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archiv: write-insight


02. November 2014 - 19:32

es ist ganz einfach. ich muß einen weg finden, das ende mai angefangene buch zu ende zu schreiben. es wird ein gutes buch. es wird von familie handeln, vom scheitern darin und vom leben. vom lieben auch, von begegnung. ich muß einfach. dann wird es besser, ganz sicher.

so denke ich zumindest.

going (27)

17. August 2014 - 21:10

das mit dem namen habe ich gelassen. der, der da steht, ist der richtige für diese person. ein wahnsinn, das jetzt ändern zu wollen. später vielleicht, einstweilen geht es so weiter.

gestern eine halbe seite, heute weiter bis zur fünften, es geht also voran im achten kapitel. das ist gut, kommt mir aber mickrig vor. andererseits überwältigend, de facto verwirrend. sehr. zum wiedereinstieg in den text habe ich tief gerührt in dem instrument, das ich bin. zu wild vielleicht, zu tief in den urgrund gestoßen. ich bin überrascht, plötzlich, wie trunken.

mich also wiedergefunden, aus dem text gerissen, im letzten moment, umgeben von einem zustand, der jahrzehnte zurückliegt. kein unbekanntes sein, ende zwanzig, anfang dreißig, irgendwo zwischen wuppertal und england. so war das, damals, so fühlte es sich an. aber was?

das ist eine neue art der erinnerung, die nicht aus mir zu wachsen scheint, sondern mich umgibt, für eine weile nur, eine gewisse zeit. dann verfliegt er wieder, ich weiß es noch während ich mich daran berausche. wie ein duft oder ein hauch, der dennoch tief eindringt. ohne spuren zu hinterlassen.

jetzt ist es wieder weg. (und läßt sich kaum mit worten fassen, daß es das noch gibt.)

ich bin nicht die, über die ich schreibe, in deren namen ich spreche. ich bin etwas anderes, zum teil etwas sehr anders. ich habe keine kinder, diese verantwortlichkeit ist mir fremd.  meine sehnsucht nach familiärem zusammenhalt oder auch nur nach erklärungen diesbezüglich ist gering, im grunde nicht mehr existent. ich suche nicht nach verbindlichkeiten, die sich über jahre erstrecken, vertiefen. oder irre ich da?

nein, ich bin anders, weil ich es will. meistens jedenfalls, das ist mein recht, mein verdienst. doch wir teilen eine traurigkeit, soviel habe ich verstanden. wir teilen diese verlassenheit. das verbindet uns.

jetzt: lassen. es lassen.

going (26)

15. August 2014 - 23:32

pause gemacht, viel zu lange. doch da war arbeit plötzlich, schöne und gute arbeit, sauber bezahlt. das muß dann eben sein. dazwischen wachsen die zweifel, an mir und am text vor allem. dieser text, so grob noch, so roh, der mir dennoch mehr und mehr entgleiten mag. ich greife nach den letzten fetzen, nach der figur zum beispiel, deren namen ich leider unbedingt ändern muß. nicht weil ich das so gerne will, im gegenteil, der jetzige name ist mehr als gelungen. aber weil ich jemanden kenne, der so heißt. eigentlich kein problem, so dachte ich die ganze zeit. und konnte nicht aufhören, das zu denken. es ist also doch ein problem, es beißt mich einfach, das ist blöd.

ich suche also einen kurzen, möglichst nur zweisilbigen namen, der nicht auf a endet und nicht besonders modern ist. ich finde zwei, einen der formal paßt, sich gut spricht und auch eine bedeutung hat, wenn man nachschlägt. einen anderen, der mir paßt, der sich auf verschiedene weise kürzen läßt, facettenreich also, der aber in der grundform nicht klingt. was nun? über nacht sollte ich das klären, wenn ich morgen weiterschreiben will.

das achte kapitel, da spielt dieser name eine rolle. es geht um den mond, vielleicht. und die liebe.

going (25)

23. Juli 2014 - 01:00

ganz vergessen. das siebte kapitel, die grobfassung, ist erstmal fertig soweit. gestern schon, gestern nachmittag.

