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archiv: traumhaft


19. Januar 2012 - 11:01

urlaub mit der familie. das heißt mit dem auto durch ganz deutschland bis irgendwo in den alpen. ich bin bald am ende meiner kräfte, aber wir stehen immer wieder im stau. zum glück. in österreich dann kann ich nicht mehr weiter. wir stehen gerade wieder, und plötzlich habe ich vergessen, wie das geht. wie ich eigentlich mit dem auto mithalte, denn es gibt kein trittbrett, keine griffe, keinen halt. nirgends. ich weiß es einfach nicht mehr. laufe ich etwa? eine langsame kurve nach links schaffe ich noch, dann gebe ich auf. es tut mir leid, sage ich immer wieder, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr. dann lasse ich los und sitze im straßengraben. das ist eine erleichterung. alles ist ruhig, die kolonne rollt langsam an mir vorbei. ich sehe nicht, ob das familienauto anhält.  ich kann es nicht ändern. es tut mir leid, sage ich, immerzu im kreis. es tut mir leid, es tut mir leid, es tut mir leid. dann höre ich, daß da keine worte kommen, nur ein keuchen. ich schließe den mund und lecke die lippen. und wache auf.

03. Januar 2012 - 13:29

übernachtungsbesuch bei einer freundin, die fünf recht punkige katzen hat. zwei neonrote, eine neonblaue und eine neongrüne. (nach den aufwachen kurz nachgerechnet.)

31. Dezember 2011 - 15:45

ein befreundetes paar wird von einem fremden mit worten und waffen in die enge getrieben. daß ich als vierte dabei bin, ist zufall. alle schweigen, nur der bewaffnete redet, schreit und wütet. es ist kaum zu ertragen. wegen der waffen, wegen der wut. es gibt kein entkommen, der raum ist geschlossen, nur nach oben offen. irgendwann ertrage ich es nicht mehr, fange meinerseits an zu reden. irgendetwas, darauf kommt es nicht an. ab dem zeitpunkt hat der fremde mich im visier. natürlich, was auch sonst. ich kenne das doch. ich versuche aufzuwachen, aber das ist nicht so einfach. (schließlich finde ich mich diagonal im bett liegend, auf dem rücken, atemlos, wie gerade geprügelt. draußen wird es hell, und es knallt.)

25. Dezember 2011 - 12:35

ich habe mir eine neue katze bestellt, übers internet. sie kommt sediert in einem karton verpackt. das weckmittel ist mit dabei, auch die kanüle ist schon gelegt, um es dem tier zu verabreichen. doch ich lasse mir zeit mit dem wecken. statt dessen bin ich erstmal mit der falschen geliebten unterwegs. ihre mutter ist jetzt irgendwo predigerin, da wollen wir hin. ich weiß nicht, warum. es stellt sich schnell als völlig sinnlos heraus, man läßt uns nicht einmal herein. später will ich den katzenkarton aufs motorrad packen und mit dem immer noch leblosen tier wegfahren. ich will die katze  anderswo aufwecken. ich will nicht, daß jemand dabei ist. ich weiß nicht, warum. auch das ist sinnlos. ich weiß, daß sie längst tot sein muß.

ich versuche, illusionen zu beleben, obwohl das unmöglich ist. ich weiß das. genau. immer. (dann: aufwachen, gerade noch rechtzeitig zur meditationszeit.)

16. Dezember 2011 - 23:33

fast vergessen: in klagenfurt auf der bühne sagt jemand beiläufig: und wer mitspielen will meldet sich einfach bei franz. wer ist franz, rufe ich. aber niemand antwortet mir. wie immer, alle lachen. (aufwachen)

08. Dezember 2011 - 14:50

kurz vor dem einschlafen hat mir übrigens jemand mit dem finger im dritten auge herumgebohrt. von hinten, innen. das war: eigenartig.

06. Dezember 2011 - 13:12

ich fahre hinten im wohnwagen mit. irgendwann lege ich mich hin, weil mir schlecht ist. als wir anhalten gehe ich ins haus und lege mich dort auf den boden. die beine hoch auf eine kleine treppe. dann bekomme ich angst, daß man mich vergessen könnte. ich gehe außen herum zum nächsten fenster, dahinter putzt eine frau die küche. ich schiebe das fenster nach oben, so wie in den englischen oder amerikanischen filmen. der fensterrahmen ist grün und marode.  mit ist schlecht, sage ich der frau. gut, sagt sie. ich muß jetzt die neue kollektion fertig machen. dann schließt sie das fenster wieder und putzt weiter. (beim aufwachen ist mir schlecht.)

03. Dezember 2011 - 12:30

ich schraube buchseiten kapitelweise zusammen, gegenüber des buchrückens. das ist meine aufgabe, ich mache sie unbrauchbar. anschließend klebe ich tapeten an eine badezimmerwand. alles ist papier. alles mache ich kaputt. (aufwachen!)

die dunkle seite der engl

02. Dezember 2011 - 11:59

der hund auf dem parkplatz ist krank. erschöpft liegt er an einer wand zwischen zwei autos. sein schwarzes fell ist naß von blut, er sammelt eine rote pfütze um sich. als ich weggehe, trabt er hinter mir her. unbeeindruckt. ich weiß nicht, was er hat. ob er ansteckend ist. wie sieht tollwut aus? vorsichtshalber werde ich wach.

25. November 2011 - 11:06

du sprichst mit mir, sage ich jemandem überrascht direkt ins gesicht, denn es ist so nah. und das ist selten. dann stehe ich auf und esse die tastaturtasten, weil sie aus schokolade sind. das ist kontraproduktiv, denke ich. kurz bevor ich aufwache.

13. November 2011 - 16:08

vom klavierspielen geträumt, von melodie und klang. was nicht zu zu halten war. (kann ich ja auch im echten leben gar nicht.)

17. September 2011 - 12:01

wie sich räume von innen heraus umbauen, während ich mich darin befinde.  und die einfachheit, mit der im traum die menschen zu einem einzigen zusammengefasst werden. erst nach dem aufwachen erschließt sich das entsetzen darin.

ist das nun ein problem des traum- oder des wachzustandes?

09. September 2011 - 11:05

kurz vor dem aufwachen gitarre gespielt. immer dieselbe kleine melodie, ganz selbstverständlich. nicht viel und kein lied. nur ein klang. so war es auch als kind, wenn ich mir musik geträumt habe. tagsüber.