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archiv: traumhaft


15. Februar 2015 - 20:20

neulich geträumt wie als kind. von der wahrhaftigkeit menschlichen fliegens. was ich natürlich beherrsche. im traum.

31. Januar 2015 - 12:44

ich gehe über einen steg, eine kurze strecke nur, er führt über ein kleines gewässer, geplätscher. es ist nicht hoch, nicht tief, nicht gefährlich. es ist alles ganz harmlos, kein abgrund, keine schlucht. deshalb gibt es kein geländer. das ist verlockend, irgendwie. ich sehe mir zu, wie ich nach links abdrifte, mit jedem schritt ein wenig mehr. wie ich dann kurz vor dem anderen ufer abstürze.

auch das ist nicht schlimm. in aller ruhe werfe ich meine tasche voraus, auf das gras ans andere ufer, in sicherheit. dann greife ich mit einer hand nach einem stück metall an der unterkonstruktiuon des stegs, damit ich nicht ins wasser falle. so hänge ich dann da und komme nicht weiter. was sich auch tue, es mißlingt. nichts ist wirklich anstrengend oder beängstigend, nicht das schaukeln, das umgreifen, die versuche, mich wieder hochziehen. all das gelingt mir gelassen. nur gelingt es nicht, ich komme ich nicht los aus meiner lage. das ist unbefriedigend. so unbefriedigend, daß ich aufwache. und unzufrieden bin, die sache nicht schnell noch gelöst zu haben. im traum.

draußen ist es hell, ein vogel singt, fühlt sich wie frühling, fast. leicht, so leicht, wie das hängen an einem steg. wie anders ist mein wachkörper. hart und verschmerzt, wie immer. die augen brennen, im nacken frißt ein tier. morgens, gleich dem aufwachen, nicht sofort völlig erschlagen sein. gibt es das eigentlich? ich vermag diesen körper kaum in den tag zu tragen. oder bis ins bad, in die küche vielleicht.

kaffee.

28. Januar 2015 - 13:04

ich werde angeschrien, weil ich die küche nicht geputzt, den balkon nicht gesaugt und die hände nicht gewaschen habe. ich sei ein dreck, sagt sie, ein stück scheiße. das alles ist bekannt, das macht mir nichts. doch du hast ja nicht sterben wollen, brüllt sie schließlich. das ist mir neu, davon werde ich wach. und fühle mich schuldig für den rest des tages.

15. Januar 2015 - 13:23

schnell mal ans meer, es ansehen. ist ja nicht weit, dauert ja nicht lang. über nacht ist es dann aber winter geworden. zu kalt ist es, um die strecke mit dem motorrad wieder zurückfahren zu können. außerdem weiß ich nicht mehr, wo ich die kiste abgestellt habe. gleich um die ecke, so habe ich es in erinnerung. aber wo?

freunde nehmen mich mit zurück. freunde, die dort wohnen. am meer. sie bringen mich zurück, sie lassen mich allein. das ist gut. mein motorrad wollen sie nicht mit mir suchen, es finden. auch das wäre gut. doch sie wollen es nicht in ihrem hof, der groß ist und gut umzäunt, ummauert sogar.

nicht einmal für den winter, diesen winter. in dem ich schlafe, schlafe, bis ich wieder aufwache.

05. Dezember 2014 - 00:52

unterwegs aus dem traum in den morgen, heute morgen war da ein raum voller chaos. und ich darin, ganz kurz nur, fast hätte ich es vergessen. alles voller zeug, das einfach nur dasteht, ruhig und still. ein raum, der mir den raum nimmt, licht auch und luft. und die ordnung natürlich, die ich herzustellen, womit ich mich zu umgeben versuche. immerzu, um mich ruhigzustellen, den raum zu sicher, was selten gelingt. vielleicht nie.

voll ist es dort, bis in den letzten winkel, die wege, die zeit. dieser raum, der immer da ist, in mir, und ich in ihm, und ich weiß nicht, ob ich es fülle nennen soll. es ist mir fremd, dort zu sein, dort zu bleiben, wo ich bedrängt bin, beständig. doch es ist auch angenehm. es ist ruhig.

das ist, wo ich lebe?

17. Oktober 2014 - 11:00

es dauert eine weile bis ich realisiere, daß ich hier nun wohnen soll. ich scheine umgezogen zu sein, befinde mich in einen großen raum mit riesigen fensterfronten an wenigstens zwei seiten. der rest ist ein rätsel, es ist mir unangenehm. alles. hinter dem telefon, das an der wand festgebunden ist wie früher, sind die scheiben nach außen eingedrückt. so lassen sich die fenster nicht schließen, da sind risse im holz und weite lücken. alles ist naß, das macht mir angst. das ist beim auszug passiert, sagt eine nachbarin. schadenfroh, wie mir scheint. es war wohl  eilig, sagt eine andere nachbarin und lacht. es gibt kein entkommen, nur aufwachen. vielleicht.