heute war mietschreiberei angesagt. (gar nicht so einfach, schnell mal eben etwas sehr kurzes zu einem thema zu schreiben, mit dem man sowieso vertraut ist. oder vertraut zu sein scheint. eine umstellung auf jeden fall.) und anderes zeug. am abend dann festivaleinstimmung und ab donnerstag gehts ins tangoparalleluniverseum. (es sind noch plätze frei und soweiso: 4 x abends milonga, bis einschließlich sonntag.)

mit schreiben ist also erstmal pause für ein paar tage. oder mentales einatmen, wie soll ich sagen, tango ist ein teil davon.

going (24)

19. Juli 2014 - 23:04

aber ja doch, ja. ab nachmittag bei der arbeit, gestern auch schon und vorgestern. ein kurzes kapitel nur, das siebte, keine fünf seiten. aber eines der schwersten bislang, vermutlich das mittlere. das impliziert eine wende, von der ich noch nicht weiß, ob es sie geben wird. ob es sie geben muß. das wird es sein, warum ich so müde bin.

das und das wetter.

das und das thema. (daran führt kein weg vorbei.) also ist planung angesagt, dringend. zögerlich habe ich damit begonnen, die folgenden kapitel zu sortieren, zu strukturieren. das meiste liegt dennoch unklar. (es wird sich finden.) ich muß den punkt suchen, auf den es hinausläuft. den endpunkt als fluchtpunkt. (obwohl es darauf nicht ankommt.)

doch das soll hier nicht verraten sein.

going (23)

16. Juli 2014 - 01:19

gestern geschludert, einfach gar nichts am text gemacht, nicht einmal hineingesehen. heute dann das getan, was anstand, irgendwann am nachmittag. fleißarbeit, die sein muß. ich mag das manchmal, und heute sogar sehr. jetzt ist kapitel sechs in grobfassung ausgedruckt und abgehefet. ein weiteres stück strecke also, das gelegt ist, boden, der tragfähig sein wird. hoffe ich. ich weiß schon, wie es weitergeht.

ich weiß, das muß scheußlich klingen, diese abzählerei hier, wie das abtragen von material. so ist es zwar nicht, ganz und gar nicht, aber das ist es eben auch. handwerklicher grobschliff. ich weiß nicht, wie ich das auf die schnelle anders darstellen könnte. vor allem bleibt wenig zeit, jetzt ist es auch schon wieder so spät. ich bin müde. und zweifle auch selbst, immer wieder.

going (22)

13. Juli 2014 - 19:26

ab mittag in den text hinabgestiegen, der mir nun wieder vertraut erscheint. ob er gut ist, gut genug wenigstens, das weiß ich nicht. das werde ich auch kaum je beurteilen können. daran erinnere ich mich jetzt wieder, daß es bei längeren texten umso schwieriger ist, dieses unwissen auszuhalten. auch an diese eigenartige mentale erschöpfung erinnere ich mich wieder gut, das starren auf den bildschirm, wenn nichts mehr geht. totale flaute, windstille bis tief ins gemüt. da gibt es nur eins: die einer notwendigkeit von pausen einsehen, möglichst rechtzeitig. auch wenn die innere zufriedenheit sich noch nicht eingestellt hat und die innere unzufriedenheit mit aller macht dagegen spricht.

also: das sechste kapitel ist soweit durch, morgen stehen noch einmal die letzten drei seiten auf em programm, anschließend gibt es einen korrektiven schnelldurchgang. das soll reichen für die erste grob lesbare fassung. ein paar abschnitte habe ich nach kurzen strukturellen überlegungen ins siebte kapitel geschoben, da kann es dann gleich weitergehen.

jetzt: finale. (fürchte ich, ich fürchte mich.)

going (21)

12. Juli 2014 - 23:57

trotz müdigkeit und schmerzen irgendwann im text verschwunden, stundenlang. drei weitere seiten durchgekämmt, mehr nicht. mit den gestrigen zwei sind es jetzt also fünf im sechsten kapitel. nicht viel, aber zufrieden bin ich, habe den faden wiedergefunden. womöglich.

