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archiv: write-insight


lebenskäse

03. Januar 2012 - 00:42

diese privaten internetlogbücher, tag für tag, über die jahre hinweg,  sind ja entlarvend  mitunter. auch wenn man sie noch so vorsichtig verfasst, wie ich das hier tue. jawohl, das ist so, auch wenn man das vielleicht nicht glauben mag. der kern meines geschreibes hier ist und bleibt das schreiben selbst. nicht ich. doch das eine geht in das andere über, immer wieder. das läßt sich nicht vermeiden. das ist wie käse, der im ofen schmilzt. zwangsläufig.

und peinlich natürlich, weil es all die zwischenzustände und unzulänglichkeiten offenbart, die besser im verborgenen aufgehoben wären. in beziehungen, in den familien und all den anderen alltagskatastrophen. da sind sie zuhause. doch eben da leben und wachsen auch die geschichten, die es zu erzählen lohnt. deshalb muß er eben sein, dieser fädenziehende schmelzkäse, der mich selbst oft genug mit selbstekel erfüllt.

01. Januar 2012 - 23:55

heute nur ein wenig die zeitstruktur durchdacht und sortiert. war fast alles in ordnung, nur hier und da ein unsinniger schlenker. das kommt davon, wenn man einfach so losschreibt. dann noch zwei drei stellen überarbeitet, die anders werden mußten. inhaltlich, nicht formal. des zusammenhalts wegen.

mehr war nicht drin. der tag war kurz und mehr noch die nacht. und unter der schädeldecke pocht es schon seit stunden. als wollte da wer in die freiheit fliegen.

damit ist wohl klar, daß eines schon mal nicht geklappt hat: die erste fassung noch 2011 fertigzustellen. naja…

28. Dezember 2011 - 21:42

alle erklärungen streichen. statt dessen die fakten arrangieren. ob das reicht?

25. Dezember 2011 - 18:50

nach dem plötzlichen arbeitswust der letzten wochen doch endlich wieder einmal in den nach wie vor frischen kleinen text eingestiegen, den ich doch eigentlich gerade in arbeit habe. und den ich zumindest in einer ersten fassung gerne noch in diesem jahr fertig hätte. nur kurz habe ich mir die gut dreizehn seiten vorgenommen, nachdem mir gestern nacht plötzlich klar wurde, daß ich streichen muß. und was ich streichen muß, um überhaupt weitermachen zu können.

es wird also kein klarer text, es wird keine struktur geben, keine rettung, keine lösung. so soll es wohl sein. (nur, wo nehme ich dann ein ende her? ;)

02. Dezember 2011 - 22:21

drei stunden durch den text. herumgeschoben und umgestellt, neu sortiert. wenig an der sprache gefeilt, vielleicht auf den ersten drei seiten. ein bißchen. drei bis vier seiten luft nach oben sind noch. gut, denn es fehlt noch einiges. weniger konkrete infos oder handlung, mehr kleine aspekte, farbspritzer für das gesamtbild. kürzungen sind ebenfalls jetzt schon absehbar. auch gut.

01. Dezember 2011 - 23:32

offensichtlich arbeite ich heute anders. früher habe ich immer gleich wie besessen an details gefeilt, denn das tue ich am liebsten. so geht es jetzt nicht. ich muß noch schieben und dabei denken. ich muß noch bauen. ich brauche klarheit und struktur. heute habe ich also nur geschaut und gekritzelt. pfeile und linien, wenig text, den ich morgen sicher nicht mehr lesen können werde. der rest kommt später.

das herz aber schlägt im detail. da bin ich sicher.

herzlos

01. Dezember 2011 - 21:53

große angst vor dem text, der jetzt sein herz bekommen sollte. so suche ich wild in blogs und in facebook herum, lese über finstere engel und andere unwissenheiten, habe soeben sogar den herd geputzt.

statt zu schreiben. nur ein oder zwei sätze vielleicht. oder worte.

29. November 2011 - 22:28

doch noch in den text gefunden heute. beinah eine woche ist es her. das grundgerüst steht, einigermaßen. es fehlt aber noch viel fleisch. und ein richtiges ende.

das novembersoll ist damit so gut wie erreicht. im dezember soll der text fertig sein. und dann mal sehen.

22. November 2011 - 12:23

nachts träume ich mein fiktives ich mit großer freude ins pathologische.

17. November 2011 - 21:53

beinah hätte ich nicht mehr ranwollen an meinen kleinen text. zuviel mietschreiberei heute, tagsüber. und überhaupt. dann aber doch noch eine seite, knapp 300 worte geschrieben. hat ne halbe stunde gedauert. oder so.

bin zufrieden. jetzt.

15. November 2011 - 21:37

und plötzlich kann ich auch die notizen wieder lesen, die mir vor wochen über den text gemacht habe, an dem ich nun zu schreiben angefangen habe. das ist seltsam, hat vermutlich etwas mit wahrnehmung zu tun. außerdem ist ruhe eingekehrt. die gewissheit, im grunde nichts falsch machen zu können. es gibt immer so viele möglichkeiten für eine geschichte.

am sonntag zum beispiel habe ich mir versehentlich das geplante ende zerschossen, indem ich den entsprechenden gedanken schon auf der ersten seite verbraten habe. das war noch bevor ich meine notizen wiedergelesen und sortiert habe, das war ja erst gerade eben. ich hatte es zwar schon mehrmals versucht, aber es war mir nicht gelungen. eine frage der wahrnehmung vermutlich, was sonst. in den notizen steht, wie ich nun wieder weiß, das ende schon drin. ich hatte es nur vergessen. das ist aber egal, es ist mir gleich eingefallen, wie das geplante ende doch noch paßt. vielleicht. wenn sich unterwegs nicht wieder alles ändert.

13. November 2011 - 21:18

und es bewahrheitet sich immer wieder, daß im schreiben nur das anfangen zählt. alles andere folgt (fast) von allein. zweieinhalb normseiten rohfassung stehen jetzt da, sogar einigermaßen sauber sortiert. (dabei war es schon dunkel, als ich endlich angefangen habe. der rest des tages zuvor ward angenehm verquatscht.)

etwas fehlt noch, in der idee, tief innen. aber die spur ist gelegt. ich bin überrascht.

anfänger

12. November 2011 - 23:44

suche nach dem dringend nötigen ansatz. eigentlich sieht es nicht schlecht aus, das eine oder andere entwickelt sich bereits. ein anfang ist dennoch nicht in sicht. (vielleicht einfach mal planen?)