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archiv: write-insight


verlaufen

29. Mai 2013 - 00:36

das schöne an diesem internet ist ja, daß all die geschichten, die dort überall hineingeschrieben werden, meistens nirgends ein konkretes ziel finden. im gegenteil, dieses netz, mein netz, ist voll von losen verläufen, offenen enden und plötzlichen leerstellen. so soll es sein, so gefällt es mir. voller fragen und gedanken, ohne eindeutige antworten. fast wie das leben, der alltag, irgendwann verlaufen im sand.

das sollte in die literatur hineinwachsen, langsam aber sicher. denke ich.

20. April 2013 - 00:52

schreibkrise, obwohl ich an gar nichts schreibe derzeit. also schreibzweifel, grundlegend. alles wie gehabt, wie in den letzten jahren. verbunden mit leiser verzweiflung, schweigend, alles verschweigend. nach der überwältigenden anstrengung des letzten jahres, finde ich jetzt, seit wochen schon, das rechte ende nicht mehr, um wieder anzufangen. um weiterzumachen.

endlich. alles ist endlich. dabei erledige ich doch immer alles, all die listen. nur nicht meine arbeit. meine sinnlose, dumme existenz. ich weiß, irgendwann erledigt sich das von selbst.

der geist und das geld

15. März 2013 - 00:05

zwei bücher hätte ich im kopf, die noch zu schreiben wären. dringend. vielleicht sogar drei. und wer weiß, wie viele mehr es von da aus werden könnten. ein anderes thema ist, ob die kraft dazu reicht. oder besser: das geld.

im grunde gibt es da nur eines, ich weiß. anfangen, sofort. oder aufhören, endgültig. mit allem.

novella (28)

24. Februar 2013 - 23:36

wenn eines durch ist, kommt das nächste. so soll es sein, so will ich das. und ich zwinge es nicht, es schleicht sich von allein an mich heran, schmeißt dabei alles über den haufen, von grund auf. ich werde alles verwerfen und von vorn anfangen müssen. die konstruktion neu ziehen, die ausgangsposition, die eigentlich so etwas wie eine finale starre ist, neu verorten. das ist nicht zu ändern. eine neue, verrückte linie zeichnet sich ab.

soll sie doch. mir nur recht. danke.

ich werde das vertiefen.

luz

07. Februar 2013 - 21:17

so. das wars. was anfang september begonnen hat, mitten in der nacht und beinah wie von selbst, ist in fünf monaten licht geworden. ich erkläre die arbeit hiermit für beendet, vorerst zumindest. fertig.

wirklich fertig.

06. Februar 2013 - 00:36

eine stelle noch, eine zeile, die nicht stimmt, die besser muß, die ich ändern will. ich weiß aber nicht.

dazu muß ich noch träumen.

04. Februar 2013 - 00:35

ein wochenende voller pc-basteleien und partynächte. (gut, es war nur eine nacht, aber das reicht ja in meinem alter.) dazwischen phasenweise in den text gesunken, sehr eigenartig. nicht der reihe nach, eine seite nach der anderen, also textchronologisch, was in dem fall ohnehin kaum möglich ist. da folgt nichts auf alles und alles auf nichts. statt dessen bin ich den strängen gefolgt, den geschichten und beschreibungen. den begegnungen zum beispiel, den umgebungs- und ritualskizzen und dem mord natürlich. (ist es ein mord?)

verschollene vergangenheit, unklare gegenwart, nicht fixierte zukunft. das alles einzeln auf die wäscheleine gehängt, zum trocknen über nacht. vielleicht bleibt noch die zeit für eine letzte chronologische kontrolle, schließlich ist da viel, das ich noch mit leichter hand geändert habe. kleinigkeiten im grunde, interpunktion und wortwechsel, selten mal ein ganzer satz. wie schön es ist, den text wieder leichter zu machen gegen ende, den druck herauszunehmen. wie die wendungen und bewegungen klein werden, weil alles stimmt. oder zumindest das meiste.

aber wer weiß. tatsächlich bin ich längst abgetaucht in die textmelodie, verschwunden und verschollen. ab hier gibt es kein entkommen, da heißt es: vorsicht. auch die besten, dichtesten texte können zerstört werden, jederzeit, wenn auch einzig durch ihre verfasser.

01. Februar 2013 - 17:59

auch beim schreiben die dinge transparent übereinender denken. oder hören, wie in der musik. nichts ist jemals linear.

worte sind macht

30. Januar 2013 - 21:29

man kann sie schreiben und schreien.

13. Januar 2013 - 02:23

den tag vertrödelt, durch den text mehr getaumelt. so sind die nächte im winter, so brauche ich das. ob das aber gut gehen kann? vieles ist gelb geworden, im text markiert, um morgen ein weiteres mal überdacht, ergänzt, vertieft oder verworfen zu werden. normalerweise gilt, daß problematische stellen eher gekürzt als verstärkt werden müssen. aber ich weiß nicht, diesmal. es wird eng, viel zu dicht, um sich fehler erlauben zu dürfen.

so weit bin ich noch selten gegangen.

04. Januar 2013 - 02:00

es gibt keine heimat. nur in den worten, die mir nicht gehören. und die nicht reichen wollen, für ein leben.

03. Januar 2013 - 00:03

immer wieder in den text, der mich mehr und mehr aufkocht. etwas daran stimmt, offensichtlich. aber er ist wohl doch schrecklicher geworden, als ich beabsichtigt hatte. rücksichtslos schleift er mich durch den tag. der mann, der mich im supermarkt an die schulter gefaßt hat, weil er den laden ohne etwas zu kaufen verlassen wollte, hat es sicher nicht gemerkt. der schreck ließ mich nicht zusammenzucken. aber wie es mich langsam durchfuhr, bis in den magen. da war der mann schon lange weg.

im text dagegen wartet eine eigenartige ruhe. trügerisch.

31. Dezember 2012 - 00:01

und dann ist da dieser moment, in dem es irgendwo leise knackt. wenn auf einmal klar ist, daß der text nicht mehr komplett zerbrechen kann. über die qualität ist damit noch wenig gesagt. das ist arbeit, können und kunst. geschenk auch. das wird sich zeigen. aber er zerfällt nicht mehr, der text, aus versehen oder aufgrund mangelnder kraft meinerseits.

das war heute. gegen drei.

überhaupt lief alles besser als erwartet. erst über 1000 zeichen weggekürzt, mehr so nebenbei, weil es nötig war. (gut.) dann die letzten zwei seiten überarbeitet, zweimal. wichtige seiten. mittendrin übrigens, das ist auch neu. das ende war ja gestern schon dran.