außerdem sind die schmerzen vergessen

jetzt: whisky und schokopudding mit 85% sahne, für die nacht und den schlaf.

going (20)

10. Juli 2014 - 23:56

nach über einer woche wieder zurück in den text. drin bin ich noch nicht, auch wenn ich das neue kapitel am frühen nachmittag geöffnet und fünf seiten grob dort hineingeschrieben habe. das ist noch nix, das ist wirr und peinlich womöglich. aber was soll’s. es muß ja, ich ich muß weiter.

und es ist eine freunde. (trotz der allzeit bohrenden zweifel.)

going (19)

29. Juni 2014 - 00:15

arbeitsbeginn am nachmittag. erst den teil von gestern noch einmal durchgesehen, die feinheiten erledigt. ging gut. dann eine kurze rödelpause, ich muß ja die wohnung bis mittwoch noch einigermaßen gastbereit, also sauber hinkriegen. abschließend in die letzte passage, in der auch noch so einiges zu erledigen war. jetzt steht das fünfte kapitel einigermaßen. gut genug als erste fassung auf jeden fall.

und nun? pause wegen urlaub, denke ich. (oder ist klagenfurt nicht doch eher arbeit?) nebenbei die story weiterdenken, die folgekapitel im kopf sortieren und die nötigen notizen immer möglichst lesbar erledigen. (ich mach das ja mit der hand, ich bin in dem entsprechenden alter, wo das irgendwie selbstverständlich ist. schnell und solide, jenseits der digitalität. nur eben die lesbarkeit. das nervt mitunter.)

going (18)

28. Juni 2014 - 00:54

am frühen nachmittag noch einmal von vorn durch das kapitel und satte fünf seiten überarbeitet. dazwischen einmal kurz für zwei stunden aus dem haus, zum friseur. haare jetzt sommerkompatibel kurz, ein bißchen sehr kurz vielleicht. aber ich bin ja nicht die friseurin. außerdem ein paar schöne stellen im text gefunden und geschrieben. dennoch nicht zufrieden, es bleibt schwer im moment.

also alles morgen noch einmal, zusätzlich die letzten drei seiten. die dürften aber leichter werden. da sind wenig beschreibungen, viel mehr zügig vorangetriebene handlung mit vielen auslassungen. das wird gehen.

jetzt: schlafen, nur noch schlafen. vorher vielleicht noch einen martini?

going (17)

26. Juni 2014 - 23:54

romanpause wegen anderer aufträge, wie ich es vorhergesagt hatte. heute dann, eben erst, vorsichtig zurückgetastet in dem text. was nicht einfach war, das hätte ich nicht gedacht. doch die bilder und ideen, die belebten momente, die inspiration, das alles geht sehr schnell verloren. das hat mit konzentration zu tun, aber auch mit der inneren bereitschaft und offenheit. letzteres ist es wohl, was jetzt gerade fehlt.

egal, das läßt sich finden, das läßt sich erarbeiten. dafür muß ich mich einlesen, einschwingen, loslegen. ich kenne ja den weg. morgen ist auch noch ein tag.

going (16)

22. Juni 2014 - 17:58

gestern pause gemacht mit dem romanschreiben, obwohl kopf und gemüt umschwirrt waren von bildern und gesprächsfetzen. trotzdem anderes erledigt, fleißarbeiten und zur schreibarbeit nur notizen gemacht. heute dann erstmal ein bißchen was zum thema fußball verbloggt. mußte sein.

gegen sechs jetzt, und das fünfte kapitel ist durchskizziert bis zum ende. zirka sieben seiten, die es in den nächsten tagen zu überarbeiten gilt. (was aber nur sporadisch möglich sein wird, erstmal steht noch ein artikel an, bis mittwoch, zusätzlich zu den üblichen korrekturen.)

jetzt: feierabend. oder doch nicht? keine ahnung, was es mit diesem plötzlichen und so unglaublich zügigen schreiben auf sich hat. wirklich nicht, vielleicht stimmt es einfach, endlich wieder einmal.