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archiv: traumhaft

17. Juli 2010 - 21:54

gestern geträumt, daß ich sterben werde. nicht sofort, aber doch in ein paar monaten oder so. der druck war enorm, wie eine sehr große aufregung, kurz vor einem auftritt. also lampenfieber vielleicht. und während um mich herum alle anfingen, von kampf zu reden, war ich mit dem grundgedanken eher einverstanden.

dann aufgewacht und festgestellt: in dieser nacht vor 17 jahren starb mein vater. ich saß dabei und sah ihn glücklich wie nie zuvor. in dem moment.

05. Februar 2010 - 14:57

dieses ich, das ich werde, wenn ich träume.

13. Dezember 2009 - 14:48

mit einer axt soll mir der kopf abgeschlagen werden. das funktioniert aber nicht. nicht mit einem hieb zumindest, wie man es vom henker gewohnt ist. oder gar sauber und schnell, mit einer guillotine. nein, es ist mehr wie bei einem baum, der gefällt wird. mein nacken wird mit vielen kleinen hieben bearbeitet, so wie bei einem stamm. darunter liegt das fleisch. es will aber trotzdem nicht klappen. später setzt dann jemand eine große säge an. eine baumsäge.

24. Oktober 2009 - 12:22

ich suche meine wege als wäre ich blind. von bahnhof zu bahnhof taste ich mich. niemand nimmt mich mit. dazwischen abgründe.

13. Oktober 2009 - 14:54

unter mir bebt der boden. als ich nach etwas greife, um mich zu halten, ist da nur wasser.

24. August 2009 - 21:41

andauernd auf dem handy angerufen worden. immer von leuten, die ich nicht kenne. es geht darum, die nacht durchzumachen. ich suche aber etwas anderes.

19. August 2009 - 12:47

in der nacht bin ich operiert worden. ich solle nicht aufstehen, heute noch nicht. das sagt mir die ärztin gleich im anschluß, obwohl ich noch gar nicht wieder richtig da bin. ich weiß alles, sage ich wütend, und werfe das buch auf den tisch, in dem alles steht. dann gehe ich.

gewohnt

03. August 2009 - 21:42

träume wieder von häusern, von räumen und zimmern, von kellern. nicht meine, diesmal. keine abwärtsfluchten. ich bin nur zu gast.

im wohnzimmer ist der fernseher ausgebrannt, hat ein riesiges loch hinterlassen. nebenan, im kinderzimmer sieht es schlimmer aus. auch da hat es gebrannt. decke und dachstuhl sind weg, letzterer zumindest teilweise. nach oben ist alles offen. sonne und licht. wind und wetter. schnee.

das zimmer selbst sieht aus wie eine zelle. es ist eng, düster und verkokelt. ein strohsackbett, sonst nichts. horden von ratten rennen herum. immer im kreis.

macht nix, sagt der junge, der dort lebt. hab ich mich dran gewöhnt.

schlimm sind die kleinen ratten, die jungen, der nachwuchs jedes jahr. sagt die mutter. die beißen nämlich.

05. März 2009 - 20:06

irgendetwas mit kängurus. und eine gruppe von männern, die bedrohlich gegen meine wohnungstür trommelt, dann plötzlich wieder damit aufhört. draußen eine uniformierte schriftstellerin im regen.

14. Februar 2009 - 13:40

irgendetwas war da, im traum, heute morgen. etwas, das nicht stimmte. vielleicht etwas schreckliches, vielleicht auch nicht, ich weiß es nicht mehr.

aber hier ist es jetzt auch nicht zu finden. das ist gut.

abstrakt

11. Dezember 2008 - 16:55

ob ich schwarzweiß träume oder in farbe, werde ich gefragt. darauf weiß ich keine antwort, muß ich gestehen. ich habe nicht die geringste ahnung. mein bruder konnte beides, soweit ich mich erinnere. und er konnte es sich aussuchen, sogar im traum umschalten, wenn ihm danach war. das hat er zumindest behauptet.

ich träume keine bilder, denke ich. ich träume zustände oder vielleicht auch fragmente. wiederholungen. strukturen auf jeden fall. an einen einzigen farbigen traum erinnere ich mich, von daher ist wohl der ganze rest pure schwarzweißmalerei. doch auch dieser eine bunte traum enthielt keine bilder. da waren wellen und schwünge, und es war musik. wasser vielleicht. mehr nicht.

aber seit wann ist wasser bunt?

11. August 2008 - 10:16

früh am morgen ein wort geträumt: gentrifizierung. gleich angst gehabt, etwas falsches getan zu haben. ob jemand regelmäßig meinen computer durchsieht? vorratsdatenspeicherung betreibt, rasterfahndung oder sowas? ach nein, ist ja mein gehirn. denke ich und bin erleichtert. bei der nächsten drehung reißt dann etwas tief innen neben meinem linken schulterblatt. oder es hängt etwas fest, hat sich verhakt. jedenfalls kann ich jetzt den kopf kaum hochhalten.

07. April 2008 - 12:04

die räume, die wohnung, die umgebung um mich herum. alles wird nach und nach abgebaut. die menschen nehmen mich nicht wahr, nicht mehr. ich sie auch kaum. ich liege nur da, anderes geht es nicht. so war das. den ganzen morgen lang, die totale erschöpfung. geträumt.
beim aufwachen zum glück festgestellt, daß es so schlimm nicht ist. (fühlt sich wie fieber, ist es aber auch nicht.)