14. Oktober 2014 - 11:00

träume von riesigen mimosenpflanzen in voller blüte und im licht. war das heute nacht oder gestern im propofolrausch?

27. September 2014 - 11:58

nachts im schlaf zeit und raum verloren. wissend zwischen traum und wach gesteckt, festgesteckt. keine ahnung, wie lang. nichtwissend, was das ist, was ich dort sehe. schreien wollen und nicht können, kein körper vorhanden. (mich aber grunzen hören und das zucken fühlen, irgendwo.) aufwachen wollen und auch das nicht können. (denken: das ist doch kein traum, nein, das bin ich.) dabei weiter schreien und zucken, kein vor, kein zurück. das ist leben.

zurückfinden schließlich, mich wiederfinden, ganz links in meinem bett, auf der freien seite. auf der seite liegen, alles ist still, einfach liegenbleiben. dürfen und können, das nennt sich frieden. mir für einen moment einen menschen wünschen. keine worte, keine fragen, keine erklärungen. (solche menschen gibt es nicht?) dann weiterschlafen. allein.

am morgen weckt mich ein elektronisches geräusch, das ich sofort als irreal identifiziere. es ist in meinem kopf, nur dort. ich kenne das. ich verstehe es nicht.

14. September 2014 - 11:19

auf einmal ist in meiner wohnung alles naß. als wir die vorhänge beiseiteschieben, sehen wir, daß wasser aus den wänden dringt und dann an ihnen herunterläuft. viel wasser, ich bin ratlos. keine möglichkeit, weiterzuträumen.

23. August 2014 - 11:16

es ist winter, kurz vor weihnachten, ich bin in kurzen hosen unterwegs. igendwo in der schweiz, wir wollen zum see, das boot testen. das soll gemietet werden, am nächsten tag, für eine rundfahrt. ich verstehe das nicht, kenne auch nicht den weg. ich bin aber dabei, das scheint mir eindeutig, und ich freue mich. ich bin die letzte. das boot treibt ab, ehe ich den schritt darauf machen kann. dann ist es weg, ohne rücksicht, ohne mich. den weg weiß ich immer noch nicht, steige einfach in irgendeinen zug. der noch nicht abgefahren ist.

richtung: egal.

08. August 2014 - 11:35

ich komme in den klassenraum, zu spät, was nicht meine art ist. weil ich wissen will, wer ihr seid, sagt die lehrerin da gerade. ich beuge mich vor, zu ihr hin und sage, frage: als ob sie wissen wollen würden, wer ich bin? die lehrerin reagiert nicht, macht einfach weiter, ohne mich überhaupt zu sehen. auf einmal verlassen alle den raum, als wäre es so geplant. nur ich weiß von nichts. immer zu spät, denke ich beim aufwachen.

zustände

04. August 2014 - 15:49

kurz vor dem aufwachen mit träumen von nicht unerheblichem erotischen potential konfrontiert sein und anschließend das frühstücksrührei mit lachs, also wirklich sehr einfach herzustellen, selbst für mich,  derart versalzen. was das nun wieder soll?

nicht drüber nachdenken. besser.

mein fisch und mein vogel

27. Juli 2014 - 14:07

auf einmal wohne oder arbeite ich anderswo, und ich weiß nicht, was ich dort verloren habe, ob ich dort sein will. aber ich allein, meistens, ich habe auch nicht viel zu tun, nur verantwortung. ich weiß aber nicht, wofür. da ist der vogel, den ich füttern sollte, obwohl mir das niemand aufgetragen hat. ich vergesse es, wenn ich ein paar tage nicht herkomme. dann befreit sich der geier und sucht auf eigene faust nach körnern.

da ist der fisch, eingesperrt in einen länglichen, sehr engen fischtank, der leckt. das war mir nicht klar, nach wenigen tagen schon ist er halb leer, und der fisch lehnt wie tot an der scheibe. ich gieße eilig wasser nach, wie man pflanzen gießt, das ist sicher falsch, doch der fisch paddelt gierig dem wasserloch entgegegen. ich gieße weiter, immer noch fehlt mehr als die hälfte des wassers, das ist mir unangenehm, obwohl ich glaube, nicht zuzständig zu sein. doch ich weiß es nicht genau.

der fisch reißt sein maul auf, dicht an dem loch, das ich begieße. das wasser gerät dabei in sein maul, viel wasser. wenn er jetzt bloß nicht ertrinkt, denke ich, bevor ich aufwache. sonst hätte ich einen fisch ertränkt, bei dem versuch, ihn zu retten. kann denn ein fisch ertrinken?