früher. wie geräusche, töne und musik, durch die hautgrenze fallen. wie berührungen, die in ewige tiefe sinken. können.

04. September 2012 - 02:41

nah rangehen. ganz nah, noch näher. wenn alles nur noch schmerz ist. das ist mein leben.

09. November 2011 - 22:58

die zeichen sollten immer vorsichtig gesetzt sein, reduziert, beinah durchscheinend. auch die im netz. besonders die im netz.

26. September 2011 - 22:43

menschen, in deren nähe ich mich wohlfühle, wollen mich oft nicht in ihrer nähe haben. das war schon immer so. so bin ich eben immer woanders.

25. September 2011 - 14:35

dinge schmecken, die mir lange nicht auf der zunge lagen. das braucht zeit.

ungesichert

24. September 2011 - 00:35

mein hirn ist mein archiv. wetware, sterblich. ohne netz und doppelten boden.

20. September 2011 - 19:48

denke über meine diskurs- und philosophieuntauglichkeit nach. bin ja mehr so ein selbstverdichtendes gewirr in meinem kopf.

12. September 2011 - 22:29

hinter den worten wohnen die formen. geometrie. und musik.

06. September 2011 - 20:35

zwischen hoffnung und befürchtung verläuft eine hauchfeine trennlinie, die jedoch durch die erwartung nahtlos geschlossen wird.

zeit ist immer

28. August 2011 - 21:35

wenn ich ganz weit zurückdenke, dann sind da dinge, dann ist da welt. aber keine menschen, ich gebe es zu. andererseits sind die dinge noch nicht begrenzt, noch nicht in die ihnen ureigene feste form gepresst. so wie heute. es könnten also auch menschen sein, wer weiß. ich weiß es nicht. ich war sehr klein, damals. als das licht noch einen klang hatte, manchmal sogar einen geruch. und die zeit war noch keine uhr. definitiv nicht. zeit war einfach und immer.

[menschen haben sich erst später in mein erleben gedrängt. und sie brauchten dazu gewalt.]